Modalverben im Dänischen
Modale Verber
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concept: da-a1-modale-verber lang: da ui: de title: Dänische Modalverben: kan, vil, skal, må und bør description: >- Dänische Modalverben sicher verwenden: Formen, Satzbau und Unterschiede zwischen kan, vil, skal, må und bør mit Beispielen und Lerntipps. generation: article: version: native-ui-reference-v3.1 model: openai-codex/gpt-5.6-sol at: 2026-07-21T06:27:43Z reviews: spell-check: status: flagged at: 2026-07-21T06:27:43Z score: 0.0026 score-english: 0 score-coverage: 0.0026 suspects: ["Modalverb", "Modalverben", "Modalverbs", "kanst", "modalähnliche"] criteria: v7 language-mixing: status: clean at: 2026-07-21T06:29:41Z criteria: v2
Kurz gesagt
Die fünf zentralen dänischen Modalverben sind kan (können), vil (wollen/werden), skal (sollen/müssen), må (dürfen/müssen) und bør (sollte). Danach steht der Infinitiv (die Grundform des Verbs) ohne at: Jeg kan svømme – „Ich kann schwimmen.“ Die Form des Modalverbs bleibt bei allen Personen gleich.
Überblick
Modalverben verändern die Bedeutung eines anderen Verbs: Sie drücken zum Beispiel Fähigkeit, Wunsch, Verpflichtung, Erlaubnis oder Empfehlung aus. Mit wenigen Formen lassen sich daher schon viele nützliche Alltagssätze bilden: Kan du hjælpe? („Kannst du helfen?“), Vi skal gå („Wir müssen gehen“) oder Du må komme ind („Du darfst hereinkommen“).
Dieses Thema gehört zum Niveau A1. Die Grundregel ist erfreulich einfach: Ein konjugiertes Modalverb steht zusammen mit einem Infinitiv ohne at. Außerdem werden dänische Verben nicht nach Person verändert. Für „ich kann“, „du kannst“ und „wir können“ verwendet man also immer kan.
Für deutschsprachige Lernende sehen viele Formen vertraut aus, doch die Übersetzung ist nicht immer eins zu eins möglich. Besonders vil, skal und må decken je nach Situation mehrere deutsche Verben ab. Entscheidend ist deshalb nicht nur die Wörterbuchbedeutung, sondern auch, ob ein Satz Wunsch, Plan, Vorschrift, Erlaubnis oder Vermutung ausdrückt.
So funktioniert es
Die fünf Formen im Präsens
Das Präsens bezeichnet hier die Gegenwartsform. Alle Personen verwenden dieselbe Form:
| Modalverb | Grundbedeutung | Typische deutsche Entsprechungen |
|---|---|---|
| kan | Fähigkeit oder Möglichkeit | können |
| vil | Wille, Wunsch oder Voraussage | wollen, möchten, werden |
| skal | Plan, Vereinbarung oder Verpflichtung | sollen, müssen, werden |
| må | Erlaubnis oder Notwendigkeit | dürfen, müssen |
| bør | Rat oder moralische Empfehlung | sollte, sollten |
| Person | kan | vil | skal | må | bør |
|---|---|---|---|---|---|
| jeg (ich) | kan | vil | skal | må | bør |
| du (du) | kan | vil | skal | må | bør |
| han/hun/den/det (er/sie/es) | kan | vil | skal | må | bør |
| vi (wir) | kan | vil | skal | må | bør |
| I (ihr) | kan | vil | skal | må | bør |
| de (sie) | kan | vil | skal | må | bør |
Das unterscheidet sich deutlich vom Deutschen: Dänisch hat weder Formen wie „kannst“ noch „könnt“. Ein ausgesprochenes Subjekt (wer oder was handelt) zeigt, um welche Person es geht: jeg kan, du kan, de kan.
Satzmuster: Modalverb + Infinitiv ohne at
Im Aussagesatz lautet das Grundmuster:
Subjekt + Modalverb + Infinitiv + Ergänzung
- Jeg kan tale dansk. – Ich kann Dänisch sprechen.
- Hun vil købe brød. – Sie will Brot kaufen.
- Vi skal arbejde i morgen. – Wir müssen morgen arbeiten.
Vor einem gewöhnlichen Infinitiv steht im Dänischen oft at, etwa at læse („lesen“). Direkt nach einem Modalverb entfällt dieses Wort jedoch:
- richtig: Jeg vil læse bogen.
- nicht: Jeg vil at læse bogen.
Stehen mehrere Verben hintereinander, kann später wieder at erscheinen: Jeg vil prøve at lære dansk („Ich will versuchen, Dänisch zu lernen“). Vil regiert hier nur prøve; das Verb prøve wird anschließend mit at lære ergänzt.
Verneinung
In einem gewöhnlichen Hauptsatz steht ikke („nicht“) nach dem konjugierten Modalverb und vor dem Infinitiv:
Subjekt + Modalverb + ikke + Infinitiv
- Jeg kan ikke komme. – Ich kann nicht kommen.
- Hun vil ikke vente. – Sie will nicht warten.
- I må ikke ryge her. – Ihr dürft hier nicht rauchen.
Das letzte Beispiel ist besonders wichtig: må ikke bedeutet „darf nicht“, also ein Verbot. Für „muss nicht“ im Sinn von „es ist nicht nötig“ verwendet man zum Beispiel behøver ikke: Du behøver ikke komme i morgen („Du musst morgen nicht kommen“).
Fragen
Bei einer Ja-Nein-Frage steht das Modalverb vor dem Subjekt:
Modalverb + Subjekt + Infinitiv?
- Kan du svømme? – Kannst du schwimmen?
- Skal vi gå nu? – Sollen wir jetzt gehen?
- Må jeg åbne vinduet? – Darf ich das Fenster öffnen?
Mit einem Fragewort bleibt das Modalverb ebenfalls vor dem Subjekt: Hvornår skal vi mødes? („Wann sollen wir uns treffen?“). Diese Umstellung ähnelt dem Deutschen und ist daher meist schnell vertraut.
Was die einzelnen Modalverben ausdrücken
kan: Fähigkeit und Möglichkeit
Kan bezeichnet meist eine erlernte oder praktische Fähigkeit: Hun kan køre bil („Sie kann Auto fahren“). Es kann auch ausdrücken, dass etwas möglich ist: Det kan ske („Das kann passieren“). In Fragen dient es häufig als freundliche Bitte: Kan du hjælpe mig? („Kannst du mir helfen?“).
vil: Wille, Wunsch und Voraussage
Vil bezeichnet zunächst einen Willen oder Wunsch: Jeg vil hjem („Ich will nach Hause“). Mit gerne klingt ein Wunsch höflicher und im Deutschen oft eher wie „möchte“: Jeg vil gerne bestille („Ich möchte bestellen“).
Daneben kann vil eine zukünftige Entwicklung oder Voraussage ausdrücken: Det vil tage to timer („Das wird zwei Stunden dauern“). Das deutsche „will“ ist deshalb manchmal die richtige Übersetzung, manchmal aber auch irreführend. Der Zusammenhang entscheidet.
skal: Plan, Vereinbarung und Verpflichtung
Skal wird für feststehende Vorhaben oder Vereinbarungen verwendet: Jeg skal møde Anna klokken otte („Ich treffe Anna um acht“ / „Ich soll Anna um acht treffen“). Es kann außerdem eine von außen kommende Pflicht ausdrücken: Du skal vise dit pas („Du musst deinen Pass zeigen“).
In Zukunftssätzen stellt skal häufig einen Plan dar, während vil eher Wille oder Voraussage ausdrückt. Dieser Unterschied wird in einem späteren Thema zur Zukunft ausführlicher behandelt.
må: Erlaubnis und Notwendigkeit
Må hat zwei scheinbar gegensätzliche Hauptbedeutungen. Du må gå nu kann je nach Situation „Du darfst jetzt gehen“ oder „Du musst jetzt gehen“ bedeuten. Zusätzliche Wörter und der Gesprächszusammenhang machen die Aussage klar:
- Du må gerne gå nu. – Du darfst jetzt gern gehen.
- Du må gå nu, ellers kommer du for sent. – Du musst jetzt gehen, sonst kommst du zu spät.
In der Frage Må jeg ...? geht es normalerweise um Erlaubnis: Må jeg komme ind? („Darf ich hereinkommen?“).
bør: Rat und Empfehlung
Bør drückt aus, was vernünftig, ratsam oder moralisch richtig wäre. Es ist gewöhnlich schwächer als eine Pflicht mit skal oder må: Du bør tale med en læge („Du solltest mit einem Arzt sprechen“). Die Entscheidung bleibt eher bei der angesprochenen Person.
Beispiele im Zusammenhang
| Dänisch | Deutsch | Hinweis |
|---|---|---|
| Jeg kan svømme. | Ich kann schwimmen. | Fähigkeit mit kan |
| Kan du hjælpe mig med tasken? | Kannst du mir mit der Tasche helfen? | Bitte in Frageform |
| Det kan blive koldt i aften. | Es kann heute Abend kalt werden. | Möglichkeit |
| Hun vil spise nu. | Sie will jetzt essen. | unmittelbarer Wunsch |
| Jeg vil gerne have en kop kaffe. | Ich möchte gern eine Tasse Kaffee. | höflicher Wunsch mit gerne |
| Det vil tage cirka en time. | Das wird ungefähr eine Stunde dauern. | Voraussage |
| Vi skal gå nu. | Wir müssen jetzt gehen. | notwendiger nächster Schritt |
| Jeg skal besøge min familie på søndag. | Ich besuche am Sonntag meine Familie. | geplantes Vorhaben |
| Skal vi mødes ved stationen? | Sollen wir uns am Bahnhof treffen? | Vorschlag oder Absprache |
| Du må komme ind. | Du darfst hereinkommen. | Erlaubnis |
| Jeg må arbejde i weekenden. | Ich muss am Wochenende arbeiten. | Notwendigkeit |
| I må ikke parkere her. | Ihr dürft hier nicht parken. | Verbot |
| Du bør drikke mere vand. | Du solltest mehr Wasser trinken. | Empfehlung |
| Vi kan ikke blive længe. | Wir können nicht lange bleiben. | ikke nach dem Modalverb |
| Hvornår skal hun ringe? | Wann soll sie anrufen? | Fragewort und Umstellung |
Häufige Fehler
1. At nach dem Modalverb verwenden
- Falsch: Jeg kan at tale dansk.
- Richtig: Jeg kan tale dansk.
- Warum: Nach kan, vil, skal, må und bør steht der Infinitiv ohne at.
2. Das Modalverb wie im Deutschen nach Person verändern
- Falsch: Du kanst svømme.
- Richtig: Du kan svømme.
- Warum: Dänische Verben haben im Präsens für alle Personen dieselbe Form. Die deutsche Endung darf nicht übertragen werden.
3. må ikke mit „muss nicht“ übersetzen
- Falsch gemeint: Du må ikke komme für „Du musst nicht kommen“.
- Richtig für „Du darfst nicht kommen“: Du må ikke komme.
- Richtig für „Du musst nicht kommen“: Du behøver ikke komme.
- Warum: Die Verneinung von må drückt normalerweise ein Verbot aus, nicht das Fehlen einer Pflicht.
4. vil immer mit „will“ übersetzen
- Zu eng übersetzt: Det vil regne i morgen als „Es will morgen regnen“.
- Richtig: „Es wird morgen regnen.“
- Warum: Vil kann außer Wille auch eine Voraussage ausdrücken. Bei Personen kann der Satz ohne weiteren Zusammenhang sogar mehrdeutig sein: Hun vil ikke spise heißt meist „Sie will nicht essen“, kann aber in einer Voraussage auch „Sie wird nicht essen“ bedeuten.
5. skal und bør gleich stark verwenden
- Unpassend als bloßer Rat: Du skal gå til lægen.
- Passender Rat: Du bør gå til lægen.
- Warum: Skal klingt nach Pflicht, Anweisung oder festem Plan. Bør lässt mehr Entscheidungsspielraum und entspricht meist „sollte“.
6. ikke an die deutsche Stelle setzen
- Falsch: Jeg ikke kan komme.
- Richtig: Jeg kan ikke komme.
- Warum: Im dänischen Hauptsatz folgt ikke dem konjugierten Modalverb. In einem Nebensatz steht es dagegen davor: fordi jeg ikke kan komme („weil ich nicht kommen kann“).
Hinweise zum Gebrauch
Die kleinen Wörter gerne und godt verändern den Ton häufig stärker, als eine wörtliche Übersetzung vermuten lässt. Vil gerne ist die alltägliche höfliche Form für einen Wunsch: Vi vil gerne bestille („Wir möchten bestellen“). Må gerne macht eine Erlaubnis ausdrücklich positiv: Du må gerne bruge min cykel („Du kannst/darfst gern mein Fahrrad benutzen“). Kan godt kann eine Fähigkeit oder Möglichkeit bekräftigen: Jeg kan godt forstå dig („Ich kann dich gut verstehen“ beziehungsweise „Ich verstehe dich durchaus“).
In gesprochener Sprache bleibt das Vollverb manchmal unausgesprochen, wenn es aus der Situation klar ist. Auf Kan du komme i morgen? kann man kurz mit Ja, det kan jeg („Ja, das kann ich“) antworten. Anders als im Deutschen wird dabei das Modalverb nach det wiederholt.
Bei Anweisungen hängt die Stärke stark von Situation und Tonfall ab. Du skal ... kann eine neutrale Erklärung eines notwendigen Ablaufs sein, aber auch streng klingen. Als höfliche Frage ist Kan du ...? meist sanfter. Bør eignet sich für Empfehlungen, nicht für klare Regeln auf einem Schild.
Über die Grundlagen hinaus
Die folgenden Punkte müssen auf A1 noch nicht aktiv beherrscht werden. Sie helfen aber dabei, Formen zu erkennen, die in Gesprächen und Texten häufig vorkommen.
Die Grundformen und Vergangenheitsformen der Modalverben unterscheiden sich vom Präsens:
| Präsens | Infinitiv | Vergangenheit | Typische deutsche Orientierung |
|---|---|---|---|
| kan | kunne | kunne | können / konnte |
| vil | ville | ville | wollen / wollte |
| skal | skulle | skulle | sollen / sollte |
| må | måtte | måtte | dürfen oder müssen / durfte oder musste |
| bør | burde | burde | sollte |
Formen wie kunne, ville, skulle und burde dienen nicht nur zum Erzählen über die Vergangenheit. Sie können Aussagen auch vorsichtiger, höflicher oder hypothetisch machen: Kunne du hjælpe mig? („Könntest du mir helfen?“) und Jeg ville gerne have kaffe („Ich hätte gern Kaffee“). Diese Verwendungen gehören später zum Konditional, also zu Aussagen über Vorgestelltes, Mögliches oder nur unter einer Bedingung Geltendes.
Mehrere Modalverben oder modalähnliche Ausdrücke können zusammen auftreten: Du skal kunne forstå teksten („Du sollst den Text verstehen können“). Dann steht nur das erste Verb in der konjugierten Form; die folgenden stehen im Infinitiv. Auch Vermutungen sind möglich: Hun må være hjemme bedeutet je nach Zusammenhang „Sie muss wohl zu Hause sein“. Hier bezeichnet må keine äußere Pflicht, sondern eine logische Schlussfolgerung.
Für die Zukunft besitzt das Dänische keine eigene Verbendung. Stattdessen kommen unter anderem Präsens, skal, vil und kommer til at zum Einsatz. Vereinfacht steht skal oft bei einem Plan, vil bei einer Prognose und kommer til at bei einer erwarteten Entwicklung. Das ist eine nützliche Orientierung, aber keine starre Übersetzungsregel.
Lerntipps
- Lerne Bedeutung und Satzmuster zusammen. Bilde zu jedem Modalverb drei kurze Sätze: Aussage, Verneinung und Frage, zum Beispiel Jeg kan komme – Jeg kan ikke komme – Kan du komme?
- Sortiere Beispiele nach Absicht. Frage bei må, skal und vil nicht zuerst nach der deutschen Einzelübersetzung, sondern nach der Funktion: Erlaubnis, Notwendigkeit, Plan, Wunsch oder Voraussage.
- Übe typische Wortverbindungen als Einheit. Besonders nützlich sind vil gerne, må gerne, må ikke, kan godt und bør ikke. So prägen sich Bedeutung und natürliche Wortstellung gleichzeitig ein.
Verwandte Themen
- Voraussetzung: Präsens – erklärt die dänische Gegenwartsform und die unveränderte Verbform für alle Personen.
- Als Nächstes: Vorlieben ausdrücken – zeigt die häufige Verbindung kan lide.
- Als Nächstes: Modalverben in der Vergangenheit – behandelt kunne, ville, skulle und måtte in vergangenen Situationen.
- Weiterführend: Zukunft – vertieft den Unterschied zwischen Präsens, skal, vil und kommer til at.
- Weiterführend: Konditional – erklärt höfliche, hypothetische und bedingte Verwendungen mit ville und kunne.
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