Dänisch-Grammatik
Entdecke 78 Grammatikkonzepte — vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen.
Das ist der Grammatikbaum, der Settemila Lingue antreibt — jedes Konzept wird zu einem fokussierten Übungsdeck mit KI-generierten Lernkarten.
Keine Ergebnisse gefunden
A1 (31)
Dänische Personalpronomen als Subjekt lauten jeg, du, han, hun, den, det, vi, I, de. Sie zeigen, wer etwas tut oder in welchem Zustand jemand oder etwas ist. Anders als im Deutschen bleibt das Verb bei allen Personen gleich: jeg taler, du taler, de taler.
Dänische Substantive (Nomen oder Hauptwörter) gehören zu einem von zwei grammatischen Geschlechtern: dem gemeinsamen Genus mit en oder dem Neutrum mit et. Deshalb heißt es en bog „ein Buch“, aber et hus „ein Haus“. Am zuverlässigsten lernst du jedes neue Substantiv gleich zusammen mit en oder et, denn das deutsche Genus hilft nur selten weiter.
Im Dänischen steht der bestimmte Artikel meist am Ende des Substantivs: Aus en bog wird bogen „das Buch“, aus et hus wird huset „das Haus“. Im bestimmten Plural stehen meist -ne oder -ene: bøgerne „die Bücher“, børnene „die Kinder“. Steht jedoch ein Adjektiv direkt vor dem Substantiv, verwendet man den, det oder de vor der ganzen Wortgruppe: den gamle bog „das alte Buch“.
Dänische Substantive (Wörter für Personen, Dinge oder Begriffe) bilden den unbestimmten Plural meist mit -er, -e oder ohne zusätzliche Endung: bog → bøger, hus → huse, år → år. Häufig kommt dabei ein Stammwechsel hinzu, etwa barn → børn. Da sich die Pluralform nicht immer zuverlässig aus Geschlecht oder Wortende ableiten lässt, lernst du ein neues Substantiv am besten gleich mit seinem Artikel und seinem Plural.
Das unregelmäßige Verb være bedeutet „sein“. In der Gegenwart heißt es bei allen Personen er, in der einfachen Vergangenheit immer var: jeg er, du er, vi var, de var. Anders als das deutsche „sein“ verändert sich die Form also nicht danach, wer oder was das Subjekt ist.
Das dänische have bedeutet meist „haben“. Im Präsens heißt es bei allen Personen har, in der Vergangenheit havde: Jeg har tid („Ich habe Zeit“), Vi havde tid („Wir hatten Zeit“). Außerdem dient have als Hilfsverb für zusammengesetzte Vergangenheitsformen: Hun har læst bogen („Sie hat das Buch gelesen“).
Im Dänischen hat ein Verb im Präsens für alle Personen dieselbe Form: jeg taler, du taler, vi taler. Meist nimmt man den Infinitiv (die Grundform des Verbs) ohne at und hängt -r an: at tale → taler, at bo → bor. Einige sehr häufige Verben wie at være → er und at have → har müssen jedoch als eigene Formen gelernt werden.
Ein dänisches Adjektiv richtet sich nach dem Substantiv (dem Wort für eine Person, Sache oder Idee): en stor bil, aber et stort hus. Im Plural und in bestimmten Wortgruppen steht meist -e: store biler, den store bil. Als Anfangsregel genügt also: Grundform – -t – -e.
Im dänischen Aussagesatz steht das finite Verb (die Verbform, die die Zeit trägt) an zweiter Satzposition. Beginnt der Satz mit dem Subjekt, lautet das Grundmuster Jeg spiser morgenmad; steht etwa eine Zeitangabe vorn, folgt auf das Verb erst das Subjekt: I dag spiser jeg morgenmad. „Zweite Position“ bedeutet dabei zweiter Satzbaustein, nicht unbedingt zweites Wort.
Mit ikke („nicht“) verneint man im Dänischen normalerweise einen Satz. Im Hauptsatz steht ikke nach dem finiten Verb: Jeg kommer ikke. Im Nebensatz steht es dagegen vor dem finiten Verb: … fordi jeg ikke kommer.
Bei einer Frage ohne Fragewort steht im Dänischen das finite Verb an erster Stelle: Taler du dansk? („Sprichst du Dänisch?“). Bei einer Frage mit Fragewort lautet das Grundmuster Fragewort + finites Verb + Subjekt: Hvor bor du? („Wo wohnst du?“). Ist das Fragewort selbst das Subjekt, folgt das Verb jedoch direkt darauf: Hvem kommer? („Wer kommt?“).
Vor einem dänischen Substantiv (einem Wort für Dinge, Personen oder Begriffe) stehen Possessivformen wie min, mit und mine: min bog „mein Buch“, mit hus „mein Haus“, mine venner „meine Freunde“. Bei min/din/sin richtet sich die Form nach dem Besitz, nicht nach der Person, der etwas gehört: en-Wort → min, et-Wort → mit, Plural → mine. Hans, hendes, vores, jeres und deres bleiben dagegen unverändert.
Die häufigsten dänischen Präpositionen sind i (in), på (auf, an, bei), til (zu, nach), fra (von, aus), med (mit), for (für), af (von, aus, durch) und om (über, in, pro). Eine deutsche Präposition lässt sich jedoch nicht immer durch dasselbe dänische Wort ersetzen: Lerne deshalb kurze Verbindungen wie i Danmark, på arbejde und tale om noget als Einheit.
Dänische Zahlen von 21 bis 99 setzen – ähnlich wie im Deutschen – zuerst die Einer und dann die Zehner: enogtyve bedeutet wörtlich „ein-und-zwanzig“. Ungewohnt sind vor allem halvtreds (50), tres (60), halvfjerds (70), firs (80) und halvfems (90). Bei der Uhrzeit heißt halv fire wie im Deutschen „halb vier“, also 3:30 Uhr.
Die fünf zentralen dänischen Modalverben sind kan (können), vil (wollen/werden), skal (sollen/müssen), må (dürfen/müssen) und bør (sollte). Danach steht der Infinitiv (die Grundform des Verbs) ohne _at_: Jeg kan svømme – „Ich kann schwimmen.“ Die Form des Modalverbs bleibt bei allen Personen gleich.
Bei räumlichen Angaben bedeutet i oft „in, innerhalb“, während på häufig einer deutschen Angabe mit „auf“, „an“ oder „bei“ entspricht. Für viele alltägliche Orte entscheidet aber eine feste dänische Verbindung: i byen, på landet, i skole, på arbejde. Deshalb lernst du Präposition und Ort am besten immer zusammen.
Vor einem einzelnen, nicht näher bestimmten Substantiv steht im Dänischen meist en oder et: en mand „ein Mann“, aber et æble „ein Apfel“. Welcher Artikel richtig ist, hängt vom grammatischen Geschlecht des Substantivs ab. Im Plural gibt es keinen entsprechenden unbestimmten Artikel; je nach Bedeutung steht das Substantiv allein oder mit nogle „einige“.
Vor einem dänischen Infinitiv steht häufig at: Jeg prøver at forstå („Ich versuche zu verstehen“). Nach Modalverben wie kan, skal, vil und må steht dagegen der reine Infinitiv ohne at: Jeg kan forstå det („Ich kann das verstehen“). Für den Einstieg hilft deshalb die Faustregel: deutsches zu entspricht oft dänischem at, nach einem Modalverb entfallen beide.
Mit der er sagst du auf Dänisch, dass etwas vorhanden ist oder existiert: Der er en café her bedeutet „Hier gibt es ein Café“. Dieselbe Form steht bei Einzahl und Mehrzahl. In der Vergangenheit wird daraus der var, in Fragen er der ...? und bei Verneinung der er ikke ....
Mit denne, dette und disse zeigt man meist auf etwas Nahes: „dieser/dieses/diese“. Für etwas Abgegrenztes oder Ferneres stehen den, det und de; in der Alltagssprache sind außerdem den her/det her/de her und den der/det der/de der sehr üblich. Die Form richtet sich nach dem dänischen Geschlecht und der Zahl des Substantivs: denne bog, aber dette hus und disse bøger.
Die fünf grundlegenden dänischen Konjunktionen og (und), men (aber), eller (oder), for (denn) und så (also/deshalb) verbinden gleichrangige Wörter, Satzteile oder Hauptsätze. Leiten sie einen zweiten Hauptsatz ein, bleibt dort normalerweise die Reihenfolge Subjekt + Verb erhalten: Det regnede, så vi blev hjemme. – „Es regnete, deshalb blieben wir zu Hause.“
Dänische regelmäßige Verben gehören meist zu zwei wichtigen Mustern: -ede/-et wie lege – legede – leget oder -te/-t wie købe – købte – købt. Die erste Form ist der Infinitiv, die zweite das Präteritum und die dritte das Partizip Perfekt. Da man einem Infinitiv die Klasse nicht immer sicher ansieht, lernt man neue Verben am besten gleich mit diesen drei Stammformen.
Dänische Sätze brauchen normalerweise ein Subjekt. Wenn keine Person und keine Sache handelt, übernimmt det diese grammatische Stelle: Det regner („Es regnet“), Det er fredag („Es ist Freitag“) und Det tager to timer („Es dauert zwei Stunden“). Steht ein anderes Satzglied am Anfang, bleibt det erhalten: I dag er det varmt („Heute ist es warm“).
Bei häufigen dänischen Verben muss man neben dem Infinitiv vor allem drei Formen lernen: Präsens, Präteritum und Partizip Perfekt, zum Beispiel gå – går – gik – gået. Die Form bleibt in jeder Zeit bei allen Personen gleich. Unregelmäßig sind vor allem der Wechsel des Stammvokals und die Bildung der Vergangenheitsformen.
Steht vor einem bestimmten dänischen Substantiv ein Adjektiv, verwendet man den, det oder de vor der Wortgruppe und setzt das Adjektiv normalerweise in die Form auf -e: den store bog, det gamle hus, de røde biler. Das Substantiv selbst bekommt dabei keinen bestimmten Endartikel: also den store bog, nicht den store bogen.
Für „mögen“ verwendet man im Dänischen meistens kan lide: Jeg kan lide kaffe bedeutet „Ich mag Kaffee“. Vor einer Tätigkeit steht kan lide at plus Infinitiv: Jeg kan lide at læse („Ich lese gern“). Stärkere oder genauere Vorlieben drückt man unter anderem mit elske („lieben“), foretrække („bevorzugen“) sowie bedst („am liebsten“) aus.
Mit hej begrüßt man auf Dänisch fast alle Menschen unkompliziert; beim Abschied hört man oft hej hej, farvel oder vi ses. Tak bedeutet „danke“, während undskyld sowohl „Entschuldigung“ als auch „Entschuldige bitte“ heißen kann. Anders als im Deutschen gibt es kein einzelnes dänisches Wort, das in allen Situationen unserem „bitte“ entspricht.
Dänische Ordnungszahlen geben eine Stelle in einer Reihenfolge an: første „erste“, anden/andet „zweite“, tredje „dritte“. Nur die Zahl für „zweite“ richtet sich im normalen Gebrauch nach dem grammatischen Geschlecht: den anden dag, aber det andet forsøg. Bei Ziffern setzt man einen Punkt: den 5. maj wird den femte maj gelesen.
Dänische S-Verben enden auf -s, haben aber nicht alle dieselbe Funktion. Häufig drücken sie eine gegenseitige Handlung aus, etwa mødes „sich treffen“, oder sie sind feste Verben mit eigener Bedeutung, etwa synes „meinen“, lykkes „gelingen“ und findes „vorhanden sein“. Man lernt deshalb am besten nicht nur die Endung, sondern jedes häufige S-Verb zusammen mit seinem typischen Satzmuster.
Im Dänischen zeigt oft schon die Form des Ortsadverbs, ob sich jemand an einem Ort befindet oder sich auf ein Ziel zubewegt: Jeg er hjemme bedeutet „Ich bin zu Hause“, Jeg går hjem dagegen „Ich gehe nach Hause“. Dasselbe Grundmuster gilt für ude/ud, inde/ind, oppe/op und nede/ned; bei her und der kann die Richtung mit herhen und derhen ausdrücklich gemacht werden.
Für einen konkreten Bedarf verwendet man meist have brug for: Jeg har brug for hjælp („Ich brauche Hilfe“). Behøve steht besonders oft in Fragen und verneinten Sätzen wie Du behøver ikke komme („Du brauchst nicht zu kommen“). Einen höflichen Wunsch formuliert man mit gerne ville, meist als Jeg vil gerne have … („Ich hätte gern …“).
A2 (10)
Das dänische datid bezeichnet Vergangenes und hat bei jedem Verb nur eine Form für alle Personen: jeg talte, vi talte, de talte. Schwache Verben bilden diese Form meist mit -ede oder -te, während starke und unregelmäßige Verben häufig ihren Stamm ändern: gå → gik, skrive → skrev. Bei einem klar abgeschlossenen Zeitpunkt wie i går („gestern“) ist das Präteritum im Dänischen auch im Gespräch ganz normal.
Das dänische førnutid wird meistens aus har + Partizip Perfekt gebildet: Jeg har læst bogen („Ich habe das Buch gelesen“). Bei einigen Verben der Bewegung oder Zustandsänderung steht er, besonders wenn das erreichte Ergebnis wichtig ist: De er gået („Sie sind gegangen“). Die Form verbindet ein vergangenes Geschehen mit der Gegenwart.
Bei einem reflexiven Verb bezieht sich die Handlung auf dieselbe Person wie das Subjekt: Jeg vasker mig bedeutet „Ich wasche mich“. Dänisch verwendet mig, dig, sig, os, jer, sig; anders als das deutsche sich gilt sig nur für die dritte Person. Das Reflexivpronomen muss deshalb zum Subjekt passen.
Dänische Objektpronomen ersetzen Personen oder Dinge, auf die sich eine Handlung richtet: Hun ser mig bedeutet „Sie sieht mich“. Dieselbe Form steht beim direkten und beim indirekten Objekt sowie nach Präpositionen: Jeg hjælper ham, Jeg giver ham bogen, Jeg taler med ham. Die wichtigsten Formen sind mig, dig, ham, hende, den, det, os, jer, dem.
Im dänischen Nebensatz steht ein Satzadverb wie ikke („nicht“) normalerweise vor dem finiten Verb: Jeg ved, at hun ikke kommer („Ich weiß, dass sie nicht kommt“). Das Grundmuster lautet Bindewort + Subjekt + Satzadverb + finites Verb. Anders als im Deutschen wandert das finite Verb dabei nicht ans Satzende.
Kurze dänische Adjektive werden meist mit -ere und -est gesteigert: hurtig – hurtigere – hurtigst. Bei längeren Adjektiven stehen gewöhnlich mere und mest vor der Grundform: mere interessant – mest interessant. Wichtige unregelmäßige Reihen wie god – bedre – bedst müssen als Einheit gelernt werden.
Im Dänischen steht der Besitzer vor dem, was ihm gehört, und erhält normalerweise direkt ein -s: Annas bog (Annas Buch), drengens hund (der Hund des Jungen). Anders als im Deutschen steht dabei kein Apostroph. Das folgende Substantiv (Nomen, also ein Wort für ein Lebewesen, einen Gegenstand oder einen Begriff) hat keine bestimmte Endung: husets tag, nicht husets taget.
Für eine Dauer steht meist i: i tre timer „drei Stunden lang“. Ein Abstand in die Zukunft wird mit om ausgedrückt (om tre timer „in drei Stunden“), ein Abstand in die Vergangenheit mit der Rahmenform for … siden (for tre timer siden „vor drei Stunden“). Feste Wörter wie i går „gestern“ und i morgen „morgen“ lernt man am besten als ganze Einheiten.
Vor nicht zählbaren Stoffen und Begriffen steht meist meget „viel“ oder lidt „ein wenig“, vor zählbaren Dingen im Plural dagegen mange „viele“ oder få „wenige“. Nok bedeutet „genug“, und for macht aus einer Menge oder Eigenschaft ein „zu“: for meget kaffe, for mange kopper, for dyrt.
Die vier zentralen Vergangenheitsformen lauten kunne, ville, skulle und måtte. Sie verändern sich nicht nach Person oder Zahl und stehen meist mit einem Infinitiv ohne at: Jeg kunne komme („Ich konnte kommen“). Für eine nicht verwirklichte oder rückblickend beurteilte Handlung steht häufig Modalverb + have + Partizip, etwa Vi skulle have ringet („Wir hätten anrufen sollen“).
B1 (12)
Das Dänische hat keine eigene Zukunftsform, die immer einem deutschen Futur mit werden entspricht. Meist verwendet man das Präsens oder eine Verbindung mit skal, vil beziehungsweise kommer til at. Welche Form passt, hängt davon ab, ob es um einen festen Plan, eine Vorhersage oder eine absehbare Folge geht.
Die dänische førdatid bezeichnet etwas, das vor einem anderen Zeitpunkt in der Vergangenheit geschehen oder abgeschlossen war. Meist besteht sie aus havde + kort tillægsform: Jeg havde spist, da hun ringede („Ich hatte gegessen, als sie anrief“). Bei einigen Verben steht wie im Deutschen var statt havde, zum Beispiel De var gået („Sie waren gegangen“).
Der dänische Konditionalis wird meist mit ville + Infinitiv gebildet: Jeg ville komme bedeutet je nach Zusammenhang „Ich würde kommen“. Er dient vor allem für hypothetische Folgen, höflich formulierte Wünsche und eine Zukunft, die von einem vergangenen Zeitpunkt aus gesehen wird. Nach ville steht der Infinitiv ohne at.
Der dänische Imperativ heißt bydeform und besteht meist aus dem Verbstamm: Von einem Infinitiv auf unbetontes -e fällt dieses -e weg, etwa tale → tal! und læse → læs!. Die Form ist für eine oder mehrere angesprochene Personen gleich. Für höfliche Bitten verwendet man häufig Fragen mit kan du, kunne du oder vil du statt eines direkten Befehls.
Dänische Relativsätze beginnen häufig mit som oder der. Ist das Relativwort das Subjekt, sind meist beide möglich; ist es das Objekt, verwendet man som oder lässt es ganz weg: manden, der bor her, aber bogen, (som) jeg læste. Für Besitz steht hvis, für einen Ort oft hvor.
Das dänische S-Passiv wird direkt am Verb markiert: Aus bygger „baut“ wird bygges „wird gebaut“. Es ist besonders häufig bei allgemeinen Abläufen, Vorschriften, Anleitungen und sachlichen Mitteilungen: Døren lukkes kl. 22 bedeutet „Die Tür wird um 22 Uhr geschlossen“. Anders als im Deutschen braucht man dabei kein eigenes Hilfsverb wie „werden“.
Viele dänische Adverbien, die eine Art und Weise ausdrücken, sehen wie die sächliche Form eines Adjektivs aus: hurtig wird zu hurtigt. Kurze Satzadverbien wie ikke, altid und aldrig stehen im Hauptsatz normalerweise nach dem finiten Verb, im Nebensatz dagegen davor: jeg kommer ikke, aber fordi jeg ikke kommer.
Mit man spricht man allgemein über Menschen, Regeln und typische Handlungen: Man skal ikke løbe her. Mit det und einem Passiv lässt sich dagegen eine Aussage, Empfehlung oder Annahme ohne handelnde Person formulieren: Det anbefales at bestille. Viele feste Wendungen verwenden ebenfalls det, obwohl es keine konkrete Sache bezeichnet.
Dänische Partikelverben bestehen aus einem Verb und einem kleinen Wort wie op, ud, ned oder tilbage: stå op bedeutet „aufstehen“, gå ud „ausgehen“. Die Teile werden normalerweise getrennt geschrieben, und die Partikel trägt häufig die Hauptbetonung. Bei einem direkten Objekt steht dieses in der neutralen Wortstellung meist vor der Partikel: Hun skrev adressen ned („Sie schrieb die Adresse auf“).
Selvom, medmindre und inden leiten einen Nebensatz ein; deshalb steht etwa die Verneinung vor dem finiten Verb: selvom hun ikke kommer. Enten … eller und hverken … eller verbinden dagegen gleichartige Satzteile oder ganze Sätze. Steht ein Nebensatz am Anfang, folgt im Hauptsatz die dänische Umkehrstellung: Selvom det regner, går vi ud.
Indirekte Fragen stehen als Nebensatz nach Ausdrücken wie jeg ved ikke oder kan du fortælle mig. Entscheidungsfragen beginnen mit om, Fragen nach einer bestimmten Information mit einem Fragewort. Im indirekten Fragesatz gilt die dänische Nebensatzstellung: Das Subjekt steht vor dem finiten Verb, und Satzadverbien wie ikke stehen vor diesem Verb: Jeg ved ikke, hvorfor hun ikke kommer.
Dänische Zeitkonjunktionen verbinden zwei Vorgänge zeitlich. Besonders wichtig ist der Unterschied zwischen da für eine bestimmte vergangene Situation und når für Wiederholungen, allgemeine Fälle und Zukünftiges: Da jeg kom hjem ... („Als ich nach Hause kam ...“), aber Når jeg kommer hjem ... („Wenn ich nach Hause komme ...“). Im eingeleiteten Nebensatz steht ikke vor dem gebeugten Verb: når jeg ikke arbejder.
B2 (10)
Das blive-Passiv besteht aus einer Form von blive und dem Partizip Perfekt: Bogen blev læst („Das Buch wurde gelesen“). Es stellt meist ein Geschehen oder eine Veränderung in den Vordergrund. Das s-Passiv begegnet besonders oft bei allgemeinen Abläufen, Regeln und Anweisungen, während være + Partizip typischerweise einen Zustand oder ein Ergebnis beschreibt.
In der indirekten Rede gibt man den Inhalt einer Äußerung wieder, ohne sie wörtlich zu zitieren: Hun sagde, (at) hun var træt. Nach einem Verb in der Vergangenheit werden die Zeiten häufig in die Vergangenheit verschoben; Pronomen sowie Zeit- und Ortsangaben werden an die neue Perspektive angepasst. At kann nach Verben des Sagens und Denkens oft entfallen, die Wortstellung bleibt aber die eines Nebensatzes.
Dänische Konditionalsätze unterscheiden vor allem drei Muster: hvis + Präsens für offene oder reale Bedingungen, hvis + Präteritum für hypothetische Gegenwart und hvis + Vorvergangenheit für nicht mehr erfüllbare Bedingungen in der Vergangenheit. Im Hauptsatz stehen häufig ville + Infinitiv beziehungsweise ville have/være + Partizip: Hvis jeg havde tid, ville jeg hjælpe („Wenn ich Zeit hätte, würde ich helfen“).
Dänische zusammengesetzte Wörter werden normalerweise zusammengeschrieben: jernbane + station wird zu jernbanestation. Der letzte Bestandteil ist das Grundwort und bestimmt Wortart, Bedeutungskern und bei Substantiven auch das Geschlecht: Weil es en station heißt, heißt es auch en jernbanestation. Zwischen den Teilen können Fugenelemente wie -s- und -e- stehen; ihre Verwendung muss oft zusammen mit dem jeweiligen Wort gelernt werden.
Das Være-Passiv besteht aus einer Form von være „sein“ und dem Partizip Perfekt: Døren er lukket „Die Tür ist geschlossen“. Im Mittelpunkt steht normalerweise der bestehende Zustand oder das Ergebnis einer früheren Handlung. Soll dagegen das Ereignis oder die Veränderung betont werden, steht häufig das Blive-Passiv: Døren bliver lukket „Die Tür wird geschlossen“.
Dänische Satzadverbiale beziehen sich auf die ganze Aussage und zeigen zum Beispiel Wahrscheinlichkeit, Bewertung oder Haltung: måske „vielleicht“, desværre „leider“, faktisk „tatsächlich“. Im Hauptsatz stehen sie meist nach dem finiten Verb, im Nebensatz dagegen vor ihm: Hun kommer måske – fordi hun måske kommer. Steht ein Satzadverbial am Satzanfang, folgt im Hauptsatz die typische Umstellung: Måske kommer hun.
Dänische Nebensätze lassen sich vor allem nach ihrer Aufgabe unterscheiden: Nominalsätze stehen wie ein Substantiv, Adverbialsätze nennen etwa Grund, Zeit oder Bedingung, und Relativsätze beschreiben ein Bezugswort näher. In allen drei Gruppen steht ein Satzadverb wie ikke normalerweise vor dem finiten Verb: fordi hun ikke kommer. Steht der Nebensatz am Satzanfang, folgt im Hauptsatz die dänische V2-Stellung: Selvom han er ung, er han klog.
Im Dänischen drücken vor allem få nogen til at gøre noget, lade nogen gøre noget und bede nogen om at gøre noget aus, dass eine Person auf die Handlung einer anderen einwirkt. Få ... til at betont ein herbeigeführtes Ergebnis, lade eine Erlaubnis oder ein Geschehenlassen und bede ... om at eine Bitte. Entscheidend sind dabei die kleinen Wörter: til at steht nach få, gar kein at nach lade und om at nach bede.
Im Dänischen verbindet man at + Infinitiv häufig mit einer Präposition oder einer festen Wortgruppe: for at drückt einen Zweck aus, uden at eine unterlassene Begleithandlung, ved at ein Mittel und i stedet for at eine Alternative. Meist handelt in beiden Teilen des Satzes dieselbe Person: Jeg kom for at hjælpe heißt „Ich kam, um zu helfen“.
Den verweist auf ein bereits genanntes en-Wort, det auf ein et-Wort und de auf mehrere Personen oder Dinge. Det kann außerdem für eine ganze Aussage stehen oder als inhaltsarmes Subjekt in Sätzen wie Det regner und Det er vigtigt at øve sig dienen. Als Objekt wird der Plural dem, nicht de.
C1 (8)
Das dänische Partizip Präsens endet auf -ende: tale → talende, læse → læsende. Es beschreibt meist jemanden oder etwas, der, die oder das gerade eine Handlung ausführt: smilende børn „lächelnde Kinder“. Die Form bleibt dabei immer gleich; sie erhält keine Endungen für Geschlecht, Zahl oder Bestimmtheit.
Das dänische Partizip Perfekt kann wie ein Adjektiv ein Substantiv näher beschreiben: en skrevet bog „ein geschriebenes Buch“, et malet hus „ein gestrichenes Haus“. Im Plural und nach einem bestimmten Artikel erhält es meist -e oder bei einigen starken Formen -ne: de købte biler, de skrevne regler. Entscheidend ist, ob die Form eine Eigenschaft beziehungsweise einen Zustand beschreibt oder Teil einer Verbform ist.
Formelles schriftliches Dänisch – auf Dänisch formelt skriftsprog – verdichtet Informationen häufig durch Passivformen, Nominalisierungen, zusammengesetzte Substantive und erweiterte Attribute: den af regeringen foreslåede lov. Gute formelle Texte sind jedoch nicht möglichst schwer, sondern präzise, übersichtlich und der Situation angemessen. Moderne Behörden und Unternehmen bevorzugen deshalb oft klare Verben und ausdrücklich genannte Handelnde gegenüber unnötigem Amtsstil.
Im dänischen Hauptsatz kann ein wichtiges Satzglied an den Anfang rücken; die finite Verbform bleibt trotzdem an zweiter Stelle: Den bog har jeg læst. Besonders deutliche Hervorhebung entsteht mit einem Spaltsatz wie Det er ham, der har gjort det. Die Wortstellung zeigt dabei nicht nur, was geschehen ist, sondern auch, welchen Teil der Aussage man hervorheben oder einem Gegensatz gegenüberstellen will.
Bei der Nominalisierung wird ein Verb oder Adjektiv in ein Substantiv (ein Wort für eine Sache, einen Vorgang oder eine Eigenschaft) umgewandelt: forbedre „verbessern“ wird zu forbedring „Verbesserung“, sikker „sicher“ zu sikkerhed „Sicherheit“. Besonders häufig begegnen dabei -ing/-ning, -else und -hed. Die Endung lässt sich jedoch nicht immer zuverlässig erraten; deshalb sollte die Nominalisierung zusammen mit Genus, bestimmter Form und typischen Wortverbindungen gelernt werden.
Mehrteilige dänische Präpositionsausdrücke stellen Beziehungen wie Vergleich, Gegensatz, Anlass oder Zweck präzise her. Entscheidend ist, den ganzen Ausdruck als Einheit zu lernen: i forhold til bedeutet je nach Zusammenhang „im Verhältnis zu“, „im Vergleich zu“ oder „in Bezug auf“, på trods af „trotz“, i forbindelse med „im Zusammenhang mit“ und med henblik på „im Hinblick auf“ beziehungsweise „mit dem Ziel“.
Im Dänischen richtet sich die Zeitform eines Nebensatzes nach seinem zeitlichen Bezugspunkt: Was gleichzeitig mit einem vergangenen Sagen, Denken oder Wahrnehmen geschieht, steht meist im Präteritum; was davor geschah, im Plusquamperfekt; was danach erwartet wurde, häufig mit ville oder skulle plus Infinitiv. Die Verschiebung ist jedoch nicht rein mechanisch: Eine weiterhin gültige Tatsache kann im Präsens bleiben.
Das moderne Dänisch besitzt keinen frei verwendbaren Konjunktiv wie das Deutsche. Eine alte Konjunktivform lebt jedoch in festen Wünschen und feierlichen Formeln fort: Leve kongen! („Es lebe der König!“) und Gud bevare Danmark! („Gott schütze Dänemark!“). Für gewöhnliche Wünsche, irreale Vorstellungen und indirekte Rede verwendet man heute andere Mittel, besonders gid, Vergangenheitsformen und Modalverben.
C2 (7)
Gesprochenes Dänisch ist nicht einfach schnell vorgelesenes Schriftdänisch: Unbetonte Silben werden abgeschwächt, Wörter verschmelzen, und stød prägt die Aussprache vieler Wörter. Kleine Wörter wie jo, vel, nok, da und sgu zeigen außerdem, ob etwas als bekannt, wahrscheinlich, selbstverständlich oder nachdrücklich gemeint ist. Wer natürlich klingen will, muss deshalb neben den Wörtern auch Rhythmus, Situation und Haltung hören.
Dänische Redewendungen bestehen aus mehreren Wörtern, deren Gesamtbedeutung sich oft nicht wörtlich erschließen lässt: have en ræv bag øret heißt nicht „einen Fuchs hinter dem Ohr haben“, sondern „es faustdick hinter den Ohren haben“. Auf C2-Niveau kommt es nicht nur auf die Bedeutung an, sondern auch auf die feste Form, die grammatische Einbettung, das Register und die Wirkung im jeweiligen Gespräch.
Dänisch besteht nicht nur aus einer Standardsprache: Traditionelles jysk, fynsk und bornholmsk können sich in Lautung, Wortschatz und Grammatik deutlich unterscheiden, während heute oft regional gefärbtes Standarddänisch zu hören ist. Für Lernende auf C2-Niveau ist vor allem wichtig, solche Merkmale einzuordnen, ohne jede regionale Form vorschnell als Fehler oder als klar abgrenzbaren Dialekt zu behandeln.
Im Dänischen entsteht rhetorische Wirkung oft nicht durch seltene Formen, sondern durch eine auffällige Anordnung oder bewusste Abschwächung ganz gewöhnlicher Wörter. Wendungen wie ikke uventet, mildt sagt und jo mere … desto mindre sagen deshalb mehr, als ihre wörtliche Form zunächst vermuten lässt. Entscheidend sind Kontext, Tonfall und die Erwartung, die der Satz beim Gegenüber weckt.
Juristisches und administratives Dänisch verdichtet Informationen durch feste Fachwendungen, Nominalisierungen, Passivformen und ineinander geschachtelte Satzteile. Besonders wichtig ist, wer verpflichtet oder berechtigt wird, unter welcher Bedingung etwas gilt und auf welche Vorschrift verwiesen wird. Viele Formen wirken altmodisch, erfüllen in Gesetzen und Bescheiden aber eine präzise Funktion.
Die kleinen Wörter jo, vel, da, altså und vist verändern meist nicht den Sachverhalt, sondern zeigen, wie die sprechende Person ihn einordnet: als bekannt, vermutet, überraschend, folgerichtig oder nur anscheinend wahr. Sie stehen oft unbetont im Mittelfeld des Satzes und lassen sich nicht zuverlässig Wort für Wort übersetzen. Für natürliches Dänisch ist daher wichtiger, ihre Gesprächsfunktion zu erkennen, als für jede Partikel ein einziges deutsches Gegenstück zu lernen.
Archaisches Dänisch begegnet einem vor allem in älterer Literatur, historischen Dokumenten, Bibelübersetzungen, Sprichwörtern und bewusst altertümelnder Sprache. Wichtig ist zunächst das Erkennen: hvo entspricht meist modernem hvem, eder/eders modernem jer/jeres, und Formen wie vorde, gak, thi oder ej tragen ein deutlich historisches oder feierliches Register. Nicht alles, was alt klingt, ist jedoch ausgestorben: I ist weiterhin das normale Subjektpronomen für mehrere angesprochene Personen.
Bereit, Dänisch zu lernen? Probier Settemila Lingue kostenlos aus — keine Kreditkarte, keine Verpflichtung. Üb mit KI-generierten Lernkarten, sobald du dich umgesehen hast.
Kostenlos starten