Englisch-Grammatik
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A1 (30)
Die englischen Subjektpronomen lauten I, you, he, she, it, we und they. Sie stehen für die Person oder Sache, die etwas tut oder über die etwas ausgesagt wird: She works, It is cold. Anders als im Deutschen deckt you sowohl du und ihr als auch das höfliche Sie ab.
Das englische Verb to be entspricht meist „sein“. Im Präsens hat es drei Formen: am nach I, is nach he, she, it und are nach you, we, they. Anders als im Deutschen darf diese Verbform in einem vollständigen Satz normalerweise nicht fehlen: She is tired, nicht She tired.
A und an bezeichnen eine einzelne, noch nicht näher bestimmte Person oder Sache: a car, an apple. The steht, wenn klar ist, welche Person oder Sache gemeint ist: the car outside. Bei allgemeinen Aussagen mit einem Plural oder einem nicht zählbaren Wort steht meist gar kein Artikel: Dogs are friendly, Water is essential.
Die meisten englischen Substantive (Wörter für Personen, Dinge oder Begriffe) bilden den Plural mit -s: book → books. Nach bestimmten Lauten steht -es (box → boxes); außerdem gibt es Muster wie baby → babies und wichtige unregelmäßige Formen wie child → children. Für den Einstieg reicht: zuerst die regelmäßigen Endungen lernen, häufige Ausnahmen als Wortpaare einprägen.
Im Präsens heißt to have bei I, you, we, they einfach have, bei he, she, it dagegen has: I have time, aber She has time. Fragen und Verneinungen bildet man meist mit do/does: Do you have time? – He doesn’t have time. Im britischen Englisch ist für Besitz außerdem have got sehr gebräuchlich: She’s got time.
Das Present Simple beschreibt vor allem Gewohnheiten, regelmäßige Abläufe, dauerhafte Zustände und allgemeine Tatsachen: I walk to work oder Water boils at 100°C. Meist steht das Verb in der Grundform; nur bei he, she, it kommt -s oder -es hinzu: she works, he watches. Für eine Handlung, die genau jetzt im Gang ist, braucht man dagegen normalerweise das Present Continuous: She is working now.
Bei den meisten Verben lautet die Verneinung do not (don't) + Grundform oder in der 3. Person Singular does not (doesn't) + Grundform: I don't work und She doesn't work. Das -s steckt bereits in does, deshalb bekommt das Hauptverb danach nie ein weiteres -s. Das Verb be ist die wichtigste Ausnahme: He isn't tired, nicht He doesn't be tired.
Die meisten Fragen im Simple Present folgen dem Muster do/does + Subjekt + Grundform des Verbs: Do you work here? und Does she work here? Do steht bei I, you, we, they, does bei he, she, it. Nach does bleibt das Hauptverb immer in der Grundform: Does he work?, nicht Does he works?
This und these weisen meist auf etwas Nahes, that und those auf etwas Weiteres. Für eine einzelne Sache oder Person stehen this/that, für mehrere these/those: this book, that book, these books, those books.
Die englischen Possessivbegleiter my, your, his, her, its, our und their stehen vor einem Substantiv und zeigen, zu wem oder wozu etwas gehört: my phone, her name, their children. Ihre Form richtet sich nach dem Besitzer, nicht nach dem Geschlecht oder der Zahl der besessenen Sache. Vor dem Substantiv stehen sie ohne a, an oder the.
Die englischen Objektpronomen heißen me, you, him, her, it, us und them. Sie stehen für eine Person oder Sache, auf die sich eine Handlung richtet, und werden auch nach Präpositionen verwendet: She knows him, Come with us. Anders als im Deutschen unterscheiden ihre Formen nicht zwischen Akkusativ und Dativ.
Mit there is führst du eine einzelne Sache oder eine nicht zählbare Menge ein; mit there are mehrere Sachen: There is a café nearby und There are two cafés nearby. In Fragen steht is oder are am Anfang: Is there …?, Are there …? Im Deutschen entspricht die Konstruktion je nach Zusammenhang meist „es gibt“, „da ist/sind“ oder einem Verb wie „liegen“ und „stehen“.
Für Orte gilt als erste Orientierung: in bezeichnet meist einen Raum oder ein Gebiet, on eine Oberfläche und at einen Punkt. Weitere wichtige Ortspräpositionen sind under (unter), behind (hinter), in front of (vor), next to (direkt neben) und between (zwischen). Die deutsche Übersetzung allein reicht jedoch nicht immer aus: an der Wand heißt zum Beispiel on the wall.
Verwende at für genaue Zeitpunkte (at 8 o'clock), on für Tage und Daten (on Monday, on 5 May) und in für längere Zeiträume wie Monate, Jahre und Jahreszeiten (in January, in 2026, in winter). Vor this, next, last und every steht normalerweise keine Präposition: this morning, next week, last year, every Monday.
Mit can + Grundform drückt man aus, dass jemand etwas kann oder darf: I can swim heißt „Ich kann schwimmen“, You can sit here heißt „Du darfst hier sitzen“. Can bleibt bei allen Personen gleich; Verneinungen lauten cannot/can't, und Fragen beginnen direkt mit can: Can you help me?
Mit what, where, when, who, why und how fragt man nach Sachen, Orten, Zeiten, Personen, Gründen und der Art und Weise. Meist folgt auf das Fragewort ein Hilfsverb und dann das Subjekt: Where do you live? Steht who oder what selbst für die handelnde Person oder Sache, entfällt diese Umstellung: Who called?
Mit which fragst du nach einer Auswahl: Which train do we need? Mit how much fragst du nach der Menge eines nicht zählbaren Nomens oder nach einem Preis; how many steht vor zählbaren Nomen im Plural. Der wichtigste Gegensatz lautet also: how much water, aber how many bottles.
Englische Kardinalzahlen geben eine Anzahl an: one, two, three und so weiter. Von 21 bis 99 steht zuerst der Zehner und dann der Einer, verbunden durch einen Bindestrich: twenty-one — anders als bei deutschem „einundzwanzig“. Für 100 lautet die sichere Grundform one hundred.
Englische Ordnungszahlen geben eine Reihenfolge oder Position an: first (erste/r/s), second (zweite/r/s), third (dritte/r/s), danach meist Grundzahl + -th. Als Ziffer schreibt man 1st, 2nd, 3rd, 4th; bei 11, 12 und 13 steht immer -th: 11th, 12th, 13th. Vor einem Nomen steht häufig the, zum Beispiel the first day.
Für volle Stunden sagt man It's three o'clock. Für andere Uhrzeiten kann man entweder von der vergangenen oder kommenden vollen Stunde aus rechnen (half past ten, quarter to five) oder die Ziffern direkt lesen (nine thirty). Bei einem konkreten Zeitpunkt steht meist die Präposition (ein kurzes Verhältniswort) at: The meeting starts at nine thirty.
Englische Wochentage und Monate beginnen immer mit einem Großbuchstaben: Monday, July. Vor einem Wochentag oder einem konkreten Datum steht meist on, vor einem Monat oder Jahr in: on Friday, on 4 July, aber in July und in 2026. Britisches Englisch ordnet gewöhnlich Tag–Monat, amerikanisches Englisch Monat–Tag.
Englische Adjektive beschreiben Personen, Dinge und Zustände. Sie stehen meist vor einem Nomen (a small cat) oder nach be (The cat is small). Anders als im Deutschen bekommen sie dabei keine Endung: a small cat, two small cats und the small house verwenden immer dieselbe Form small.
Englische Häufigkeitsadverbien stehen normalerweise vor einem Vollverb: I often cook at home. Beim Verb be stehen sie dagegen danach: I am often tired. Genaue Zeitangaben wie every day oder twice a week stehen meist am Satzende.
Zählbare Nomen kann man direkt zählen: one apple, two apples. Nicht zählbare Nomen bezeichnen meist Stoffe, Mengen oder abstrakte Inhalte und stehen normalerweise nicht im Plural: water, money, information. Deshalb heißt es How many apples?, aber How much water?
In bejahten Aussagen steht meistens some, in verneinten Aussagen und neutralen Fragen meistens any: We have some milk, We don't have any milk, Do we have any milk? Bei Angeboten und Bitten verwendet man jedoch oft some, weil eine positive Antwort erwartet oder erhofft wird: Would you like some milk?
Für eine englische Aufforderung steht normalerweise einfach die Grundform des Verbs ohne Subjekt: Open the door. Die Verneinung lautet don't + Grundform: Don't touch that. Mit please wird die Aufforderung höflicher; let's + Grundform macht einen Vorschlag, der die sprechende Person einschließt: Let's go.
Mit and (und), but (aber), or (oder), so (also/deshalb) und because (weil/denn) verbindet man Wörter, Wortgruppen oder einfache Sätze. And, but, or und so verbinden meist gleichrangige Teile; because leitet einen Grund ein. Anders als nach deutschem weil bleibt die englische Reihenfolge dabei unverändert: because I am busy, nicht because I busy am.
Das Present Continuous bildet man mit der passenden Präsensform von to be und einem Verb auf -ing: I am reading, she is working, they are waiting. Es bezeichnet vor allem etwas, das gerade geschieht oder nur vorübergehend gilt; außerdem kann es eine feste persönliche Verabredung in der Zukunft ausdrücken.
Stative verbs bezeichnen meist einen Zustand, ein Gefühl, einen Gedanken oder einen Besitz und stehen deshalb normalerweise nicht im Present Continuous. Man sagt I know the answer, nicht I'm knowing the answer. Einige Verben können aber je nach Bedeutung Zustand oder Handlung ausdrücken: I think you're right bedeutet „Ich glaube, du hast recht“, während I'm thinking about the problem einen gerade laufenden Denkprozess beschreibt.
Für Besitz und Zugehörigkeit hängt man im Englischen an eine Person oder ein Nomen im Singular meist 's an: John's car. Endet eine regelmäßige Pluralform bereits auf s, kommt nur ein Apostroph hinzu: my parents' house. Bei Sachen und längeren Verbindungen ist häufig eine Konstruktion mit of natürlicher: the end of the movie.
A2 (15)
Für abgeschlossene Handlungen in der Vergangenheit hängt man bei regelmäßigen englischen Verben meist -ed an die Grundform: work → worked, play → played. Diese Form ist für alle Personen gleich: I worked, she worked, we worked. Einige Verben ändern dabei ihre Schreibweise, und die Endung wird nicht immer wie eine zusätzliche Silbe ausgesprochen.
Im Past Simple erhalten unregelmäßige Verben keine normale -ed-Endung, sondern eine eigene Vergangenheitsform: go → went, see → saw, take → took. Diese Form steht nur in bejahten Sätzen; nach did oder didn't verwendet man wieder die Grundform: Did you go? und I didn't go.
Für Verneinungen im Past Simple verwendet man didn't + Grundform: She didn't call. Fragen beginnen mit Did + Subjekt + Grundform: Did she call? Weil did bereits die Vergangenheit ausdrückt, steht das Hauptverb immer in der unveränderten Grundform – also didn't go, niemals didn't went.
Was und were sind die Vergangenheitsformen von be („sein“). Verwende was nach I, he, she, it und were nach you, we, they: I was tired, aber They were tired. Fragen beginnen mit was oder were; für Verneinungen setzt man not dahinter.
Das Past Continuous beschreibt meist etwas, das zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit gerade im Gange war. Es wird mit was/were + Verb auf -ing gebildet: I was sleeping when you called. Häufig liefert diese Form den Hintergrund, während das Past Simple ein kürzeres Ereignis ausdrückt.
Das Present Perfect Simple verbindet Vergangenes mit der Gegenwart. Es wird mit have/has + Past Participle gebildet: I have finished oder She has arrived. Man verwendet es vor allem für Erfahrungen, aktuelle Folgen und Zeiträume, die noch nicht abgeschlossen sind – aber normalerweise nicht zusammen mit einem eindeutig abgeschlossenen Zeitpunkt wie yesterday.
Das Present Perfect verbindet Vergangenes mit der Gegenwart: I've lost my keys bedeutet, dass die Schlüssel jetzt noch weg sind. Das Past Simple ordnet ein Ereignis einer abgeschlossenen Vergangenheit zu: I lost my keys yesterday. Sobald ein bestimmter, abgeschlossener Zeitpunkt genannt oder mitgedacht wird, steht normalerweise das Past Simple.
Das will-Future wird mit will + Grundform des Verbs gebildet: I will call, she will come. Die Form ist bei allen Personen gleich; verneint wird mit will not oder won't, bei Fragen steht will vor dem Subjekt. Besonders häufig bezeichnet sie Vorhersagen, spontane Entschlüsse, Angebote und Versprechen.
Mit am/is/are + going to + Grundform des Verbs spricht man über bereits bestehende Pläne und Absichten oder über Vorhersagen, für die es jetzt erkennbare Anzeichen gibt: I'm going to call her und It's going to rain. Nur be wird an die Person angepasst; das Verb nach going to bleibt unverändert.
Mit dem Komparativ (der Vergleichsform eines Eigenschaftsworts) vergleicht man zwei Personen, Dinge oder Situationen. Kurze Adjektive erhalten meist -er (taller), längere stehen meist mit more (more interesting); der Vergleich folgt häufig mit than: taller than me. Einige häufige Formen sind unregelmäßig, etwa good → better und bad → worse.
Mit dem Superlativ bezeichnet man den höchsten oder niedrigsten Grad innerhalb einer Gruppe: the tallest („der/die größte“) oder the most interesting („der/die/das interessanteste“). Kurze Adjektive erhalten meistens -est, längere stehen mit the most; wichtige unregelmäßige Formen sind best, worst und furthest. Vor einem Superlativ steht gewöhnlich the, sofern nicht bereits ein Wort wie my oder this diese Stelle einnimmt.
Mit should gibt man einen Rat; must drückt eine starke Pflicht oder Notwendigkeit aus. Besonders wichtig ist der Gegensatz zwischen mustn't („darf nicht“) und don't have to („muss nicht, braucht nicht“): Das eine verbietet etwas, das andere lässt die Wahl.
Mit have to + Grundform des Verbs drückt man meist eine Pflicht oder Notwendigkeit aus: I have to work. Bei he, she, it wird daraus has to. Fragen und Verneinungen bildet man mit do/does/did: Does she have to work? und She doesn't have to work.
Adverbien der Art und Weise geben an, wie etwas geschieht: She speaks slowly bedeutet „Sie spricht langsam“. Meist entsteht die Form aus einem Adjektiv plus -ly (slow → slowly), doch wichtige Ausnahmen sind good → well, fast → fast und hard → hard. Anders als im Deutschen muss man deshalb häufig zwischen Adjektiv und Adverb unterscheiden.
Ein Relativsatz beschreibt eine Person oder Sache genauer: the woman who called („die Frau, die angerufen hat“). In notwendigen, näher bestimmenden Relativsätzen steht who für Personen, which für Dinge und that für beides. Anders als im Deutschen setzt man bei solchen englischen Relativsätzen keine Kommas.
B1 (13)
Das Present Perfect Continuous verbindet Vergangenheit und Gegenwart: Eine Tätigkeit begann früher und dauert noch an oder hat gerade erst aufgehört und ist jetzt noch erkennbar. Gebildet wird es mit have/has been + Verb auf -ing: I have been waiting. Im Deutschen entspricht dem oft ein Präsens mit seit: „Ich warte seit einer Stunde.“
Das Past Perfect bezeichnet meist etwas, das vor einem anderen Zeitpunkt in der Vergangenheit geschehen oder abgeschlossen war. Es wird mit had + past participle gebildet: When I arrived, they had left – „Als ich ankam, waren sie schon gegangen.“ Für alle Personen steht dieselbe Form had.
Das First Conditional beschreibt eine reale oder gut mögliche Bedingung in der Zukunft und ihre wahrscheinliche Folge: If it rains, I'll stay home. Im Satzteil mit if steht normalerweise das Simple Present, im anderen Satzteil meist will + Grundform: if + Präsens, will + Verb. Anders als im Deutschen steht nach if also gewöhnlich kein will.
Das Second Conditional beschreibt eine vorgestellte, unwahrscheinliche oder nicht reale Situation in der Gegenwart oder Zukunft. Das Grundmuster lautet if + past simple, would + Grundform: If I had more time, I would learn Japanese. Die Vergangenheitsform in der if-Klausel bezeichnet dabei normalerweise keine vergangene Zeit, sondern macht die Situation hypothetisch.
Mit may, might und could drückt man aus, dass etwas möglich ist: She might come („Vielleicht kommt sie“). Must bezeichnet einen sehr sicheren positiven Schluss, can't einen sehr sicheren negativen: He must be tired („Er muss müde sein“), aber That can't be true („Das kann nicht wahr sein“). Nach diesen Modalverben steht der Infinitiv ohne to.
Das englische Passiv besteht aus einer passenden Form von be und dem Partizip II: The door is opened every morning. Was geschieht oder wer davon betroffen ist, steht im Mittelpunkt; der Handelnde kann mit by ergänzt werden, bleibt aber häufig unerwähnt. Die Zeit wird an be ausgedrückt, während das Partizip II gleich bleibt: is made, was made, has been made, will be made.
Mit der indirekten Rede gibst du den Inhalt einer Äußerung wieder, ohne sie wörtlich zu zitieren: “I am tired,” he said wird zu He said (that) he was tired. Steht das einleitende Verb in der Vergangenheit, rückt die ursprüngliche Zeitform meist eine Stufe in die Vergangenheit; außerdem werden Pronomen sowie Zeit- und Ortsangaben an die neue Perspektive angepasst.
Bei einer indirekt wiedergegebenen Frage steht nach ask entweder if/whether bei Ja-/Nein-Fragen oder das ursprüngliche Fragewort. Danach folgt die Wortstellung eines Aussagesatzes: She asked where I lived, nicht where did I live. Ist der ganze Satz eine Aussage, steht am Ende kein Fragezeichen.
Mit where bezieht sich ein Relativsatz auf einen Ort, mit when auf einen Zeitpunkt oder Zeitraum und mit whose auf eine Zugehörigkeit: the café where we met, the year when I moved, the woman whose bag was missing. Notwendige Angaben stehen im Englischen ohne Kommas; reine Zusatzinformationen werden durch Kommas abgetrennt. Ein Relativpronomen als Objekt kann in einem notwendigen Relativsatz oft entfallen: the film (that) we watched.
Used to + Grundform beschreibt frühere Gewohnheiten oder Zustände, die heute nicht mehr gelten: I used to live in Paris. Would + Grundform eignet sich nur für wiederholte vergangene Handlungen: Every summer, we would visit Paris. Be used to + Substantiv oder -ing-Form bedeutet dagegen „an etwas gewöhnt sein“.
Nach manchen englischen Verben steht der Infinitiv mit _to_ (want to leave), nach anderen das Gerundium auf _-ing_ (enjoy reading). Nach einer Präposition folgt grundsätzlich die -ing-Form (interested in learning). Einige Verben erlauben beide Formen, doch manchmal ändert sich dadurch die Bedeutung: stop smoking heißt „mit dem Rauchen aufhören“, stop to smoke dagegen „anhalten, um zu rauchen“.
Too bedeutet „mehr als gut, nötig oder möglich“ und steht vor einem Adjektiv oder Adverb: too expensive, too slowly. Enough bedeutet „ausreichend“: Es steht vor einem Substantiv (enough time), aber nach einem Adjektiv oder Adverb (warm enough, quickly enough). Mit to + Infinitiv nennt man häufig die Folge: too tired to work oder old enough to drive.
Ein Phrasal Verb verbindet ein Verb mit einem kurzen Wort wie up, down, on, off, out oder in; zusammen haben beide oft eine neue Bedeutung: give up heißt „aufgeben“, nicht wörtlich „nach oben geben“. Bei trennbaren Verbindungen kann ein Substantiv zwischen Verb und Partikel stehen, ein Objektpronomen muss dort stehen: turn the light off, aber immer turn it off. Untrennbare Verbindungen wie look after bleiben dagegen zusammen.
B2 (10)
Das Third Conditional beschreibt eine vergangene Bedingung, die nicht mehr erfüllt werden kann, und ihr ebenfalls nicht eingetretenes Ergebnis: If I had known, I would have told you. Die Grundform lautet if + Past Perfect, would have + past participle. Auf Deutsch entspricht das oft einem Satz wie „Wenn ich es gewusst hätte, hätte ich es dir gesagt“.
Bei Mixed Conditionals liegen Bedingung und Folge auf verschiedenen Zeitebenen. Meist verbindet man entweder eine nicht eingetretene Bedingung in der Vergangenheit mit einer Folge in der Gegenwart (If I had studied harder, I would be a doctor now) oder einen heute bestehenden unwirklichen Zustand mit einer vergangenen Folge (If I were more careful, I wouldn't have made that mistake).
Nach wish und if only zeigt eine Vergangenheitsform oft keine vergangene Zeit, sondern Abstand zur Wirklichkeit: I wish I had more time bedeutet „Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit“. Für Vergangenes steht das Past Perfect (I wish I had studied), und would beschreibt meist eine gewünschte Änderung oder eine Beschwerde (I wish you would listen). If only folgt denselben Zeitregeln, klingt aber emotionaler: „Wenn doch nur …!“
Mit Modalverb + have + Partizip Perfekt beurteilt man im Nachhinein ein vergangenes Geschehen: She must have forgotten bedeutet „Sie muss es vergessen haben“. Must have drückt eine sehr sichere Schlussfolgerung aus, may/might/could have eine Möglichkeit und can't/couldn't have eine für unmöglich gehaltene Erklärung. Should have gehört formal zum selben Muster, bewertet aber meist, was besser gewesen wäre oder was eigentlich zu erwarten war.
Das Future Perfect beschreibt etwas, das vor einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft abgeschlossen sein wird. Es wird mit will have + past participle gebildet: By Friday, I will have finished the report. Der zukünftige Zeitpunkt steht häufig bei by, by the time oder before.
Das Future Continuous bezeichnet meist eine Handlung, die zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft gerade im Verlauf sein wird: This time tomorrow, I'll be flying to Paris. Gebildet wird es mit will be + Verb auf -ing. Außerdem kann die Form einen erwarteten Ablauf beschreiben oder höflich nach den Plänen einer Person fragen.
Bei Verben mit zwei Objekten kann im englischen Passiv entweder die empfangende Person oder die übergebene Sache zum Subjekt werden: I was given a key oder A key was given to me. Mit have/get + Objekt + past participle drückt man aus, dass man etwas von einer anderen Person erledigen lässt: I had my car repaired. Get + past participle bildet außerdem ein eher informelles Passiv, das oft ein Ereignis oder eine Veränderung hervorhebt: The window got broken.
Mit einer Cleft Sentence („Spaltsatz“) hebt man einen bestimmten Teil einer Aussage hervor. Aus John broke the window wird zum Beispiel It was John who broke the window, wenn gerade John die wichtige oder korrigierte Information ist; What I need is a holiday rückt dagegen das Benötigte in den Mittelpunkt.
Englische Partizipialkonstruktionen verkürzen Relativ- oder Adverbialsätze: The woman waiting outside entspricht etwa „die Frau, die draußen wartet“, und Exhausted, she went to bed bedeutet „Weil sie erschöpft war, ging sie ins Bett“. -ing drückt meist eine aktive Handlung aus, das Partizip II oft eine passive oder abgeschlossene Situation. Mit having + Partizip II wird deutlich, dass eine Handlung vor der des Hauptsatzes abgeschlossen war.
Steht ein negativer oder stark einschränkender Ausdruck am Satzanfang, folgt im Englischen häufig die Reihenfolge Hilfsverb + Subjekt + Vollverb: Never have I seen this statt Never I have seen this. Der Satz sieht dadurch teilweise wie eine Frage aus, bleibt aber eine Aussage. Besonders häufig ist dieses Muster in formeller Schriftsprache, Reden und dramatischen Erzählungen.
C1 (8)
Der englische Subjunctive bezeichnet etwas Gefordertes, Empfohlenes, Gewünschtes oder nur Vorgestelltes, nicht einfach eine Tatsache. Nach Ausdrücken wie suggest that, demand that und it is essential that steht im formellen Englisch die unveränderte Grundform: I suggest that he go und It is essential that she be informed. Bei hypothetischem be kann für alle Personen were stehen: If I were you.
Ausdrücke wie be bound to, be supposed to, be meant to, be to, would rather und had better beschreiben nicht einfach nur Möglichkeit oder Pflicht. Sie zeigen auch, woher eine Erwartung kommt, wie sicher eine Aussage ist, ob etwas geplant war oder wie nachdrücklich ein Rat gemeint ist. Entscheidend sind deshalb nicht nur die Form, sondern auch Situation, Zeitbezug und Sprachregister.
Bei Aussagen aus zweiter Hand bietet das Englische zwei formelle Passivmuster: It is believed that he is innocent und He is believed to be innocent. Im zweiten Muster folgt auf das Subjekt eine passive Form eines Berichtsverbs und ein Infinitiv; dessen Form zeigt, ob ein Vorgang gleichzeitig stattfindet, gerade im Verlauf ist oder schon vorher abgeschlossen war.
Formelle Diskursmarker machen deutlich, wie zwei Aussagen logisch zusammenhängen: moreover ergänzt ein Argument, nevertheless räumt einen Gegensatz ein und consequently nennt eine Folge. Die meisten dieser Wörter verbinden nicht einfach zwei Hauptsätze wie and oder but; deshalb sind Satzgrenzen und Kommas besonders wichtig.
Im Englischen können bereits verständliche Wörter entfallen oder durch kurze Formen ersetzt werden: I can swim, and Mia can too statt Mia can swim too. Entscheidend ist, das passende Hilfsverb beizubehalten: So am I, So do I, Neither can she. Ganze Aussagen lassen sich außerdem mit so oder not aufnehmen: I hope so, If not, call me.
Ein Nominalsatz übernimmt im größeren Satz eine Aufgabe, die sonst oft eine Nominalgruppe wie the answer oder his decision erfüllt: What he said was true oder I know that he left. Häufig beginnen solche Sätze mit that, einem Fragewort wie what oder why, oder mit whether/if. Anders als in einer direkten Frage steht im eingebetteten Satz die normale Reihenfolge Subjekt + Verb: I know where she is, nicht where is she.
Mit Hedging Language formulierst du eine Aussage bewusst weniger absolut: The data suggest that... statt The data prove that.... Dazu dienen unter anderem Modalverben wie might, Verben wie seem und tend to, Gradwörter wie somewhat sowie Wendungen wie It could be argued that.... Besonders in wissenschaftlichen und formellen Texten zeigt diese sprachliche Vorsicht nicht Unsicherheit, sondern Genauigkeit.
Mehrteilige englische Phrasal Verbs wie put up with, come up with und get away with bilden jeweils eine feste Bedeutungseinheit. Bei den hier behandelten Verben steht ein Objekt hinter der gesamten Verbindung: put up with the noise oder put up with it. Endet die Verbindung mit einer Präposition, folgt auf ein weiteres Verb normalerweise die -ing-Form: look forward to seeing you.
C2 (8)
Literarisches Englisch nutzt vertraute Zeitformen oft nicht nur zur zeitlichen Einordnung, sondern auch zur Steuerung von Nähe, Tempo und Perspektive. Das historische Präsens macht Vergangenes unmittelbar, das Future Perfect Continuous blickt von einem künftigen Zeitpunkt auf eine laufende Dauer zurück, und Formen wie thou, doth oder hath markieren ältere Sprachstufen oder bewusst altertümlichen Stil.
Formen wie hereby, thereof, wherein, henceforth und notwithstanding verdichten Bezüge, Bedingungen und Rechtsfolgen; thou, thee, hath oder be it known signalisieren dagegen meist ältere, feierliche oder bewusst altertümliche Sprache. Auf C2-Niveau geht es vor allem darum, solche Formen im Zusammenhang richtig aufzulösen. Für die eigene Alltagssprache sind sie fast nie geeignet, und auch in modernen Verträgen ist eine klare Umschreibung häufig besser.
Englische Varietäten unterscheiden sich nicht nur in Aussprache und Wortschatz, sondern auch in der Grammatik. So stehen etwa britisches Have you got ...? und amerikanisches Do you have ...? gleichberechtigt nebeneinander, während Formen wie ain't, y'all und innit stärker regional oder sozial markiert sind. Auf C2-Niveau geht es deshalb weniger um „richtig gegen falsch“ als darum, wer welche Form in welcher Situation verwendet.
Rhetorische Mittel verändern nicht in erster Linie den Sachverhalt, sondern dessen Wirkung: Eine Aussage kann eindringlicher, höflicher, ironischer oder einprägsamer klingen. Im Englischen gehören dazu rhetorische Fragen, Litotes, Hyperbeln und Understatement ebenso wie Parallelismus, Chiasmus und Antithese. Entscheidend ist neben der Form immer der Kontext, denn derselbe Satz kann wörtlich oder rhetorisch gemeint sein.
Gutes formelles Englisch ist präzise, nachvollziehbar und der Leserschaft angemessen – nicht einfach möglichst kompliziert. Passivformen, vorsichtige Formulierungen und Nominalisierungen können den Fokus gezielt verschieben; sie sollten aber nicht Handelnde, Belege oder klare Aussagen verdecken. Abkürzungen wie e.g., i.e., etc., viz. und cf. sind nützlich, unterliegen jedoch je nach Fachgebiet und Stilhandbuch unterschiedlichen Konventionen.
Fortgeschrittene englische Redewendungen versteht man nicht, indem man jedes Wort einzeln übersetzt. Entscheidend sind die übertragene Gesamtbedeutung, das feste Satzmuster und die kommunikative Wirkung: The ball is in your court heißt beispielsweise nicht nur „Du bist dran“, sondern überträgt der angesprochenen Person auch die Verantwortung für den nächsten Schritt.
Kollokationen sind Wörter, die im üblichen Sprachgebrauch bevorzugt zusammen auftreten: Man sagt make a decision, heavy rain, pose a threat und draw a conclusion. Andere Kombinationen können grammatisch verständlich sein, klingen aber untypisch oder verändern die beabsichtigte Bedeutung. Auf C2-Niveau kommt es deshalb nicht nur darauf an, einzelne Wörter zu kennen, sondern auch ihre natürlichen Partner, ihr Register und ihren Kontext zu beherrschen.
Ein gelungener Registerwechsel passt dieselbe Botschaft an Adressaten, Zweck, Medium und Situation an. Dabei tauscht man nicht nur einzelne Wörter aus: Auch Satzbau, Direktheit, Höflichkeit, Fachwortschatz, Kontraktionen wie we're und die Gliederung des Textes verändern sich. Entscheidend ist nicht „möglichst formell“, sondern für die konkrete Situation angemessen.
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