Rumänisch-Grammatik

Entdecke 78 Grammatikkonzepte — vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen.

Das ist der Grammatikbaum, der Settemila Lingue antreibt — jedes Konzept wird zu einem fokussierten Übungsdeck mit KI-generierten Lernkarten.

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Subjektpronomen im RumänischenPronumele Personale (Subiect)

Die rumänischen Subjektpronomen heißen eu, tu, el, ea, noi, voi, ei und ele. Anders als im Deutschen lässt man sie meist weg, weil die Verbform schon zeigt, wer handelt: Sunt acasă bedeutet „Ich bin zu Hause“. Man setzt das Pronomen vor allem, wenn die Person betont, gegenübergestellt oder ohne Pronomen nicht eindeutig wäre.

Das Geschlecht rumänischer SubstantiveGenul Substantivelor

Rumänische Substantive (Wörter für Personen, Dinge oder Begriffe) sind männlich, weiblich oder sächlich. Das sächliche Geschlecht hat keine durchgehend eigene Form: Es verhält sich im Singular wie das männliche und im Plural wie das weibliche Geschlecht. Am zuverlässigsten lernt man deshalb ein neues Wort zusammen mit Singular und Plural, etwa un scaun – două scaune.

Der angehängte bestimmte Artikel im RumänischenArticolul Hotărât Enclitic

Im Rumänischen steht der bestimmte Artikel normalerweise nicht vor dem Substantiv, sondern wird an dessen Ende angehängt: băiat „Junge“ wird zu băiatul „der Junge“, fată „Mädchen“ zu fata „das Mädchen“. Welche Form angehängt wird, hängt von grammatischem Geschlecht und Zahl ab: besonders häufig sind -ul, -le, -a, -i und -le.

Unbestimmte Artikel im RumänischenArticolul Nehotărât

Im Rumänischen stehen die unbestimmten Artikel vor dem Substantiv: un bei männlichen und sächlichen Substantiven im Singular, o bei weiblichen Substantiven im Singular und niște im Plural. Daher heißt es un om „ein Mann“, o casă „ein Haus“, un scaun „ein Stuhl“ und niște cărți „einige Bücher“.

Das rumänische Verb „a fi“ im PräsensVerbul 'A Fi' la Prezent

Das unregelmäßige Verb a fi bedeutet „sein“. Im Präsens lauten seine Formen sunt, ești, este/e, suntem, sunteți, sunt. Da die Verbform die Person meist schon erkennen lässt, werden die Subjektpronomen häufig weggelassen: Sunt acasă bedeutet je nach Zusammenhang „Ich bin zu Hause“ oder „Sie sind zu Hause“.

Das Verb *a avea* im RumänischenVerbul 'A Avea' la Prezent

Das rumänische Verb a avea bedeutet meist „haben“. Im Präsens lauten seine Formen am, ai, are, avem, aveți, au: Am o carte heißt „Ich habe ein Buch“. Das Subjektpronomen kann normalerweise entfallen, weil die Verbform bereits erkennen lässt, wer gemeint ist.

Die Konjugationsgruppen der rumänischen VerbenGrupele de Conjugare

Rumänische Verben werden nach der Endung ihres Infinitivs (der Grundform des Verbs) in vier traditionelle Gruppen eingeteilt: -a gehört zu Gruppe I, -ea zu Gruppe II, -e zu Gruppe III und -i/-î zu Gruppe IV. So gehört a cânta „singen“ zur ersten, a vedea „sehen“ zur zweiten, a merge „gehen“ zur dritten und a dormi „schlafen“ zur vierten Gruppe. Die Gruppe ist eine wichtige Orientierung, garantiert aber noch nicht, dass ein Verb in allen Formen regelmäßig ist.

Adjektivkongruenz im RumänischenAcordul Adjectivelor (Bază)

Ein rumänisches Adjektiv richtet sich in Genus (grammatischem Geschlecht) und Numerus (Einzahl oder Mehrzahl) nach dem Substantiv, das es beschreibt: băiat frumos, fată frumoasă, băieți frumoși, fete frumoase. Man lernt daher zu einem Adjektiv bis zu vier Felder: männlich Einzahl, weiblich Einzahl, männlich Mehrzahl und weiblich Mehrzahl. Nicht jedes Adjektiv hat allerdings in allen vier Feldern eine sichtbar andere Form.

Zahlen von 1 bis 100 im RumänischenNumeralele 1-100

Die rumänischen Grundzahlen folgen klaren Mustern: 11–19 enden auf -sprezece, die Zehner von 20 bis 90 auf -zeci, und dazwischen steht și („und“), etwa in treizeci și unu („einunddreißig“). Besonders wichtig ist die Übereinstimmung mit dem Geschlecht des gezählten Wortes: un/o bei eins und doi/două bei zwei.

Grundlegende Präpositionen im RumänischenPrepozițiile de Bază

Die wichtigsten rumänischen Präpositionen sind în „in“, la „an, bei, zu“, pe „auf“, cu „mit“, de „von, aus“, pentru „für“, din „aus … heraus“ und spre „in Richtung“. Ihre Verwendung deckt sich nicht immer mit den deutschen Entsprechungen: So kann la școală je nach Verb sowohl „in der Schule“ als auch „zur Schule“ bedeuten, während în școală ausdrücklich das Innere des Schulgebäudes meint.

Grundlegende Wortstellung im RumänischenOrdinea Cuvintelor

Ein neutraler rumänischer Aussagesatz folgt meist der Reihenfolge Subjekt – Verb – Objekt: Maria citește cartea („Maria liest das Buch“). Das Subjekt kann oft entfallen, und Adjektive stehen gewöhnlich nach dem Substantiv: o carte interesantă („ein interessantes Buch“). Andere Reihenfolgen sind möglich, dienen aber häufig der Hervorhebung oder knüpfen an bereits Bekanntes an.

Verneinung mit *nu* im RumänischenNegația cu Nu

Im Rumänischen steht nu direkt vor dem Verb: Înțeleg („Ich verstehe“) wird zu Nu înțeleg („Ich verstehe nicht“). Wörter wie nimic („nichts“) und niciodată („nie“) brauchen zusätzlich nu: Nu am nimic bedeutet „Ich habe nichts“. Diese doppelte Markierung ist im Rumänischen richtig und notwendig.

Fragen auf Rumänisch bildenFormarea Întrebărilor

Rumänische Ja-Nein-Fragen behalten meist dieselbe Wortfolge wie Aussagesätze; beim Sprechen macht vor allem die steigende Intonation daraus eine Frage: Vorbești română. („Du sprichst Rumänisch.“) → Vorbești română? („Sprichst du Rumänisch?“). Bei offenen Fragen steht gewöhnlich ein Fragewort wie ce („was“), cine („wer“), unde („wo/wohin“), când („wann“), cum („wie“) oder de ce („warum“) am Anfang.

Begrüßungen und Grundausdrücke auf RumänischSalutări și Expresii de Bază

Mit bună begrüßt man vertraute Personen ungezwungen, bună ziua ist die sichere höfliche Wahl am Tag und la revedere bedeutet „auf Wiedersehen“. Bei Bitten und Entschuldigungen unterscheidet Rumänisch deutlich zwischen vertrautem te und höflichem oder pluralischem vă: te rog, aber vă rog. Mulțumesc heißt „danke“ und passt in fast jeder Situation.

Uhrzeit, Wochentage und Monate auf RumänischTimpul, Zilele și Lunile

Nach der Uhrzeit fragt man Cât e ceasul? oder Ce oră este?; eine einfache Antwort lautet E ora trei („Es ist drei Uhr“). Wochentage, Monate und Jahreszeiten werden im Rumänischen kleingeschrieben: luni, ianuarie, primăvară. Vor einer Uhrzeit steht la, vor einem Monat oder einer Jahreszeit meist în: la ora trei, în ianuarie, în primăvară.

Modalkonstruktionen im RumänischenConstrucții Modale

Mit a putea („können“), a vrea („wollen“) und a trebui („müssen“) drückt man Fähigkeit, Wunsch und Notwendigkeit aus. Meist folgt darauf să und ein Verb in einer passenden Personenform: Pot să vorbesc („Ich kann sprechen“), Vreau să plec („Ich will gehen“), Trebuie să plec („Ich muss gehen“). Besonders wichtig: trebuie bleibt im Präsens normalerweise unverändert; die handelnde Person erkennt man am Verb nach să.

Häufige unregelmäßige Verben im RumänischenVerbe Neregulate Frecvente

Die sechs Verben a face (tun, machen), a merge (gehen, fahren), a veni (kommen), a ști (wissen), a da (geben) und a lua (nehmen) gehören zum rumänischen Grundwortschatz. Ihre Präsensformen folgen keinem einzigen verlässlichen Muster; deshalb lernt man sie am besten als kleine Formengruppen: fac–faci–face, merg–mergi–merge, vin–vii–vine, știu–știi–știe, dau–dai–dă und iau–iei–ia.

Existenzsätze im RumänischenConstrucții Existențiale

Um auszudrücken, dass etwas vorhanden ist, verwendet das Rumänische meist este bei einem Gegenstand oder einer Person und sunt bei mehreren: Este o cafenea aici – „Hier gibt es ein Café“; Sunt două cafenele aici – „Hier gibt es zwei Cafés“. Există bedeutet „es gibt“ oder „existiert“ und sieht im Präsens bei Einzahl und Mehrzahl gleich aus.

Farben im Rumänischen: Formen und AngleichungCulorile

Rumänische Farbwörter stehen meist nach dem Nomen und werden als Adjektive an dessen Geschlecht und Zahl angeglichen: un câine alb „ein weißer Hund“, aber o casă albă „ein weißes Haus“. Besonders wichtig für Deutschsprachige: Auch nach a fi „sein“ ändert sich die Form — casa este roșie „das Haus ist rot“.

Essen und Trinken auf RumänischMâncare și Băutură

Mit a mânca („essen“), a bea („trinken“) und a vrea („wollen, möchten“) kannst du schon viele Alltagssituationen bewältigen: Mănânc pâine, Beau apă, Vreau o cafea, vă rog. Lebensmittel ohne bestimmte Menge stehen oft ohne Artikel; beim Bestellen bezeichnet un/o dagegen meist eine Portion oder ein einzelnes Getränk.

Familienmitglieder auf RumänischFamilia

Die wichtigsten Familienwörter sind mamă „Mutter“, tată „Vater“, frate „Bruder“, soră „Schwester“, bunic/bunică „Großvater/Großmutter“ und soț/soție „Ehemann/Ehefrau“. Mit einem Possessivbegleiter steht das Familienwort gewöhnlich bestimmt und der Possessivbegleiter folgt ihm: mama mea „meine Mutter“, tatăl meu „mein Vater“. Seine Form richtet sich nach dem Familienwort, nicht nach der Person, der jemand angehört.

Orte in der Stadt auf RumänischLocuri în Oraș

Für Wege und Ortsangaben brauchst du vor allem einige häufige Ortsnamen sowie la und în: Merg la magazin bedeutet „Ich gehe zum Laden“, Sunt în parc „Ich bin im Park“. Der bestimmte Artikel steht im Rumänischen meist am Ende des Substantivs: gară „Bahnhof“, aber gara „der Bahnhof“.

Berufe auf RumänischProfesii

Rumänische Berufsbezeichnungen haben meist eine männliche und eine weibliche Form, zum Beispiel profesor – profesoară und student – studentă. Nach a fi „sein“ steht die Berufsbezeichnung in einer einfachen Aussage gewöhnlich ohne unbestimmten Artikel: Sunt profesoară. „Ich bin Lehrerin.“ Die weibliche Form muss man am besten zusammen mit der männlichen lernen, denn es gibt mehrere Bildungstypen.

Vorlieben mit *a plăcea* im RumänischenVerbul A Plăcea

Für „ich mag etwas“ sagt man auf Rumänisch wörtlich eher „etwas gefällt mir“: Îmi place cafeaua. Das Verb richtet sich nach der Sache, die gefällt: place bei einer Sache, einer Tätigkeit oder einem ganzen Gedanken, plac bei mehreren Sachen. Die Person, die etwas mag, wird mit îmi, îți, îi, ne, vă oder le ausgedrückt.

Körperteile auf RumänischCorpul Uman

Rumänische Bezeichnungen für Körperteile haben ein grammatisches Geschlecht und oft einen nicht vorhersehbaren Plural: o mână – două mâini, aber un picior – două picioare. Bei Schmerzen heißt es mă doare vor einem Körperteil im Singular und mă dor vor mehreren Körperteilen: Mă doare capul, aber Mă dor picioarele. Der bestimmte Artikel hängt im Rumänischen am Substantiv: capul bedeutet „der Kopf“.

Verben auf -a im rumänischen PräsensPrezentul: Conjugarea I (-a)

Verben der I. Konjugation haben einen Infinitiv auf -a, zum Beispiel a lucra „arbeiten“. Im Präsens gibt es jedoch zwei häufige Muster: lucrez, lucrezi, lucrează mit -ez- und cânt, cânți, cântă ohne -ez-. Besonders wichtig sind die Pluralformen -ăm und -ați; ob ein Verb im Singular -ez- erhält, muss man mit dem Verb lernen.

Zu Hause auf Rumänisch: Räume und OrtsangabenAcasă

Für einfache Ortsangaben zu Hause brauchst du vor allem în „in“, pe „auf“, sub „unter“ und lângă „neben“: Sunt în bucătărie heißt „Ich bin in der Küche“, Cartea este pe masă „Das Buch liegt auf dem Tisch“. Das wichtige Wort acasă bedeutet je nach Zusammenhang sowohl „zu Hause“ als auch „nach Hause“ und steht normalerweise ohne Präposition.

Das Wetter auf RumänischVremea

Für einfache Wetterangaben braucht das Rumänische kein Wort wie das deutsche es: E frig bedeutet „Es ist kalt“, plouă „Es regnet“ und ninge „Es schneit“. Zustände bildet man oft mit e plus Wetterwort; Vorgänge wie Regen und Schnee stehen als Verb in der dritten Person Singular.

Kleidung im RumänischenÎmbrăcăminte

Rumänische Kleidungswörter haben ein grammatisches Geschlecht und können im Singular oder Plural stehen. Deshalb richten sich Artikel und Adjektiv nach dem Kleidungsstück: o cămașă albă „ein weißes Hemd“, aber pantofi albi „weiße Schuhe“. Für „tragen“ verwendet man a purta: Port o cămașă albă.

Verkehrsmittel im RumänischenTransportul

Für „mit dem Bus“, „mit dem Zug“ oder „mit dem Auto“ verwendet man im Rumänischen meist cu plus die bestimmte Form des Verkehrsmittels: cu autobuzul, cu trenul, cu mașina. Dazu passen Bewegungsverben wie a merge „gehen/fahren“, a veni „kommen“, a pleca „abfahren/aufbrechen“ und a ajunge „ankommen“.

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Pluralbildung im RumänischenFormarea Pluralului

Der rumänische Plural entsteht meist mit -i, -e oder -uri, doch die Endung hängt vom einzelnen Substantiv ab und kann den Wortstamm verändern: băiat – băieți, carte – cărți, drum – drumuri. Eine einzige Regel wie im Deutschen gibt es nicht. Am sichersten lernt man daher jedes Substantiv als Paar aus Singular und Plural.

Nominativ und Akkusativ im RumänischenCazurile Nominativ și Acuzativ

Der Nominativ kennzeichnet vor allem das Subjekt, der Akkusativ vor allem das direkte Objekt. Bei den meisten rumänischen Nomen sehen beide Fälle gleich aus: In Băiatul vede fata erkennt man „der Junge“ und „das Mädchen“ nicht an verschiedenen Endungen, sondern an Satzbau und Bedeutung. Bei Personen kann pe das direkte Objekt kennzeichnen: O chem pe Maria („Ich rufe Maria“).

Genitiv und Dativ im RumänischenCazurile Genitiv și Dativ

Genitiv und Dativ haben im Rumänischen bei Substantiven dieselben Formen, erfüllen aber verschiedene Aufgaben: Der Genitiv bezeichnet meist Zugehörigkeit, der Dativ meist einen Empfänger oder Adressaten. Typisch sind -lui im männlichen und sächlichen Singular, -i im weiblichen Singular und -lor im Plural: băiatului, fetei, copiilor.

Klitische Objektpronomen im RumänischenPronumele Clitice

Die kurzen rumänischen Objektpronomen ersetzen ein direktes Objekt (die Person oder Sache, auf die eine Handlung unmittelbar zielt): Mă vede bedeutet „Er/Sie sieht mich“. Meist stehen sie vor dem konjugierten Verb, bei bejahten Aufforderungen aber danach: Ajută-mă! („Hilf mir!“). Für die dritte Person richtet sich die Form nach Geschlecht und Zahl: îl, o, îi, le.

Perfectul compus im RumänischenPerfectul Compus

Das Perfectul compus ist die normale Vergangenheitsform des gesprochenen Rumänisch. Es besteht aus einer kurzen Form des Hilfsverbs a avea und dem Partizip: am mâncat „ich habe gegessen“, a plecat „er oder sie ist gegangen“. Anders als im Deutschen wird dabei auch bei Bewegungsverben kein Hilfsverb mit der Bedeutung „sein“ verwendet.

Der Imperativ im RumänischenModul Imperativ

Der rumänische Imperativ richtet sich direkt an eine oder mehrere Personen: Vino! heißt „Komm!“, Citiți! je nach Situation „Lest!“ oder „Lesen Sie!“. Besonders wichtig ist die Verneinung in der Einzahl: Statt die bejahte Form nur mit nu zu ergänzen, verwendet man nu + Infinitiv ohne a: Pleacă! („Geh weg!“), aber Nu pleca! („Geh nicht weg!“).

Reflexive Verben im RumänischenVerbele Reflexive

Rumänische reflexive Verben stehen mit einem unbetonten Reflexivpronomen: mă, te, se, ne, vă, se. Dieses Pronomen richtet sich nach der handelnden Person: mă spăl „ich wasche mich“, aber te speli „du wäschst dich“. Im Wörterbuch erkennt man solche Verben meist an a se: a se trezi „aufwachen“.

Demonstrativpronomen im RumänischenPronumele Demonstrative

Rumänische Demonstrativformen richten sich nach Genus (grammatischem Geschlecht), Numerus (Einzahl oder Mehrzahl) und teilweise nach dem Kasus (der Form für die Aufgabe im Satz). Vor einem Substantiv heißt es etwa acest băiat „dieser Junge“ und această fată „dieses Mädchen“; allein oder nach dem Substantiv stehen die längeren Formen: acesta, aceasta, băiatul acesta. Für weiter Entferntes oder einen Gegenpol verwendet man entsprechend acel, acea beziehungsweise acela, aceea.

Possessivpronomen im RumänischenPronumele Posesive

Rumänische Besitzformen richten sich in Geschlecht und Zahl nach dem Besitz, nicht nach der Person, der etwas gehört: cartea mea „mein Buch“, aber prietenii mei „meine Freunde“. Steht die Besitzform ohne ein bestimmt markiertes Substantiv (ein Wort für eine Person, Sache oder Idee), kommt meist der Possessivartikel al, a, ai, ale hinzu: al meu, a mea, ai mei, ale mele.

Adjektive im Rumänischen steigernGradele de Comparație

Im Rumänischen werden Adjektive meist nicht durch Endungen gesteigert. Für den Komparativ steht mai vor dem Adjektiv (mai mare „größer“), für den relativen Superlativ cel mai mit seinen angeglichenen Formen (cel mai mare, cea mai mare). Gleichheit drückt man mit la fel de … ca aus, einen geringeren Grad mit mai puțin … decât.

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Das Futur im RumänischenViitorul

Für Zukünftiges verwendet das Rumänische vor allem zwei Formen: voi/vei/va/vom/veți/vor + Infinitiv und in der Alltagssprache sehr häufig o să + Konjunktiv Präsens. So bedeuten Voi pleca mâine und O să plec mâine beide „Ich werde morgen abreisen“. O să bezeichnet nicht automatisch eine nähere Zukunft; entscheidend sind vor allem Sprachsituation und Stil.

Der Konjunktiv im RumänischenModul Conjunctiv

Der rumänische Konjunktiv heißt conjunctiv und wird meist mit să + gebeugtem Verb gebildet: Vreau să plec bedeutet „Ich möchte gehen“. Er steht besonders nach Ausdrücken des Wunsches, der Notwendigkeit, der Möglichkeit, der Bewertung und des Zwecks. Anders als der deutsche Konjunktiv entspricht er sehr oft einem deutschen Infinitiv mit zu oder einem Nebensatz mit dass.

Der Konditional im RumänischenModul Condițional

Der rumänische Konditional wird mit aș, ai, ar, am, ați, ar + Infinitiv gebildet: aș pleca („ich würde gehen“), am veni („wir würden kommen“). Die Verbform bleibt dabei unverändert. Du brauchst diese Form vor allem für Wünsche, höfliche Bitten und vorgestellte oder von einer Bedingung abhängige Handlungen.

Das rumänische Imperfekt (Imperfectul)Imperfectul

Das Imperfectul beschreibt Gewohnheiten, andauernde Vorgänge, Zustände und den Hintergrund einer Erzählung in der Vergangenheit: Mergeam la școală în fiecare zi bedeutet „Ich ging jeden Tag zur Schule“. Für ein abgeschlossenes Einzelereignis verwendet man dagegen meist das Perfectul compus: Ieri am mers la școală – „Gestern bin ich zur Schule gegangen“.

Der Vokativ im RumänischenCazul Vocativ

Der Vokativ ist der Anredefall: Er zeigt, dass eine Person oder Gruppe direkt angesprochen wird. Im Rumänischen kann der Name oder das Substantiv (ein Wort für eine Person oder Sache) dabei eine besondere Endung erhalten: Ion → Ioane!, Maria → Mario!, domn → domnule! und im Plural häufig -lor. Oft bleibt die Form jedoch auch unverändert, etwa in Mamă! oder Copii!.

Klitische Verdoppelung im RumänischenDublarea Clitică

Im Rumänischen kann ein unbetontes Objektpronomen zusammen mit dem vollständig genannten Objekt stehen: Îl văd pe Ion („Ich sehe Ion“), wörtlich etwa „Ihn sehe ich Ion“. Diese Verdoppelung ist besonders bei bestimmten Personen als direktem Objekt mit pe sowie bei bekannten Empfängern im Dativ das sichere Standardmuster.

Das Passiv im RumänischenDiateza Pasivă

Das Rumänische bildet das Passiv vor allem mit einer Form von a fi („sein“) und einem Partizip Perfekt: Cartea este citită („Das Buch wird gelesen“). Das Partizip richtet sich dabei in Geschlecht und Zahl nach dem Subjekt. Sehr häufig steht außerdem se mit der dritten Person: Se vând cărți („Bücher werden verkauft“).

Relativsätze im RumänischenPropozițiile Relative

Rumänische Relativsätze beginnen meistens mit care: Omul care vine („Der Mann, der kommt“). Ist das Bezugswort das direkte Objekt im Relativsatz, steht in der Standardsprache gewöhnlich pe care zusammen mit einem kurzen Objektpronomen: Cartea pe care o citesc („Das Buch, das ich lese“). Nach Präpositionen heißt es etwa în care oder cu care; im Dativ verändert sich care zu căruia, căreia oder cărora.

Adverbbildung im RumänischenFormarea Adverbelor

Viele rumänische Adverbien haben dieselbe Form wie die männliche beziehungsweise sächliche Einzahl des entsprechenden Adjektivs: frumos „schön“ → Cântă frumos „Er/Sie singt schön“. Als Adverb bleibt diese Form unverändert, unabhängig davon, wer etwas tut. Einige besonders häufige Wörter müssen jedoch einzeln gelernt werden, darunter bine „gut“, rău „schlecht“ und repede „schnell“.

Unterordnende Konjunktionen im RumänischenConjuncții Subordonatoare

Unterordnende Konjunktionen verbinden einen Hauptsatz mit einem inhaltlich abhängigen Satz: Știu că vine („Ich weiß, dass er kommt“). Anders als im Deutschen wandert das konjugierte Verb dabei nicht automatisch ans Satzende. Besonders wichtig ist die Wahl der Verbform: Nach că, dacă, deși und pentru că steht meist der Indikativ, während ca să und înainte să den Konjunktiv mit să verlangen.

Der persönliche *pe*-Marker im RumänischenMarcatorul Personal Pe

Rumänisch setzt pe vor allem vor ein direktes Objekt, wenn damit eine bestimmte Person gemeint ist: O caut pe Maria („Ich suche Maria“). Besonders klar ist die Regel bei Personennamen, betonten Pronomen und cine („wer“): pe Ion, pe mine, pe cine. Häufig erscheint zusätzlich ein kurzes Objektpronomen am Verb: Îl văd pe Ion.

Textkonnektoren im RumänischenConectorii Textuali

Rumänische Textkonnektoren zeigen, wie Gedanken zusammenhängen: în primul rând eröffnet eine Reihenfolge, de asemenea ergänzt, cu toate acestea schränkt ein und în concluzie fasst zusammen. Am Satzanfang stehen solche Ausdrücke meist vor einem Komma; die normale rumänische Wortstellung bleibt danach erhalten.

B2 (10)

Das Plusquamperfekt im RumänischenMai-mult-ca-perfectul

Das rumänische Mai-mult-ca-perfectul bezeichnet eine Handlung, die schon vor einem anderen Zeitpunkt in der Vergangenheit abgeschlossen war: Când am ajuns, plecase deja. – „Als ich ankam, war er/sie schon gegangen.“ Anders als im Deutschen besteht diese Zeitform aus nur einem Verbwort: plecasem bedeutet „ich war gegangen“, ganz ohne Hilfsverb.

Der Prezumtiv im RumänischenModul Prezumtiv

Der rumänische Prezumtiv (modul prezumtiv) stellt einen Sachverhalt nicht als sicher, sondern als vermutet dar. Für eine gegenwärtige oder andauernde Handlung steht häufig o fi + Gerundium: O fi dormind „Er oder sie schläft wohl“. Für eine vermutete abgeschlossene Handlung verwendet man o fi + Partizip: O fi venit „Er oder sie ist wohl gekommen“.

Das Gerunziu im RumänischenGerunziul

Das Gerunziu ist eine unveränderliche Verbform auf -ând oder -ind. Es verbindet meist zwei Handlungen mit demselben Handelnden: Merge cântând bedeutet je nach Zusammenhang „Er geht und singt dabei“ oder „Er geht singend“. Im Deutschen gibt man diese Form oft mit beim, indem, einem Nebensatz oder zwei Hauptsätzen wieder – nicht unbedingt mit einem Partizip auf -end.

Das Supinum im RumänischenSupinul

Das rumänische Supinum (supinul) besteht in seinem häufigsten Muster aus de + Partizip Perfekt: de făcut, de citit, de văzut. Es steht besonders nach Ausdrücken wie a avea „haben“, nach bewertenden Adjektiven und hinter Substantiven: Am ceva de făcut „Ich habe etwas zu tun“, greu de înțeles „schwer zu verstehen“, o carte de citit „ein Buch zum Lesen“.

Artikulierte Adjektive im RumänischenAdjective Articulate

Steht ein Adjektiv in einer bestimmten Nominalgruppe vor dem Substantiv, wird der bestimmte Artikel meist an das Adjektiv angehängt: poetul mare und marele poet bedeuten beide „der große Dichter“. Das Substantiv selbst bleibt in der zweiten Variante ohne Artikelendung. Das Adjektiv richtet sich dabei nach Geschlecht, Zahl und Fall des Substantivs.

Unbestimmte Pronomen im RumänischenPronumele Nehotărâte

Mit cineva und ceva spricht man von einer nicht näher bestimmten Person oder Sache; oricine und orice bedeuten „jede beliebige Person“ beziehungsweise „alles Beliebige“. Nimeni und nimic stehen in verneinten Aussagen normalerweise zusammen mit nu: Nu văd pe nimeni („Ich sehe niemanden“). Fiecare hebt jedes einzelne Mitglied einer Gruppe hervor und verlangt daher meist ein Verb im Singular.

Komplexe Sätze im RumänischenFraze Complexe

Rumänische komplexe Sätze verbinden gleichrangige Aussagen durch Wörter wie și „und“ oder dar „aber“ und ordnen andere Aussagen mit deși, dacă, pentru că oder astfel încât unter. Anders als im Deutschen wandert das finite Verb im rumänischen Nebensatz nicht ans Satzende: pentru că e târziu heißt „weil es spät ist“. Welche Verbform folgt, hängt von der Bedeutung der Verbindung ab.

Indirekte Rede im RumänischenVorbirea Indirectă

Aussagen werden meist mit că und Fragen mit dacă oder einem Fragewort wiedergegeben; Aufforderungen stehen mit să: A spus că vine, M-a întrebat dacă plec, A zis să aștept. Anders als im Deutschen braucht das Rumänische dafür keinen besonderen Konjunktiv der indirekten Rede. Zeitform, Pronomen und Zeit- oder Ortsangaben werden nur so angepasst, wie es die neue Perspektive verlangt.

Konditionalsätze im RumänischenPropozițiile Condiționale

Rumänische Bedingungssätze beginnen meist mit dacă („wenn/falls“). Bei einer realen Bedingung steht gewöhnlich der Indikativ: Dacă vii, te aștept. Bei einer nur gedachten oder nicht erfüllten Bedingung kann das Rumänische dagegen in beiden Teilsätzen den Konditional verwenden: Dacă aș avea bani, aș călători; für Vergangenes steht aș fi + Partizip: Dacă aș fi știut, aș fi venit.

Adjektivisches Partizip im RumänischenParticipiul Adjectival

Ein rumänisches Partizip kann wie ein Adjektiv ein Substantiv näher beschreiben: o ușă deschisă bedeutet „eine offene Tür“. Dann richtet es sich nach Genus (grammatischem Geschlecht) und Numerus (Einzahl oder Mehrzahl): deschis, deschisă, deschiși, deschise. Im zusammengesetzten Perfekt bleibt dasselbe Partizip dagegen unverändert: Ea a deschis ușa („Sie hat die Tür geöffnet“).

C1 (8)

Das Perfectul simplu im RumänischenPerfectul Simplu

Das Perfectul simplu bezeichnet eine abgeschlossene Handlung in der Vergangenheit und wird ohne Hilfsverb gebildet: văzui „ich sah“, plecă „er/sie ging“. In der heutigen Standardsprache begegnet es vor allem in literarischen Erzählungen; in Oltenien ist es dagegen auch in der Alltagssprache lebendig. Für gewöhnliche Gespräche ist meist das Perfectul compus die unmarkierte Wahl: am văzut statt văzui.

Literarische Verbformen im RumänischenForme Verbale Literare

Drei zusammengesetzte Formen drücken eine bereits abgeschlossene Handlung aus: voi fi + Partizip blickt von einem zukünftigen Zeitpunkt zurück, aș fi + Partizip bezeichnet eine nicht verwirklichte Möglichkeit oder eine unbestätigte Meldung, und să fi + Partizip ordnet eine Handlung einem Auslöser im Konjunktiv unter. Alle drei verwenden fi und ein Partizip, unterscheiden sich aber durch das Wort davor und durch ihre Funktion.

Regionale Variation im RumänischenVariație Regională

Rumänisch ist über sein gesamtes Sprachgebiet gut verständlich, klingt aber nicht überall gleich. Besonders Wortschatz, Aussprache und einzelne Verb- oder Pronomenformen verraten regionale Herkunft; für Lernende ist es wichtiger, solche Merkmale richtig einzuordnen, als sie sofort selbst nachzuahmen. Bezeichnungen wie „moldauisch“, „siebenbürgisch“ oder „oltenisch“ beschreiben außerdem keine scharf abgegrenzten, völlig einheitlichen Systeme.

Pragmatische Wortstellung im RumänischenTopica Pragmatică

Die rumänische Wortstellung ist flexibel, aber nicht beliebig: Die neutrale Folge Subjekt–Verb–Objekt kann verändert werden, um Bekanntes als Thema einzuordnen oder eine Information hervorzuheben. Ein vorangestelltes Objekt wird häufig durch ein Klitikum (ein kurzes, unbetontes Objektpronomen wie l- oder -o) wiederaufgenommen: Pe Ion l-am văzut ieri. Welche Lesart entsteht, hängt außer von der Stellung auch von Betonung, Sprechpause und Kontext ab.

Komplexe Nominalgruppen im RumänischenGrupuri Nominale Complexe

In einer komplexen rumänischen Nominalgruppe müssen Artikel, Adjektive, Zahlwörter, Demonstrativa und Possessiva als zusammengehörige Einheit gebaut werden. Entscheidend sind drei Fragen: Wo steht der bestimmte Artikel?, welche Wörter gleichen sich an Genus, Numerus und Kasus an? und worauf bezieht sich eine Genitivgruppe? Anders als im Deutschen stehen viele nähere Bestimmungen nach dem Substantiv; vorangestellte Elemente können jedoch den Artikel übernehmen.

Reihenfolge klitischer Pronomen im RumänischenOrdinea Cliticelor

Treffen im Rumänischen zwei unbetonte Objektpronomen aufeinander, steht normalerweise das Dativpronomen vor dem Akkusativpronomen: Mi-l dă „Er/Sie gibt ihn mir“. Vor dem zweiten Pronomen ändern Dativformen wie îmi, îți, ne, vă ihre Gestalt zu mi, ți, ni, vi. Bei zusammengesetzten Verbformen und besonders beim femininen o gelten zusätzliche Stellungs- und Bindestrichregeln.

Fortgeschrittener Konjunktiv im RumänischenConjunctivul Avansat

Der rumänische conjunctiv steht nach să und übernimmt viele Aufgaben, für die das Deutsche einen Infinitiv mit zu oder einen Nebensatz verwendet: Vreau să plec bedeutet „Ich will gehen“. Auf fortgeschrittenem Niveau sind besonders der Konjunktiv in Relativsätzen, der vergangene Typ să fi + Partizip und verkürzte irreale Bedingungen wie Să fi știut ... wichtig.

Ableitungssuffixe im RumänischenDerivarea cu Sufixe

Ableitungssuffixe sind Endungen, mit denen aus einem vorhandenen Wort ein neues Wort entsteht. Im Rumänischen bilden -ție/-țiune häufig Tätigkeits- und Ergebnisbezeichnungen, -tor/-toare Personenbezeichnungen, -bil/-bilă Adjektive der Möglichkeit und -ism/-ist Begriffe für Strömungen beziehungsweise deren Vertreter: a citi → cititor → citibil, „lesen → Leser → lesbar“. Die Muster sind produktiv, doch nicht jedes denkbare Wort ist tatsächlich gebräuchlich; Wortfamilien sollten daher immer im Zusammenhang gelernt werden.

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Akademisches Register im RumänischenRegistrul Academic

Akademisches Rumänisch verbindet Gedanken ausdrücklich und nachvollziehbar: Wendungen wie în ceea ce privește, dat fiind faptul că und în consecință markieren Thema, Begründung und Folgerung. Typisch sind außerdem komplexe Nebensätze, Nominalstil und unpersönliche Formen wie se poate afirma. Entscheidend ist jedoch nicht möglichst kompliziertes Formulieren, sondern eine präzise, angemessen vorsichtige Argumentation.

Neologismen ins Rumänische integrierenIntegrarea Neologismelor

Neue Fremdwörter bleiben im Rumänischen selten völlig außerhalb der Grammatik: Man sagt etwa email-ul mit nachgestelltem bestimmtem Artikel, like-uri mit rumänischer Pluralendung oder a scana als konjugierbares Verb. Welche Endung, welches Geschlecht und welche Schreibweise gelten, muss jedoch oft zusammen mit dem einzelnen Wort gelernt werden; nicht jedes neue Wort folgt automatisch demselben Muster.

Stilistische Register im RumänischenRegistre Stilistice

Rumänisch drückt denselben Sachverhalt je nach Situation sehr unterschiedlich aus: tare fain wirkt locker, foarte frumos neutral und deosebit de frumos gehoben. Auf C2-Niveau genügt es nicht, alle Varianten zu verstehen; entscheidend ist, Wortwahl, Anrede, Satzbau und Ton bewusst an Gesprächspartner, Medium und Zweck anzupassen.

Juristische und administrative Sprache auf RumänischLimbajul Juridic și Administrativ

Die rumänische Rechts- und Verwaltungssprache verdichtet Informationen durch feste Präpositionalgruppen, unpersönliche oder passive Formen, Nominalisierungen und genau abgestufte Nebensätze. Wendungen wie în conformitate cu, se aduce la cunoștință und subsemnatul sollte man vor allem als funktionale Bausteine erkennen: Sie benennen Rechtsgrundlage, Handlung, Verpflichtung oder erklärende Person möglichst eindeutig und unpersönlich.

Rumänische Redewendungen sicher verwendenExpresii Idiomatice

Rumänische Redewendungen wie a bate câmpii („Unsinn reden“) oder a trage pe sfoară („jemanden übers Ohr hauen“) bilden feste Einheiten: Ihre Gesamtbedeutung lässt sich nicht zuverlässig aus den einzelnen Wörtern ableiten. Man lernt sie deshalb am besten zusammen mit ihrer grammatischen Form, einer typischen Situation und ihrem Register. Besonders wichtig sind kleine feste Bestandteile wie o in a o lua razna und din in a da din casă.

Pragmatische Diskursmarker im RumänischenMarkeri Discursivi Pragmatici

Die Wörter deci, parcă, totuși, de altfel und oricum verbinden nicht nur Aussagen. Sie zeigen auch, wie Sprechende das Gesagte einordnen: als Schlussfolgerung, unsicheren Eindruck, Einwand, Zusatz oder Rückkehr zum eigentlichen Thema. Ihre deutsche Entsprechung hängt deshalb stark vom Zusammenhang und vom Tonfall ab.

Archaismen und Neologismen im RumänischenArhaisme și Neologisme

Archaismen sind ältere Wörter oder Formen, die heute historisch, feierlich oder bewusst literarisch wirken; Neologismen sind neuere Wörter oder neue Bedeutungen, oft aus anderen Sprachen übernommen. Entscheidend ist nicht nur ihre Bedeutung, sondern ihr Register – also die Sprachstufe, die zu einer Situation und Textsorte passt. Fremdwörter werden im Rumänischen häufig grammatisch integriert: feedbackul, feedbackuri, a implementa, implementăm.

Expressive Wortstellung im RumänischenTopica Expresivă

Im Rumänischen kann eine bewusst auffällige Wortstellung hervorheben, wovon die Rede ist, was im Gegensatz zu etwas anderem steht oder welche Stimmung ein Satz tragen soll. Formen wie Pe tine te caut („Dich suche ich“) und Frumoasă-i dimineața! („Schön ist der Morgen!“) sind daher nicht bloß umgestellte neutrale Sätze: Wortstellung, Pronomen, Satzmelodie und Stil wirken zusammen. Manche Muster sind auch im Gespräch üblich, andere klingen ausdrücklich rhetorisch, volkstümlich oder literarisch.

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