Französisch-Grammatik

Entdecke 100 Grammatikkonzepte — vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen.

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Subjektpronomen im FranzösischenPronoms Sujets

Die französischen Subjektpronomen lauten je, tu, il/elle/on, nous, vous, ils/elles. Sie zeigen, wer etwas tut, und stehen normalerweise vor dem passend konjugierten Verb: je parle, nous parlons. Besonders wichtig sind on für das deutsche „man“ und im Alltag oft auch „wir“ sowie vous für mehrere angesprochene Personen oder eine höflich angesprochene Einzelperson.

Das Genus französischer SubstantiveGenre des Noms

Jedes französische Substantiv (ein Wort für eine Person, Sache oder Idee) ist entweder maskulin oder feminin: le livre, aber la maison. Am zuverlässigsten lernen Sie deshalb ein neues Wort gleich mit seinem Artikel, etwa un livre oder une maison. Endungen wie -tion und -ure deuten oft auf ein feminines, -ment und -age oft auf ein maskulines Wort hin – sie sind jedoch nur Lernhilfen, keine ausnahmslosen Regeln.

Pluralbildung im FranzösischenFormation du Pluriel

Meist entsteht der französische Plural durch ein -s: un livre → des livres. Dieses -s wird gewöhnlich nicht ausgesprochen. Häufige Sondermuster sind -eau → -eaux (château → châteaux) und -al → -aux (animal → animaux); einige Wörter wie œil → yeux muss man einzeln lernen.

Bestimmte Artikel im FranzösischenArticles Définis

Vor einem französischen Nomen steht je nach Geschlecht, Zahl und folgendem Laut le, la, l’ oder les: le garçon, la fille, l’homme, les enfants. Im Singular werden le und la vor einem Vokal oder einem stummen h zu l’; im Plural gilt für beide Geschlechter les.

Unbestimmte Artikel im FranzösischenArticles Indéfinis

Vor einem zählbaren französischen Nomen steht im Singular un bei männlichem und une bei weiblichem Geschlecht: un livre, une maison. In der Mehrzahl gilt für beide Geschlechter des: des amis. Steht jedoch ein Adjektiv vor dem Nomen, wird des in der Standardsprache meist zu de oder d’: de bons amis, d’excellentes idées.

Teilungsartikel im FranzösischenArticles Partitifs

Mit du, de la, de l’ und des bezeichnet man im Französischen eine nicht genauer bestimmte Menge: Je bois du thé bedeutet „Ich trinke Tee“ beziehungsweise „etwas Tee“. Nach einer Verneinung und nach den meisten Mengenangaben steht dagegen nur de oder vor einem Vokal d’: Je ne bois pas de thé; une tasse de thé.

Être im Französischen: Formen und GebrauchLe Verbe Être

Être bedeutet meistens „sein“ und gehört zu den wichtigsten französischen Verben. Im Präsens ist es unregelmäßig: je suis, tu es, il/elle/on est, nous sommes, vous êtes, ils/elles sont. Man braucht es unter anderem für Identität, Herkunft, Beruf und Eigenschaften; die Form richtet sich immer nach dem Subjekt, also danach, wer oder was gemeint ist.

Avoir im Französischen: Formen und GebrauchLe Verbe Avoir

Das unregelmäßige Verb avoir bedeutet oft „haben“: J’ai un frère heißt „Ich habe einen Bruder“. Es steht aber auch in vielen Ausdrücken, in denen das Deutsche sein oder ein anderes Verb verwendet: J’ai faim („Ich habe Hunger/Ich bin hungrig“) und J’ai trente ans („Ich bin dreißig Jahre alt“). Die sechs Präsensformen müssen einzeln gelernt werden: j’ai, tu as, il/elle/on a, nous avons, vous avez, ils/elles ont.

Regelmäßige Verben auf -er im FranzösischenVerbes Réguliers en -ER

Bei regelmäßigen Verben auf -er streichst du im Infinitiv (der Grundform des Verbs) die Endung -er und ergänzt -e, -es, -e, -ons, -ez, -ent: parler → je parle, tu parles, il parle, nous parlons, vous parlez, ils parlent. Das Muster gilt für die große Mehrheit der französischen Verben; aller endet zwar auf -er, ist aber unregelmäßig.

Regelmäßige Verben auf -ir im FranzösischenVerbes Réguliers en -IR

Bei regelmäßigen Verben wie finir wird für das Präsens die Endung -ir entfernt. Im Singular folgen -is, -is, -it; im Plural stehen -issons, -issez, -issent: je finis, aber nous finissons. Dieses Muster gilt nur für eine bestimmte Gruppe der Verben auf -ir, nicht für jedes Verb mit dieser Infinitivendung.

Regelmäßige Verben auf -re im FranzösischenVerbes Réguliers en -RE

Bei regelmäßigen Verben wie attendre, vendre und répondre streichst du im Infinitiv die Endung -re und hängst -s, -s, nichts, -ons, -ez, -ent an. So wird aus attendre zum Beispiel j'attends, tu attends, il attend, nous attendons, vous attendez, ils attendent. Nicht jedes Verb auf -re folgt allerdings diesem Muster.

Das Verb *aller* im FranzösischenLe Verbe Aller

Aller bedeutet je nach Zusammenhang „gehen“ oder „fahren“ und ist unregelmäßig: je vais, tu vas, il/elle/on va, nous allons, vous allez, ils/elles vont. Es bezeichnet einen Ortswechsel (Nous allons à Paris) und bildet zusammen mit einem Infinitiv das futur proche: Je vais manger („Ich werde gleich essen“).

Venir im Französischen: kommen und Herkunft ausdrückenLe Verbe Venir

Venir bedeutet meist „kommen“ und ist unregelmäßig: je viens, tu viens, il/elle vient, nous venons, vous venez, ils/elles viennent. Mit venir de + Ort nennt man die Herkunft: Je viens de Berlin. = „Ich komme aus Berlin.“ Die Formen müssen als Muster gelernt werden; die Endungen regelmäßiger Verben auf -er helfen hier nicht weiter.

Das französische Verb *faire*: tun und machenLe Verbe Faire

Faire bedeutet je nach Zusammenhang meist machen oder tun. Im Präsens heißt es je fais, tu fais, il/elle fait, nous faisons, vous faites, ils/elles font. Besonders oft steht es in festen Wendungen wie faire du sport, faire la cuisine, faire ses devoirs und il fait beau.

Pouvoir im Französischen: können und dürfenLe Verbe Pouvoir

Pouvoir bedeutet je nach Zusammenhang „können“ oder „dürfen“. Im Präsens lauten die Formen je peux, tu peux, il/elle/on peut, nous pouvons, vous pouvez, ils/elles peuvent; danach steht meist direkt ein Infinitiv: Je peux venir („Ich kann kommen“). Für die Verneinung steht ne … pas um die Form von pouvoir: Je ne peux pas venir.

Das Verb *vouloir* im FranzösischenLe Verbe Vouloir

Vouloir bedeutet meist „wollen“. Im Präsens heißt es je veux, tu veux, il/elle veut, nous voulons, vous voulez, ils/elles veulent; danach kann ein Nomen oder ein Infinitiv stehen: Je veux un café oder Je veux partir. Für höfliche Wünsche und Bestellungen klingt je voudrais („ich möchte“) meist passender als das direkte je veux.

Devoir im Französischen: müssen und schuldenLe Verbe Devoir

Das unregelmäßige Verb devoir bedeutet vor einem Infinitiv meistens „müssen“: Je dois partir heißt „Ich muss gehen“. Direkt vor einer Geldsumme oder Sache bedeutet es dagegen „schulden“: Je te dois dix euros heißt „Ich schulde dir zehn Euro“. Im Präsens lauten die wichtigsten Formen je dois, tu dois, il/elle doit, nous devons, vous devez, ils/elles doivent.

Savoir und connaître im FranzösischenSavoir et Connaître

Savoir steht für Wissen und erlernte Fähigkeiten: Je sais où il habite („Ich weiß, wo er wohnt“) und Elle sait conduire („Sie kann Auto fahren“). Connaître bezeichnet Vertrautheit mit einer Person, einem Ort, einer Sache oder einem Themengebiet: Nous connaissons Lyon („Wir kennen Lyon“). Die deutsche Unterscheidung zwischen wissen und kennen hilft also sehr; bei savoir + Infinitiv übersetzt man im Deutschen jedoch meist mit können.

Das Verb *prendre* im FranzösischenLe Verbe Prendre

Prendre bedeutet je nach Zusammenhang unter anderem „nehmen“, „fahren“, „bestellen“ oder „zu sich nehmen“. Im Präsens lauten die Formen je prends, tu prends, il/elle prend, nous prenons, vous prenez, ils/elles prennent. Verben wie apprendre, comprendre und surprendre folgen demselben Grundmuster.

Pronominale Verben im FranzösischenVerbes Pronominaux

Pronominale Verben stehen im Infinitiv mit se, zum Beispiel se lever „aufstehen“. Beim Konjugieren richtet sich das Pronomen nach dem Subjekt: je me lève, tu te lèves, elle se lève, nous nous levons, vous vous levez, ils se lèvent. Anders als im Deutschen kann man das Pronomen daher nicht immer einfach mit „sich“ übersetzen.

Die einfache Verneinung im FranzösischenNégation de Base

Im neutralen geschriebenen Französisch steht ne … pas um das konjugierte Verb: Je ne parle pas („Ich spreche nicht“). Vor einem Vokal oder einem stummen h wird ne zu n’: Il n’aime pas ça. Im alltäglichen Gespräch fällt ne häufig weg, doch als sichere Grundform solltest du zunächst immer ne … pas verwenden.

Il y a im Französischen: „es gibt“ und „da ist/sind“Il y a

Il y a sagt aus, dass etwas oder jemand vorhanden ist: Il y a un café ici. bedeutet „Hier gibt es ein Café.“ Die Form bleibt vor Einzahl und Mehrzahl gleich. Verneint wird meist mit il n'y a pas de, gefragt wird besonders häufig mit est-ce qu'il y a ... ?

Regelmäßige Adjektive im FranzösischenAdjectifs Réguliers

Ein französisches Adjektiv richtet sich in Geschlecht und Zahl nach dem Nomen, das es beschreibt: petit, petite, petits, petites. Beim regelmäßigen Grundmuster kommen für die feminine Form -e, für den Plural -s und für den femininen Plural -es hinzu. Anders als im Deutschen stehen viele französische Adjektive nach dem Nomen.

Französische Adjektive vor dem SubstantivAdjectifs BANGS

Die meisten französischen Adjektive stehen nach dem Substantiv, einige sehr häufige jedoch davor: une belle maison, un vieux livre, une bonne idée. Dazu gehören vor allem kurze Adjektive für Schönheit, Alter, Anzahl, Bewertung und Größe. Das oft verwendete Merkwort BANGS bezeichnet genau diese Gruppen, ist aber nur eine Lernhilfe und keine ausnahmslose Regel.

Unregelmäßige Adjektive im FranzösischenAdjectifs Irréguliers

Französische Adjektive richten sich in Geschlecht und Zahl nach dem Substantiv, das sie beschreiben. Bei einigen sehr häufigen Adjektiven genügt es nicht, für die weibliche Form einfach ein -e anzuhängen: Aus beau wird belle, aus vieux wird vieille. Vor einem männlichen Singularwort mit Vokalanfang oder stummem h stehen außerdem die besonderen Formen bel, nouvel und vieil: un bel homme, un nouvel ami, un vieil hôtel.

Possessivbegleiter im FranzösischenAdjectifs Possessifs

Die französischen Possessivbegleiter richten sich nach dem Besitz, nicht nach dem Geschlecht der besitzenden Person: mon livre „mein Buch“, aber ma voiture „mein Auto“. Vor einem weiblichen Wort mit Vokalanfang oder stummem h stehen aus Klanggründen mon, ton, son: mon amie. Im Plural gibt es keine Unterscheidung nach dem Geschlecht: mes livres, mes voitures.

Demonstrativbegleiter im FranzösischenAdjectifs Démonstratifs

Mit ce, cet, cette und ces verweist man auf ein bestimmtes Nomen: ce livre kann je nach Zusammenhang „dieses Buch“ oder „jenes Buch“ heißen. Die Form richtet sich nach Genus (grammatischem Geschlecht), Zahl und bei männlichen Singularformen nach dem folgenden Laut: ce livre, cet homme, cette table, ces livres. Für eine ausdrückliche Unterscheidung hängt man -ci oder -là an das Nomen: ce livre-ci und ce livre-là.

Ortspräpositionen im FranzösischenPrépositions de Lieu

Französische Ortspräpositionen geben an, wo sich jemand oder etwas befindet, wohin sich jemand bewegt oder woher jemand kommt. Für den Einstieg genügen klare Grundbilder: dans bedeutet „in einem Innenraum“, sur „auf“, sous „unter“ und chez „bei einer Person“; bei Städten steht meist à für Ort und Ziel sowie de für Herkunft.

Französische Präpositionen bei Ländern und StädtenPrépositions avec les Pays

Bei Städten steht meist à für Ort und Ziel, bei Ländern dagegen en (weiblich oder mit Vokal), au (männlich) oder aux (Mehrzahl): à Paris, en France, au Canada, aux États-Unis. Für die Herkunft verwendet man de/d’, du oder des: de France, d’Italie, du Canada, des États-Unis.

Verschmelzungen mit à und de im FranzösischenContractions

Stehen à oder de direkt vor dem bestimmten Artikel le oder les, werden beide Wörter zwingend verschmolzen: au, aux, du, des. Vor la und l’ gibt es keine Verschmelzung: à la, à l’, de la, de l’. Daher heißt es au cinéma, aber à la gare und à l’école.

Grundlegende Fragen im FranzösischenQuestions de Base

Im Französischen gibt es drei wichtige Arten zu fragen: mit steigender Intonation (Tu viens ?), mit est-ce que (Est-ce que tu viens ?) und mit Inversion (Viens-tu ?). Für W-Fragen kommen Fragewörter wie qui, que/quoi, où, quand, comment und pourquoi hinzu. Für den Anfang sind Intonation und est-ce que am einfachsten; die Inversion ist besonders in sorgfältiger oder formeller Sprache wichtig.

Mengen- und Auswahlfragen auf FranzösischQuestions de Quantité et Sélection

Mit combien fragst du nach einer Menge oder einem Preis; vor einem Substantiv (einem Wort für eine Person, Sache oder Idee) steht combien de: Combien de frères as-tu ? Mit quel, quelle, quels, quelles fragst du „welcher/welche/welches“ oder in manchen festen Wendungen „was für ein“; die Form richtet sich nach Geschlecht und Zahl des folgenden Substantivs: quel âge, aber quelle heure.

Französische Kardinalzahlen von 0 bis 100Nombres Cardinaux

Bis 69 folgen französische Zahlen einem gut erkennbaren Zehnersystem; danach wird anders gerechnet: 70 = 60 + 10 (soixante-dix), 80 = 4 × 20 (quatre-vingts) und 90 = 4 × 20 + 10 (quatre-vingt-dix). Vor einem femininen Nomen wird un zu une: un livre, aber une personne.

Französische OrdnungszahlenNombres Ordinaux

Für „erste“ steht premier beziehungsweise première. Fast alle weiteren Ordnungszahlen entstehen aus einer Grundzahl mit -ième: deux → deuxième, trois → troisième. Nur premier/première unterscheidet männlich und weiblich; im Plural erhalten Ordnungszahlen ein -s.

Uhrzeit und Datum im FranzösischenHeure et Date

Die Uhrzeit wird mit il est angegeben: Il est une heure, aber Il est deux heures. Ein bestimmter Wochentag steht meist ohne Präposition (Je pars lundi), während le + Wochentag eine regelmäßige Handlung bezeichnet (Je pars le lundi). Beim Datum heißt es le + Zahl + Monat: le 15 août; nur der erste Tag eines Monats verwendet die Ordnungszahl premier.

Häufigkeits- und Zeitadverbien im FranzösischenAdverbes de Fréquence et Temps

Häufigkeitsadverbien sagen, wie oft etwas geschieht: toujours (immer), souvent (oft), parfois (manchmal), rarement (selten) und jamais (nie). Sie stehen in einfachen Sätzen meist nach dem konjugierten Verb: Je travaille souvent. Zeitadverbien wie aujourd’hui, demain und hier stehen dagegen häufig am Satzanfang oder Satzende; jamais wird in der Standardsprache mit ne verwendet: Je ne mange jamais de viande.

Ortsadverbien im FranzösischenAdverbes de Lieu

Französische Ortsadverbien geben an, wo etwas ist oder wohin sich jemand bewegt: ici bedeutet „hier“, là oder là-bas „da/dort“, dedans „drinnen“ und dehors „draußen“. Sie verändern ihre Form nicht und stehen häufig nach dem Verb: Les enfants sont dehors. Möchtest du einen konkreten Bezugspunkt nennen, brauchst du bei près und loin meist de: près de la gare, loin du centre.

Mengenangaben im FranzösischenExpressions de Quantité

Vor einem Substantiv steht nach beaucoup, peu, trop, assez, un peu, plus und moins normalerweise de: beaucoup de livres, un peu d’eau. Vor einem Vokal oder stummen h wird daraus d’. Ohne folgendes Substantiv steht kein de: Tu travailles trop.

Betonte Personalpronomen im FranzösischenPronoms Toniques

Die betonten Personalpronomen lauten moi, toi, lui, elle, nous, vous, eux, elles. Sie stehen vor allem nach Präpositionen (avec moi, pour eux), zur Hervorhebung (Moi, je…), nach c’est (C’est elle) und in Vergleichen (plus grand que toi). Anders als ein Subjektpronomen steht ein betontes Pronomen normalerweise nicht allein vor dem Verb: Es heißt Moi, je viens, nicht Moi viens.

Direkte Objektpronomen im FranzösischenPronoms COD

Die direkten Objektpronomen me, te, le, la, nous, vous, les ersetzen eine Person oder Sache, die direkt von einer Handlung betroffen ist. Anders als im Deutschen stehen sie im einfachen Aussagesatz vor dem konjugierten Verb: Je vois Marie wird zu Je la vois. Vor einem Vokal oder stummen h werden me, te, le, la zu m’, t’, l’.

Indirekte Objektpronomen im FranzösischenPronoms COI

Die Pronomen me, te, lui, nous, vous, leur ersetzen meist eine Person mit à: Je parle à Léa wird zu Je lui parle. Sie stehen normalerweise vor dem Verb. Besonders wichtig: lui bedeutet sowohl „ihm“ als auch „ihr“, leur bedeutet „ihnen“.

Grundlegende Konjunktionen im FranzösischenConjonctions de Base

Die wichtigsten französischen Konjunktionen verbinden gleichartige Wörter oder ganze Aussagen: et (und), ou (oder), mais (aber), donc (also, daher), car (denn) und ni ... ni (weder ... noch). Danach bleibt die französische Satzstellung normalerweise unverändert: Il pleut, donc je reste — „Es regnet, also bleibe ich.“ Or gehört ebenfalls zu dieser traditionellen Gruppe, kommt aber vor allem in gehobenen Texten vor und bedeutet nicht „oder“.

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Das Passé composé im FranzösischenPassé Composé

Das passé composé bezeichnet meist eine abgeschlossene Handlung in der Vergangenheit. Es besteht aus einer Präsensform von avoir oder être und einem participe passé (Partizip der Vergangenheit): j’ai mangé, elle est arrivée. Die meisten Verben stehen mit avoir; eine begrenzte Gruppe von Verben und alle reflexiven Verben verwenden être.

Unregelmäßige Partizipien der Vergangenheit im FranzösischenParticipes Passés Irréguliers

Im französischen passé composé steht nach avoir oder être ein participe passé (Partizip der Vergangenheit, also eine Verbform wie deutsch „gemacht“). Bei häufigen Verben ist diese Form oft unregelmäßig und muss mit dem Infinitiv zusammen gelernt werden: faire → fait, avoir → eu, prendre → pris. Die Grundstruktur bleibt trotzdem einfach: J’ai fait, elle a pris, nous avons vu.

Das Passé composé mit être im FranzösischenPassé Composé avec Être

Eine begrenzte Gruppe französischer Verben bildet das passé composé mit einer Form von être statt mit avoir: elle est partie, nous sommes arrivés. Das participe passé (Partizip der Vergangenheit, etwa parti „gegangen/abgereist“) richtet sich dabei in Genus und Numerus nach dem Subjekt: meist kommen -e, -s oder -es hinzu.

Reflexive Verben im französischen Passé composéVerbes Pronominaux au Passé

Reflexive und andere pronominale Verben bilden das passé composé immer mit _être_: je me suis levé, elle s’est habillée. Das Reflexivpronomen steht vor der Form von être. Meist wird das Partizip an Geschlecht und Zahl angeglichen; wichtige Ausnahmen wie elles se sont lavé les mains und ils se sont parlé werden weiter unten erklärt.

Das Pronomen *y* im FranzösischenLe Pronom Y

Das unveränderliche Pronomen y ersetzt meist einen bereits genannten Ort oder à + Sache: Tu vas à Paris ? — Oui, j’y vais. und Tu penses au problème ? — Oui, j’y pense. Es steht normalerweise vor dem Verb, bedeutet je nach Zusammenhang etwa „dort“, „dorthin“, „daran“ oder „darüber“ und wird in der Grundregel nicht für Personen verwendet.

Das Pronomen *en* im FranzösischenLe Pronom En

Das Pronomen en ersetzt meist eine Wortgruppe, die mit de, einem Teilungsartikel wie du oder einer Mengenangabe verbunden ist: Tu veux du café ? — Oui, j’en veux. Es steht in der Regel vor dem konjugierten Verb und kann je nach Zusammenhang „davon“, „welche“, „von dort“ oder auch gar kein eigenes deutsches Wort entsprechen.

Erweiterte Verneinung im FranzösischenNégation Avancée

Im Französischen ersetzt jamais, rien, personne, plus oder que meist das bekannte pas: Je ne fume jamais bedeutet „Ich rauche nie“, nicht etwa „Ich rauche nicht nie“. Die beiden Teile stehen normalerweise um das konjugierte Verb; bei zusammengesetzten Zeiten und Infinitiven gelten besondere Stellungsregeln. Ne…que bedeutet „nur“ und ist inhaltlich keine echte Verneinung.

Das Imparfait im FranzösischenL'Imparfait

Das Imparfait stellt Vergangenes als Gewohnheit, Zustand, Beschreibung oder laufenden Vorgang dar: Nous habitions à Lyon („Wir wohnten damals in Lyon“). Man bildet es fast immer aus der Präsensform mit nous, entfernt -ons und ergänzt -ais, -ais, -ait, -ions, -iez, -aient. Nur être hat den besonderen Stamm ét-: j'étais.

Das Futur proche im FranzösischenFutur Proche

Das futur proche bildet man mit einer Präsensform von aller und dem Infinitiv: Je vais partir bedeutet „Ich werde gleich losfahren“ oder „Ich fahre gleich los“. Es bezeichnet meist etwas Geplantes, unmittelbar Bevorstehendes oder aufgrund der aktuellen Lage Erwartbares. Nur aller wird an die Person angepasst; das zweite Verb bleibt im Infinitiv.

Das Passé récent im FranzösischenPassé Récent

Das passé récent bezeichnet eine Handlung, die gerade erst abgeschlossen wurde. Es wird mit einer Präsensform von venir, danach de und dem Infinitiv gebildet: Je viens de manger bedeutet „Ich habe gerade gegessen“. Vor einem Vokal oder stummen h wird de zu d': Elle vient d'arriver.

Vergleiche auf Französisch: *plus*, *moins* und *aussi*Le Comparatif

Für Vergleiche mit einem Adjektiv verwendet man plus … que „…er als“, moins … que „weniger … als“ und aussi … que „genauso … wie“: Léa est plus grande que Marc. Bei Mengen steht dagegen plus de, moins de oder autant de vor dem Substantiv. Besonders wichtig sind die unregelmäßigen Formen meilleur zu bon und mieux zu bien.

Qui und que: Relativpronomen im FranzösischenPronoms Relatifs: qui, que

Mit qui und que verbindet man zwei Aussagen, die sich auf dieselbe Person oder Sache beziehen. Qui ist das Subjekt des Relativsatzes, führt die Handlung also selbst aus; que ist sein direktes Objekt, die Handlung richtet sich also darauf. Für den Einstieg hilft: Nach qui steht kein zusätzliches Subjekt, nach que dagegen schon.

Der Imperativ im FranzösischenL'Impératif

Der französische Imperativ drückt Aufforderungen, Ratschläge und Einladungen aus. Er hat nur drei Formen: tu, nous und vous – das Subjektpronomen wird jedoch nicht mitgesprochen: Parle !, Allons-y !, Attendez ! Bei Verben auf -er entfällt in der tu-Form normalerweise das abschließende -s.

Doppelte Objektpronomen im FranzösischenPronoms Doubles

Stehen im Französischen zwei Objektpronomen beim selben Verb, folgt ihre Reihenfolge einem festen Schema: me/te/se/nous/vous + le/la/les + lui/leur + y + en. Daher heißt es Je te le donne („Ich gebe es dir“) und nicht Je le te donne. Nur beim bejahten Imperativ gilt eine andere Reihenfolge: Donne-le-moi !

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Futur simple im FranzösischenFutur Simple

Das futur simple bezeichnet zukünftige Handlungen, Vorhersagen und Versprechen. Meist nimmt man den Infinitiv und hängt -ai, -as, -a, -ons, -ez, -ont an: je parlerai, nous finirons. Verben auf -re verlieren vorher ihr letztes e (prendre → je prendrai); häufige Verben wie être, avoir, aller und faire haben einen besonderen Stamm.

Das Conditionnel présent im FranzösischenConditionnel Présent

Das conditionnel présent wird aus dem Stamm des futur simple und den Endungen -ais, -ais, -ait, -ions, -iez, -aient gebildet: je parlerais, nous finirions, elle viendrait. Es entspricht oft dem deutschen „würde + Infinitiv“, dient aber auch höflichen Bitten, Wünschen und der Zukunft aus Sicht eines vergangenen Zeitpunkts. In Bedingungssätzen steht es im Ergebnissatz; nach si steht bei einer gegenwärtigen oder zukünftigen Hypothese dagegen das imparfait: Si j'avais le temps, je voyagerais.

Imparfait und Passé composé im FranzösischenImparfait vs Passé Composé

Das imparfait zeigt eine vergangene Situation von innen: Sie dauerte an, wiederholte sich oder bildete den Hintergrund. Das passé composé stellt dagegen ein Ereignis als abgeschlossenes Ganzes dar und bringt eine Erzählung voran. Deshalb stehen beide oft im selben Satz: Il pleuvait quand je suis sorti. – „Es regnete, als ich hinausging.“

Subjonctif présent im FranzösischenSubjonctif Présent

Der subjonctif présent steht meist in einem Nebensatz mit que, wenn der Hauptsatz einen Wunsch, eine Notwendigkeit, ein Gefühl, einen Zweifel oder eine Wertung ausdrückt: Il faut que tu viennes. Die regelmäßigen Endungen lauten -e, -es, -e, -ions, -iez, -ent. Anders als der deutsche Konjunktiv dient diese Form nicht in erster Linie der indirekten Rede.

Auslöser des Subjonctif im FranzösischenDéclencheurs du Subjonctif

Der französische Subjonctif (eine Verbform für unter anderem Wünsche, Gefühle, Notwendigkeit und noch nicht verwirklichte Ziele) steht meist in einem Nebensatz mit que. Typische Auslöser sind il faut que, vouloir que, avoir peur que, bien que, pour que, avant que, jusqu'à ce que und à moins que. Entscheidend ist die ganze einleitende Wendung: que allein löst keinen Subjonctif aus.

Das Plus-que-parfait im FranzösischenPlus-que-parfait

Das plus-que-parfait bezeichnet meist etwas, das vor einem anderen Zeitpunkt in der Vergangenheit geschehen oder abgeschlossen war. Es wird aus dem Imparfait von avoir oder être und dem participe passé gebildet: j'avais mangé, elle était partie. Es entspricht häufig dem deutschen Plusquamperfekt mit „hatte“ oder „war“.

Der Superlativ im FranzösischenLe Superlatif

Der französische Superlativ besteht meist aus dem bestimmten Artikel le, la, les und plus oder moins vor einem Adjektiv: la plus rapide („die schnellste“), le moins cher („der günstigste“). Artikel und Adjektiv richten sich nach Geschlecht und Zahl des Bezugsworts. Besonders wichtig sind die unregelmäßigen Formen le meilleur („der beste“) und le pire („der schlimmste“).

Où und dont: französische RelativpronomenPronoms Relatifs: où, dont

Où leitet einen Relativsatz zu einem Ort oder Zeitpunkt ein: la ville où j’habite („die Stadt, in der ich wohne“). Dont steht, wenn im Relativsatz sonst de + Bezugswort vorkäme: le livre dont je parle („das Buch, über das ich spreche“). Beide Formen sind unveränderlich; Geschlecht und Zahl des Bezugsworts spielen keine Rolle.

Das Passiv im FranzösischenVoix Passive

Das französische Passiv besteht aus einer Form von être und dem participe passé (Partizip Perfekt, also einer Form wie lu, vendu oder invitée): La maison a été vendue. Das Partizip richtet sich in Geschlecht und Zahl nach dem Subjekt; der Urheber einer Handlung kann mit par folgen. Im alltäglichen Französisch klingt eine aktive Formulierung mit on oft natürlicher.

Indirekte Rede im FranzösischenDiscours Indirect

In der französischen indirekten Rede werden Aussagen mit que, Ja-/Nein-Fragen mit si und Aufforderungen meist mit de + Infinitiv angeschlossen. Steht das einleitende Verb in einer Vergangenheitszeit, verschiebt sich häufig auch die Zeitform: « Je viens. » wird zu Il a dit qu’il venait.

Die Kausativkonstruktion im FranzösischenFaire Causatif

Mit faire + Infinitiv sagt man, dass das Subjekt eine Handlung nicht unbedingt selbst ausführt, sondern sie veranlasst: Je fais réparer ma voiture bedeutet „Ich lasse mein Auto reparieren“. Se faire + Infinitiv rückt die Person in den Mittelpunkt, die etwas an sich vornehmen lässt oder der etwas widerfährt: Elle s'est fait couper les cheveux – „Sie hat sich die Haare schneiden lassen“.

Das Gérondif im FranzösischenLe Gérondif

Das französische Gérondif besteht aus en + participe présent: en parlant, en lisant, en faisant. Es verbindet zwei Handlungen desselben Subjekts und bedeutet je nach Zusammenhang meist „während“, „indem“, „dadurch, dass“ oder „wenn“. Die Form bleibt immer unverändert.

Unpersönliche Ausdrücke im FranzösischenExpressions Impersonnelles

Bei unpersönlichen Ausdrücken steht il, ohne eine bestimmte männliche Person zu bezeichnen: Il faut partir bedeutet „Man muss gehen“. Danach folgt je nach Wendung ein Infinitiv, de + Infinitiv oder que + ein konjugiertes Verb. Besonders wichtig ist die Moduswahl: Nach il faut que, il vaut mieux que und meist il semble que steht der Subjonctif, nach il paraît que normalerweise der Indikativ.

Si-Sätze und Konditionalsätze im FranzösischenPhrases Conditionnelles

Für eine reale oder gut mögliche Bedingung steht nach si meist das Präsens: Si tu viens, je serai content. Für eine nur vorgestellte oder eher unwahrscheinliche Situation verwendet man si + imparfait und im anderen Teilsatz das conditionnel présent: Si j'avais le temps, je viendrais. Nach dem bedingenden si steht im Standardfranzösischen weder Futur noch Conditionnel.

B2 (11)

Subjonctif passé im FranzösischenSubjonctif Passé

Der subjonctif passé bezeichnet eine bereits abgeschlossene Handlung in einem Satzteil, der den Subjonctif verlangt. Er besteht aus avoir oder être im subjonctif présent und einem participe passé (Partizip der Vergangenheit): Je suis ravi que tu aies réussi. – „Ich freue mich, dass du es geschafft hast.“ Entscheidend sind also zwei Fragen: Verlangt der Satz den Subjonctif, und liegt die Handlung des Nebensatzes vorher beziehungsweise ist sie abgeschlossen?

Das Conditionnel passé im FranzösischenConditionnel Passé

Das conditionnel passé wird aus dem Conditionnel présent von avoir oder être und dem Partizip Perfekt gebildet: j'aurais parlé, elle serait venue. Es bezeichnet meist etwas, das in der Vergangenheit möglich oder erwünscht gewesen wäre, aber nicht eingetreten ist: Nous serions restés – „Wir wären geblieben“.

Vergangene Bedingungssätze im FranzösischenPhrases Conditionnelles au Passé

Für eine nicht mehr erfüllbare Bedingung in der Vergangenheit gilt meist: si + Plus-que-parfait → Conditionnel passé. Si j'avais su, je serais venu bedeutet „Wenn ich es gewusst hätte, wäre ich gekommen.“ Im hypothetischen si-Satz steht dabei kein Conditionnel.

Zusammengesetzte Relativpronomen im FranzösischenPronoms Relatifs Composés

Nach einer Präposition richtet sich lequel in Geschlecht und Zahl nach seinem Bezugswort: la table sur laquelle, les sujets auxquels. Mit à und de entstehen teilweise zusammengezogene Formen wie auquel und duquel. Gibt es kein genanntes Bezugswort, entsprechen ce qui, ce que und ce dont meist dem deutschen „was“ oder „das, was“.

Das Participe présent im FranzösischenParticipe Présent

Das participe présent ist eine unveränderliche Verbform auf -ant: parlant, finissant, sachant. Es kann eine Handlung knapp beschreiben (les personnes parlant français), während das daraus entstandene adjectif verbal wie ein Adjektiv verwendet und angepasst wird (des histoires passionnantes). Steht davor en, handelt es sich dagegen um das Gérondif: en parlant.

Der Infinitif passé im FranzösischenInfinitif Passé

Der infinitif passé bezeichnet eine Handlung, die vor einer anderen Handlung oder einem Bezugspunkt abgeschlossen ist. Er besteht aus dem Infinitiv von avoir oder être und einem Partizip Perfekt: avoir mangé, être parti, s'être levé. Besonders häufig steht er nach après, nach Verben des Bedauerns oder Erinnerns und in Wendungen wie merci d'avoir….

Hervorhebungsstrukturen im FranzösischenMise en Relief

Mit c’est … qui hebt man das Subjekt einer Handlung hervor, mit c’est … que ein Objekt oder eine andere Satzangabe: C’est Léa qui décide und C’est ce dossier que Léa cherche. Soll dagegen eine ganze Aussage als Ausgangspunkt dienen, verwendet man ce qui/ce que … c’est: Ce qui compte, c’est le résultat.

Das Futur antérieur im FranzösischenFutur Antérieur

Das futur antérieur bezeichnet meist eine Handlung, die vor einem anderen zukünftigen Zeitpunkt abgeschlossen sein wird: Quand tu arriveras, j'aurai fini. Es besteht aus dem futur simple von avoir oder être und dem participe passé (der Form wie fini, pris oder parti). Außerdem kann es eine Vermutung über Vergangenes ausdrücken: Il aura oublié heißt dann „Er wird es wohl vergessen haben“.

Unterordnende Konjunktionen im FranzösischenConjonctions de Subordination

Französische unterordnende Konjunktionen verbinden einen Hauptsatz mit einem Nebensatz. Bien que, quoique, afin que und pour que verlangen den Subjonctif; tandis que, alors que, dès que und aussitôt que stehen normalerweise mit dem Indikativ. Besonders wichtig für Deutschsprachige: Nach dès que und aussitôt que kann im Französischen eine Zukunftsform stehen, obwohl im entsprechenden deutschen Nebensatz meist das Präsens verwendet wird.

Restriktive Verneinung im FranzösischenNégation Restrictive

Ne…que bedeutet „nur“ und ist trotz seiner Form keine echte Verneinung: Je n’ai que dix euros heißt „Ich habe nur zehn Euro“. Ne steht vor dem konjugierten Verb, que unmittelbar vor dem eingeschränkten Satzteil. Ne…plus que entspricht meist „nur noch“; nach sans verwendet man dagegen normalerweise kein zusätzliches ne.

Adverbien der Art und Weise im FranzösischenAdverbes de Manière

Adverbien der Art und Weise beschreiben, wie etwas geschieht: Il parle lentement bedeutet „Er spricht langsam“. Viele Formen entstehen aus der weiblichen Adjektivform plus -ment (lente → lentement); wichtig sind außerdem -amment, -emment und häufige Einzelwörter wie bien, mal und vite. Anders als ein Adjektiv wird ein Adverb nicht an Geschlecht oder Zahl angepasst.

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Passé simple im FranzösischenPassé Simple

Das passé simple erzählt in Literatur, Geschichtsschreibung und anderer gehobener Schriftsprache von abgeschlossenen Ereignissen: Il entra, regarda autour de lui et s'assit. Im heutigen Gespräch und in gewöhnlichen Alltagstexten steht dafür fast immer das passé composé. Zum Lesen musst du das passé simple sicher erkennen; aktiv brauchst du es vor allem, wenn du selbst in einem bewusst literarischen Stil schreibst.

Passé antérieur im FranzösischenPassé Antérieur

Das passé antérieur bezeichnet in literarischen Erzählungen eine Handlung, die unmittelbar vor einer anderen vergangenen Handlung abgeschlossen wurde: Quand il eut fini, il partit. Es besteht aus dem passé simple von avoir oder être und einem Partizip Perfekt: eut fini, fut arrivée. Im heutigen Gespräch verwendet man an seiner Stelle normalerweise das passé composé oder das plus-que-parfait.

Subjonctif imparfait im FranzösischenSubjonctif Imparfait

Der subjonctif imparfait ist eine heute seltene, vor allem literarische Form des französischen Subjonctifs: Je voulais qu’il vînt. In gehobenen älteren Texten steht er nach einem Verb der Vergangenheit dort, wo modernes Französisch meist den subjonctif présent verwendet: Je voulais qu’il vienne. Für das aktive Sprechen ist vor allem wichtig, die Formen vînt, fût, eût, pût und ähnliche Formen beim Lesen zu erkennen.

Zeitenfolge im FranzösischenConcordance des Temps

Die französische concordance des temps ordnet Ereignisse nicht einfach nach Kalenderzeit, sondern relativ zum Blickpunkt des Hauptsatzes: gleichzeitig, vorher oder nachher. Liegt dieser Blickpunkt in der Vergangenheit, stehen dafür häufig imparfait, plus-que-parfait, conditionnel présent und conditionnel passé. Anders als im Deutschen zeigt die indirekte Rede dabei meist keinen besonderen Redemodus; entscheidend sind Zeitform, Bedeutung und Perspektive.

Gehobene unpersönliche Wendungen im FranzösischenTournures Impersonnelles Avancées

In formellen französischen Texten übernimmt das unpersönliche il häufig die Stelle eines inhaltlich leeren deutschen es: Il ressort du rapport que… bedeutet „Aus dem Bericht geht hervor, dass …“. Entscheidend sind die Ergänzungen: que + gebeugtes Verb nennt einen Befund, à + Person + de + Infinitiv weist eine Pflicht, Zuständigkeit oder Befugnis zu. Wendungen wie il appert que, il incombe à und il échoit à gehören vor allem zur Verwaltungs-, Geschäfts- und Rechtssprache.

Komplexe Inversion im FranzösischenInversion Complexe

In gehobenem Französisch kann ein vorangestelltes Adverb die Reihenfolge von Subjekt und Verb umkehren: Peut-être viendra-t-il („Vielleicht kommt er“) oder À peine était-il parti que… („Kaum war er gegangen, da …“). Bei einem Substantiv als Subjekt sind außerdem die komplexe Inversion (Paul viendra-t-il ?) und die einfache nominale Inversion (Ainsi commence le récit) zu unterscheiden. Diese Formen begegnen dir vor allem in sorgfältiger Schriftsprache, in Reden und im journalistischen Stil.

Nominalisierung im FranzösischenNominalisation

Bei der Nominalisierung wird eine Handlung oder Eigenschaft als Substantiv ausgedrückt: développer l’économie wird zu le développement de l’économie, possible zu la possibilité. Solche Formen verdichten Informationen und sind besonders in wissenschaftlichen, journalistischen und administrativen Texten häufig. Die passende Endung, das Genus und die anschließenden Ergänzungen müssen jedoch meist zusammen mit dem Substantiv gelernt werden.

Formelles Register im FranzösischenRegistre Soutenu

Das registre soutenu ist die gehobene, sorgfältig formulierte Varietät des Französischen: Man begegnet ihr in offizieller Korrespondenz, Reden, anspruchsvollen Sachtexten und bestimmten beruflichen Situationen. Sie zeichnet sich nicht nur durch Wörter wie nonobstant oder eu égard à aus, sondern auch durch vollständige Verneinungen, präzise Satzverknüpfungen, das formelle vous und fest etablierte Höflichkeitsformeln. Entscheidend ist die Angemessenheit — ein möglichst komplizierter Satz ist nicht automatisch ein guter formeller Satz.

Bedeutungsnuancen pronominaler Verben im FranzösischenNuances des Verbes Pronominaux

Bei vielen französischen Verben ist das Reflexivpronomen kein bloßer Hinweis darauf, dass jemand etwas „mit sich selbst“ tut: Es gehört zu einer festen Verbindung und verändert die Bedeutung. So heißt passer „vorbeigehen“ oder „verbringen“, se passer dagegen unter anderem „geschehen“, und s’en passer bedeutet „ohne etwas auskommen“. Solche Verbindungen lernt man am zuverlässigsten als Einheit — einschließlich se, y, en und der jeweiligen Präposition.

Liaison und Enchaînement im FranzösischenLiaison et Enchaînement

Bei der Liaison wird ein sonst stummer Endkonsonant vor einem folgenden Vokal hörbar: les enfants klingt ungefähr wie lé-z-enfants. Beim Enchaînement ist der Endkonsonant ohnehin hörbar und wird beim Sprechen an die nächste Silbe angebunden: avec elle wird zu a-vè-kelle. Entscheidend ist nicht nur die Schreibweise, sondern auch, ob die jeweilige Verbindung verpflichtend, verboten oder vom Sprachregister abhängig ist.

C2 (9)

Der Subjonctif Plus-que-parfait im FranzösischenSubjonctif Plus-que-parfait

Der subjonctif plus-que-parfait ist eine fast ausschließlich literarische Verbform: subjonctif imparfait von avoir oder être + participe passé, etwa eût compris oder fût partie. Er bezeichnet meist ein bereits abgeschlossenes Geschehen in einem Nebensatz der Vergangenheit oder erscheint in sehr gehobenen irrealen Bedingungssätzen. Im heutigen Französisch ersetzt man ihn gewöhnlich durch den subjonctif passé, das plus-que-parfait de l’indicatif oder den conditionnel passé.

Das conditionnel surcomposé im FranzösischenConditionnel Surcomposé

Das conditionnel surcomposé ist eine äußerst seltene, vor allem regional vorkommende Erweiterung des conditionnel passé: j’aurais fini wird zu j’aurais eu fini. Die zusätzliche Form eu oder été hebt hervor, dass ein hypothetischer Vorgang zu einem bestimmten vergangenen Zeitpunkt bereits vollständig abgeschlossen gewesen wäre. Im überregionalen Standardfranzösisch drückt man denselben Gedanken fast immer mit dem normalen conditionnel passé und Wörtern wie déjà, entièrement oder avant aus.

Das *ne explétif* im FranzösischenNe Explétif

Das ne explétif ist ein nicht verneinendes ne: J’ai peur qu’il ne vienne bedeutet „Ich fürchte, dass er kommt“, nicht „dass er nicht kommt“. Es erscheint vor allem in gehobenem Französisch nach Ausdrücken des Fürchtens und Verhinderns, nach avant que, à moins que und de peur que sowie in bestimmten Vergleichen. Meist kann es entfallen, ohne dass sich die Aussage ändert.

Archaische Formen im FranzösischenArchaïsmes

Archaische französische Formen gehören vor allem zur älteren Literatur, zu historischen Erzählungen und zu bewusst altertümelnder Sprache. Ausdrücke wie ne…point, moult, céans oder oncques sollte man auf C2-Niveau sicher erkennen und stilistisch einordnen; im heutigen neutralen Französisch ersetzt man sie meist durch ne…pas, beaucoup, ici oder jamais. Manche Formen, besonders naguère und ne…point, kommen jedoch weiterhin in gehobenen Texten vor und sind deshalb nicht einfach „falsch“ oder vollständig ausgestorben.

Umgangssprache im FranzösischenRegistre Familier

Im gesprochenen, vertrauten Französisch werden Formen oft verkürzt und Sätze anders gebaut als in sorgfältiger Schriftsprache: Je ne sais pas wird zu J'sais pas, nous häufig zu on, und eine Aussage wird allein durch steigende Intonation zur Frage. Dazu kommen Kurzwörter wie resto, Verlan-Wörter wie ouf und Gesprächssignale wie genre, quoi oder tu vois. Entscheidend ist nicht, alles nachzuahmen, sondern Form, Wirkung und passende Situation sicher einzuschätzen.

Regionale Variation im FranzösischenVariation Régionale

Französisch ist keine überall identische Sprache: Je nach Region unterscheiden sich Wortschatz, Aussprache, feste Wendungen und manchmal auch Satzbau. Septante, un char oder un natel sind deshalb nicht einfach „falsches Französisch“, sondern regional verankerte Formen. Entscheidend ist, sie geografisch und stilistisch richtig einzuordnen und nicht jede Form wahllos selbst zu verwenden.

Rhetorische Mittel im FranzösischenProcédés Rhétoriques

Rhetorische Mittel verändern nicht in erster Linie den Sachinhalt, sondern dessen Wirkung: Eine Aussage kann zurückhaltender, eindringlicher, pointierter oder spannender klingen. Im Französischen gehören dazu besonders litote, hyperbole, chiasme, anaphore, question rhétorique, bewusste Satzfragmente und Konstruktionen, die den entscheidenden Gedanken bis zum Ende aufschieben. Auf C2-Niveau geht es darum, diese Formen im Kontext zu erkennen und sie passend zu Textsorte und Register einzusetzen.

Diskurskonnektoren im FranzösischenConnecteurs de Discours

Fortgeschrittene Diskurskonnektoren zeigen nicht nur, dass zwei Aussagen zusammengehören, sondern auch, wie die sprechende Person ihr Verhältnis bewertet. En revanche stellt einen Gegensatz oder Ausgleich her, néanmoins und toutefois räumen einen Einwand ein, par ailleurs und en outre ergänzen die Argumentation. Feste Wendungen wie force est de constater que geben einer Schlussfolgerung zusätzlich Gewicht.

Französische Verwaltungs- und RechtsspracheLangue Administrative

Die französische langue administrative verdichtet Handlungen häufig zu Substantiven, lässt handelnde Personen in Passiv- und unpersönlichen Konstruktionen zurücktreten und greift auf feste Formeln zurück. Wendungen wie Il est porté à votre connaissance que… oder Sous réserve de… sollte man als funktionale Bausteine lesen: Sie informieren, begrenzen eine Aussage oder schaffen eine rechtliche Voraussetzung.