Kantonesisch-Grammatik
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A1 (28)
Die sechs Töne (六聲調) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Dieses Konzept deckt die zentralen Formen und Verwendungen in diesem Bereich ab.
Jyutping-Romanisierung (粵拼) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Jyutping ist das Standard-Romanisierungssystem für Kantonesisch. Es umfasst Anlaute (b, p, m, f, d, t, n, l, g, k, ng, h, gw, kw, w, z, c, s, j), Auslaute und Tonzahlen 1–6.
Grundlegende Begrüßungen und Ausdrücke (基本問候語) sind ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Dazu gehören wesentliche kantonesische Grußformeln und höfliche Wendungen für alltägliche Gespräche. Kantonesische Begrüßungen unterscheiden sich deutlich von ihren Entsprechungen im Mandarin.
Personalpronomen (人稱代詞) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Dieses Konzept deckt die zentralen Formen und Verwendungen in diesem Bereich ab.
係 (sein) (動詞「係」) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Dieses Konzept deckt die zentralen Formen und Verwendungen in diesem Bereich ab.
有 (to have / there is) (動詞「有」) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Das Verb 有 jau5 bedeutet „haben“ und „es gibt/da ist“. Die Verneinung lautet 冇 mou5 (nicht 唔有). 有冇 jau5 mou5 ist das Ja/Nein-Fragemuster für Besitz.
Grundlegende Negation (基本否定) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Dieses Konzept deckt die zentralen Formen und Verwendungen in diesem Bereich ab.
Zahlen und Zählen (數字) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Dieses Konzept deckt die zentralen Formen und Verwendungen in diesem Bereich ab.
Grundlegende Zählwörter (Klassifikatoren) (基本量詞) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Klassifikatoren stehen im Kantonesischen zwischen Zahlen oder Demonstrativwörtern und Nomen. 個 go3 ist der häufigste allgemeine Klassifikator. Weitere wichtige Formen sind 隻 zek3 (für Tiere), 本 bun2 (für Bücher), 枝 zi1 (für lange, dünne Gegenstände) und 架 gaa2 (für Fahrzeuge).
Demonstrativwörter (指示詞) sind ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Demonstrativwörter sind 呢 ni1 (dies/hier) und 嗰 go2 (das/dort). Sie werden mit Klassifikatoren verwendet: 呢個 ni1 go3 (dieses hier), 嗰個 go2 go3 (jenes dort). 呢度 ni1 dou6 bedeutet „hier“, 嗰度 go2 dou6 bedeutet „dort“.
Grundlegende Adjektive und 好 (基本形容詞同「好」) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Adjektive können im Kantonesischen ohne Kopulaverb prädikativ verwendet werden. Der Intensivierer 好 (hou2, „sehr“) steht häufig vor dem Adjektiv. Typische Grundadjektive sind 大/細, 多/少, 靚/醜 und 快/慢.
Grundlegende Fragemuster (基本疑問句) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Ja/Nein-Fragen werden oft mit dem A-唔-A-Muster oder mit der Partikel 呀 (aa3) gebildet. Häufige Fragewörter sind 咩 (me1, was), 邊個 (bin1 go3, wer), 邊度 (bin1 dou6, wo), 幾時 (gei2 si4, wann) und 點解 (dim2 gaai2, warum).
喺 (bei/in/auf) (介詞「喺」) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Die Präposition bzw. das Verb 喺 (hai2) markiert einen Ort („bei/in/auf“). Für statische Lokation steht meist 喺 + Ortsangabe. In Kombination mit 度 (dou6) entstehen Formen wie 喺呢度 („hier“) und 喺嗰度 („dort“).
Zeitausdrücke (時間表達) sind ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Grundlegende Zeitwörter sind 今日 gam1 jat6 (heute), 聽日 ting1 jat6 (morgen) und 尋日 cam4 jat6 (gestern). Uhrzeiten verwenden 點 dim2 (Uhr) und 個字 go3 zi6 (5-Minuten-Intervalle).
Grundlegende Verben und Wortstellung (基本動詞同語序) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Im Kantonesischen gilt meist die SVO-Wortstellung. Verben werden nicht nach Person, Zahl oder Zeitform konjugiert. Häufige Verben sind etwa 去 heoi3 (gehen), 食 sik6 (essen), 飲 jam2 (trinken), 睇 tai2 (schauen) und 聽 teng1 (hören).
Modalverben (情態動詞) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Häufige Modalverben stehen vor dem Vollverb: 可以 (ho2 ji5, „können/dürfen“), 想 (soeng2, „wollen“), 要 (jiu3, „müssen/brauchen“), 識 (sik1, „wissen wie/beherrschen“) und 鍾意 (zung1 ji3, „gern tun“).
Possessivpartikel 嘅 (嘅字結構) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Die Partikel 嘅 (ge3) markiert Besitz und modifiziert Nomen, ähnlich wie 的 im Mandarin. Sie steht zwischen Besitzer und Besitzobjekt, z. B. 我嘅書 („mein Buch“). Bei engen Beziehungen wird sie häufig weggelassen.
Grundlegende Konjunktionen (基本連詞) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Dieses Konzept deckt die zentralen Formen und Verwendungen in diesem Bereich ab.
Grundlegende Adverbien (基本副詞) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Häufige Adverbien stehen vor dem Verb: 都 (dou1, „auch/alle“), 就 (zau6, „dann/sofort“), 先 (sin1, „zuerst“), 再 (zoi3, „wieder/dann“), 仲 (zung6, „noch/sogar“) und 已經 (ji5 ging1, „bereits“).
Orts- und Richtungswörter (方位詞) sind ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Positionswörter folgen auf 喺: 上面 soeng6 min2 (oben/auf), 下面 haa6 min2 (unten/unter), 入面 jap6 min2 (drinnen), 外面 ngoi6 min2 (draußen), 前面 cin4 min2 (vorne/vor), 後面 hau6 min2 (hinten/hinter), 隔籬 gaak3 lei4 (neben).
Indefinitpronomen und 啲 (不定代詞同「啲」) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Wichtige indefiniten Wörter sind: 啲 di1 (etwas/ein bisschen), 乜嘢 mat1 je5 (was/etwas), 邊個 bin1 go3 (jemand/wer), 冇人 mou5 jan4 (niemand), 冇嘢 mou5 je5 (nichts). 啲 markiert auch den Plural: 啲人 (die Leute).
Ausdrücke für Essen und Bestellen (飲食同點餐) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Dazu gehört grundlegender Wortschatz für Restaurants und Essen. Die Esskultur spielt im Kantonesischen eine zentrale Rolle im sozialen Leben. Besonders wichtig sind Wendungen zum Bestellen in Cha-Chaan-Tengs (茶餐廳) und in Dim-Sum-Restaurants.
Familienbegriffe (家庭稱謂) sind ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Kantonesische Verwandtschaftsbezeichnungen unterscheiden zwischen väterlicher und mütterlicher Seite. 爸爸 baa4 baa1 (Papa), 媽媽 maa4 maa1 (Mama), 哥哥 go4 go1 (älterer Bruder), 姐姐 ze4 ze1 (ältere Schwester), 弟弟 dai6 dai2 (jüngerer Bruder), 妹妹 mui6 mui2 (jüngere Schwester).
Geld und Einkaufen (錢同購物) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Dieses Konzept deckt die zentralen Formen und Verwendungen in diesem Bereich ab.
Wetterausdrücke (天氣表達) sind ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Dazu gehören grundlegende Wetterwörter und -ausdrücke. Das subtropische Klima Hongkongs macht das Wetter zu einem häufigen Gesprächsthema. Schlüsselwörter sind 落雨 lok6 jyu5 (Regen), 出太陽 ceot1 taai3 joeng4 (sonnig), 凍 dung3 (kalt) und 熱 jit6 (heiß).
Tage, Monate und Daten (日期同星期) sind ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Wochentage werden mit 禮拜 lai5 baai3 oder 星期 sing1 kei4 + Zahl gebildet. Monate bestehen aus Zahl + 月 jyut6. Daten werden als Zahl + 號 hou6 ausgedrückt. Im Kantonesischen ist 禮拜 umgangssprachlicher als 星期.
Verkehr und Wegbeschreibung (交通同方向) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Dieses Konzept deckt die zentralen Formen und Verwendungen in diesem Bereich ab.
到 als Verbkomplement für Ankommen und Erreichen (動詞補語「到」) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A1. Das grundlegende Komplement 到 dou3 steht nach Bewegungsverben und bedeutet „ankommen“ oder „erreichen“. Typische Beispiele sind 返到 faan1 dou3 („zurück ankommen“), 去到 heoi3 dou3 („zu einem Ort gelangen“) und 嚟到 lai4 dou3 („hier ankommen“). Es bildet außerdem eine wichtige Grundlage für spätere Resultativkomplemente.
A2 (12)
Abgeschlossene Handlung mit 咗 (完成體「咗」) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A2. Der Aspektmarker 咗 zo2 steht nach dem Verb und zeigt eine abgeschlossene Handlung an (perfektiver Aspekt). Er entspricht nicht einfach einer Vergangenheitsform, sondern markiert Abschluss unabhängig vom Zeitbezug. Verneint wird die Struktur mit 冇.
Ongoing Action 緊 (進行體「緊」) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A2. Der Aspektmarker 緊 (gan2) steht nach dem Verb und markiert eine laufende Handlung (Progressiv). Er entspricht funktional oft dem englischen „-ing“. Häufig wird er mit 而家 (ji4 gaa1, „jetzt“) kombiniert.
Erfahrungsaspekt 過 (經歷體「過」) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A2. Der Aspektmarker 過 (gwo3) nach dem Verb zeigt eine vergangene Erfahrung an („schon einmal gemacht haben“). Verneint wird mit 未…過 („noch nie“). Das unterscheidet sich von 咗, das eher einen konkreten Abschluss markiert.
Grundlegende satzfinale Partikeln (基本語氣助詞) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A2. Dieses Konzept deckt die zentralen Formen und Verwendungen in diesem Bereich ab.
Vergleiche mit 過 und 比 (比較句) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A2. Es gibt zwei zentrale Vergleichsmuster: Adjektiv + 過 (gwo3) + Bezugsobjekt („mehr als“) ist eher umgangssprachlich, während das 比-Muster (A 比 B + Adjektiv) formeller wirkt. Für den Superlativ verwendet man 最 (zeoi3).
Erweiterte Klassifikatoren (進階量詞) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A2. Dieses Konzept deckt die zentralen Formen und Verwendungen in diesem Bereich ab.
俾 als „geben“ und Passivmarker (俾字句) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A2. Dieses Konzept deckt die zentralen Formen und Verwendungen in diesem Bereich ab.
Richtungskomplemente (趨向補語) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A2. Dabei werden Richtungsverben nach ein Hauptverb gesetzt, um die Bewegungsrichtung anzuzeigen: 嚟 lai4 („zum Sprecher hin“), 去 heoi3 („vom Sprecher weg“), 上 soeng5 („hinauf“), 落 lok6 („hinunter“), 入 jap6 („hinein“) und 出 ceot1 („hinaus“).
Temporale Konnektoren (時間連接詞) sind ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A2. Diese Ausdrücke markieren zeitliche Beziehungen zwischen Ereignissen: 嘅時候 (ge3 si4 hau6, wenn), 之後 (zi1 hau6, danach), 之前 (zi1 cin4, davor), 跟住 (gan1 zyu6, dann/als Nächstes) und 一路 (jat1 lou6, während).
Quantity and Degree Expressions (數量同程度表達) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A2. Dazu gehören Wörter und Muster für Menge und Grad, zum Beispiel 好多 hou2 do1 („sehr viele / viel“), 好少 hou2 siu2 („sehr wenige / wenig“), 幾 gei2 („ziemlich / einige“), 太 taai3 („zu“), 夠 gau3 („genug“) und 差唔多 caa1 m4 do1 („fast / ungefähr“).
Reflexive und emphatische Formen mit 自己 (反身詞「自己」) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A2. Dieses Konzept deckt die zentralen Formen und Verwendungen in diesem Bereich ab.
Häufigkeits- und Art-und-Weise-Adverbien (頻率同方式副詞) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau A2. Häufigkeitsadverbien sind zum Beispiel 成日 seng4 jat6 („immer/oft“), 有時 jau5 si4 („manchmal“), 間中 gaan3 zung1 („gelegentlich“), 好少 hou2 siu2 („selten“) und 從來 cung4 loi4 („nie“). Art-und-Weise-Adverbien sind zum Beispiel 慢慢 maan6 maan2 („langsam“) und 快快 faai3 faai3 („schnell“).
B1 (13)
Fortgeschrittene satzfinale Partikeln (進階語氣助詞) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B1. Dieses Konzept deckt die zentralen Formen und Verwendungen in diesem Bereich ab.
Resultative Complements (結果補語) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B1. Dabei stehen Komplementformen nach dem Verb und zeigen das Ergebnis einer Handlung an, zum Beispiel 到 dou2 („erreichen“), 完 jyun4 („beenden“), 好 hou2 („fertig/gut gelungen“), 錯 co3 („falsch“) oder 清楚 cing1 co2 („klar“).
Potentialkomplemente (得/唔) (能力補語) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B1. Verb + 得 dak1 + Komplement bedeutet, dass ein Ergebnis erreichbar ist; Verb + 唔 m4 + Komplement bedeutet, dass ein Ergebnis nicht erreichbar ist. Das Muster lautet V-得-RK („können“) gegenüber V-唔-RK („nicht können“).
Tentativaspekt 吓 (嘗試體「吓」) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B1. Dieses Konzept deckt die zentralen Formen und Verwendungen in diesem Bereich ab.
Serielle Verbkonstruktionen (連動句) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B1. Dabei stehen zwei oder mehr Verben nacheinander und teilen sich dasselbe Subjekt, ohne dass Konjunktionen dazwischen stehen. Häufige Muster sind etwa „gehen und etwas tun“, „nehmen und benutzen“ oder Ursache-Folge-Ketten.
Geschriebenes vs. gesprochenes Kantonesisch (書面語同口語) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B1. Kantonesisch hat unterschiedliche schriftliche (書面語) und gesprochene (口語) Register. Die schriftliche Form folgt dem Standard-Schriftchinesisch, während die gesprochene Form kantonesisch-spezifische Zeichen verwendet. Es gibt wichtige Unterschiede im Wortschatz.
Konditionalsätze (條件句) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B1. Dazu gehören Bedingungsmuster wie 如果…就 jyu4 gwo2...zau6 („wenn … dann“) und 除非…否則 ceoi4 fei1...fau2 zak1 („es sei denn … sonst“). In der Umgangssprache wird 如果 außerdem oft verkürzt, zum Beispiel zu 話.
Das Quantifikator-Suffix 晒 (程度補語「晒」) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B1. Das Suffix 晒 saai3 nach einem Verb bedeutet „alles/vollständig“ und zeigt an, dass die Handlung alles betrifft. Es kann auch Adjektive verstärken und ist in der Umgangssprache sehr häufig.
Relativsätze mit 嘅 (關係子句) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B1. Relativsätze werden gebildet, indem der beschreibende Teilsatz vor dem Nomen steht und mit 嘅 (ge3) verbunden wird. Die Grundstruktur ist [Teilsatz + 嘅 + Nomen], wobei das Bezugsnomen am Ende steht.
Imperativ- und Bitteformen (祈使句同請求) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B1. Dieses Konzept deckt die zentralen Formen und Verwendungen in diesem Bereich ab.
Purpose and Reason Clauses (目的同原因子句) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B1. Damit drückst du Zweck und Grund aus: 為咗 wai6 zo2 bedeutet etwa „um … zu“, 等 dang2 kann „damit“ einleiten. Für Begründungen sind 因為…所以 jan1 wai6...so2 ji5 („weil … deshalb“) und 既然 gei3 jin4 („da / angesichts dessen, dass“) besonders wichtig.
Temporalsätze (時間子句) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B1. Dazu gehören komplexere Zeitstrukturen wie 一…就 jat1...zau6 („sobald“), 嘅時候 ge3 si4 hau6 („wenn/als“), 直到 zik6 dou3 („bis“) und 自從 zi6 cung4 („seit“). Mit ihnen verbindest du Ereignisse in einer zeitlichen Abfolge.
都 as Universal Quantifier and Concessive (副詞「都」嘅多種用法) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B1. 都 dou1 hat mehrere fortgeschrittene Funktionen über «auch» hinaus: Universalquantor (alle/alles), konzessiv (trotzdem/dennoch) und emphatischer Gebrauch in Fragen. Position und Kontext bestimmen die Bedeutung.
B2 (11)
Kantonesische Redewendungen (廣東話慣用語) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B2. Hier geht es um typische kantonesische Redewendungen und umgangssprachliche Ausdrücke, die es so im Mandarin oft nicht gibt. Viele davon stammen aus der kantonesischen Oper, der Straßenkultur oder der lokalen Geschichte.
Komplexe Aspektkombinationen (複合體貌組合) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B2. Dieses Konzept deckt die zentralen Formen und Verwendungen in diesem Bereich ab.
Passiv- und Disposalkonstruktionen (被動同處置句式) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B2. Dieses Konzept deckt die zentralen Formen und Verwendungen in diesem Bereich ab.
Indirekte Rede (間接引述) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B2. Dabei gibst du wieder, was andere gesagt haben, oft mit 話 waa6 („sagen/gesagt haben“). Für direkte Rede steht 話 vor dem zitierten Inhalt. In der indirekten Wiedergabe können sich Pronomen verschieben, aber nicht die Zeitform im deutschen Sinn, weil das Kantonesische keine Tempusflexion wie Deutsch hat.
Topik-Kommentar-Struktur (主題評論結構) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B2. Kantonesisch bevorzugt stark eine Topik-Kommentar-Struktur, bei der das Thema zur Hervorhebung vorangestellt wird. Das Topik ist das, worüber der Satz spricht, und nicht zwingend das grammatische Subjekt.
Doppelobjekt- und Dativkonstruktionen (雙賓語結構) sind ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B2. Verben können zwei Objekte nehmen (indirekt + direkt): 俾 bei2 (geben), 教 gaau3 (unterrichten) und 問 man6 (fragen). Die kantonesische Wortstellung lautet: V + indirektes Objekt + direktes Objekt oder V + direktes Objekt + 俾 + indirektes Objekt.
Konzessive und kontrastive Nebensätze (讓步同對比子句) sind ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B2. Dazu gehören konzessive Muster wie 雖然…但係 seoi1 jin4...daan6 hai6 („obwohl … aber“), 就算…都 zau6 syun3...dou1 („selbst wenn … trotzdem“) und 無論…都 mou4 leon6...dou1 („egal … trotzdem“).
Emphatische und verstärkende Muster (強調同加強語氣) sind ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B2. Dazu gehören Strukturen zur Betonung: 連…都 lin4...dou1 (sogar), 點都 dim2 dou1 (auf jeden Fall/egal was), 真係 zan1 hai6 (wirklich), Reduplikation zur Verstärkung (大大個 daai6 daai6 go3) und rhetorische Muster.
Unbestimmte und generische Referenz (泛指同不定指稱) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B2. Dazu gehören generische und unbestimmte Referenzmuster: bloße Nomen für generische Bezüge, 人哋 jan4 dei6 (andere Leute/man allgemein), 有人 jau5 jan4 (jemand), 每 mui5 (jeder/jede) und 任何 jam6 ho4 (beliebig/irgendein).
Fortgeschrittene Gradadverbien (進階程度副詞) sind ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B2. Dazu gehören nuancierte Gradausdrücke: 幾咁 gei2 gam3 (so/wie), 咁 gam3 (so), 特別 dak6 bit6 (besonders), 極 gik6 (äußerst), 簡直 gaan2 zik6 (geradezu/absolut) und 相當 soeng1 dong1 (ziemlich/recht).
Kausativkonstruktionen (使役結構) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau B2. Kausalität wird z. B. mit 令 (ling6, formell: „verursachen“), 搞到 (gaau2 dou3, umgangssprachlich: „dazu führen“) und 俾 (bei2, „lassen/erlauben“) ausgedrückt. Das Muster „Betroffener + Verb“ zeigt, was durch die Ursache ausgelöst wurde.
C1 (9)
Partikelstapelung und Kombinationen (語氣詞疊加) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau C1. Mehrere Satzendpartikeln können kombiniert werden und dadurch fein abgestufte pragmatische Bedeutungen erzeugen. Die Reihenfolge ist wichtig: zuerst Tempus-/Aspektpartikeln, danach Stimmungs- bzw. Modalpartikeln, z. B. 喇噃, 㗎喎, 嘅啫.
Klassische und literarische Ausdrücke (文言同書面表達) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau C1. Gemeint sind klassisch-chinesische und literarische Ausdrücke, die im Kantonesischen erhalten geblieben sind und sich oft vom Mandarin unterscheiden. Dazu gehören formelles Schriftkantonesisch, Nachrichtensprache und vierzeichenige Redewendungen (成語), die auch in der gesprochenen Sprache vorkommen.
Fokus- und Spaltsatzkonstruktionen (焦點同分裂句) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau C1. Dieses Konzept deckt die zentralen Formen und Verwendungen in diesem Bereich ab.
Slang und Internet-Kantonesisch (俚語同網絡用語) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau C1. Hier geht es um zeitgenössischen kantonesischen Slang aus Internetkultur, sozialen Medien und Jugendsprache. Dazu gehören kreative Schriftzeichenverwendungen, Lehnwörter und codierte Ausdrücke, die typisch für die digitale Kultur Hongkongs sind.
Fortgeschrittene Komplementmuster (進階補語結構) sind ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau C1. Komplexe Komplementmuster verbinden Grad-, Ausmaß- und beschreibende Komplemente: beschreibendes 得 dak1 (V得 + Beschreibung), Ausmaßkomplemente (V到 + Ergebnis) und Art-und-Weise-Komplemente in formeller Sprache.
Formal Spoken Cantonese (正式口語粵語) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau C1. Dieses Register wird in Präsentationen, Reden und akademischen Kontexten verwendet. Es verbindet umgangssprachliche kantonesische Syntax mit gehobenem Wortschatz und unterscheidet sich sowohl von lockerer Alltagssprache als auch von laut gelesener Standardschriftsprache.
Tonwechselregeln (veränderte Töne) (變調規則) sind ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau C1. Systematische Tonwechsel im Kantonesischen: pinjam (veränderter Ton), bei dem ein hoch steigender Ton Bedeutungsverschiebungen markiert (z. B. Verkleinerung oder Vertrautheit). Manche Tonwechsel zeigen umgangssprachliche gegenüber literarischen Lesungen an. 女 neoi5 → neoi2 (umgangssprachlich).
Englisch-kantonesische Code-Mixing-Muster (英粵混用模式) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau C1. Dieses Konzept deckt die zentralen Formen und Verwendungen in diesem Bereich ab.
Nachrichten- und Medienregister (新聞傳媒語體) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau C1. Gemeint ist ein formelles Kantonesisch für Nachrichten, das chinesische Schriftsyntax mit kantonesischer Aussprache verbindet. Typisch sind formeller Wortschatz, komplexe Sätze und schriftsprachlich geprägte Grammatik.
C2 (7)
Fortgeschrittene pragmatische Strategien (進階語用策略) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau C2. Dazu gehören anspruchsvolle Gesprächsstrategien wie Abschwächung (Hedging), Gesichtswahrung, indirekte Ablehnung, strategischer Partikelgebrauch für Höflichkeitsabstufungen sowie Code-Mixing mit Englisch im Hongkonger Kantonesisch.
Regional and Generational Variation (地域同年代差異) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau C2. Es geht um Unterschiede zwischen dem Kantonesisch in Hongkong, Guangzhou und Übersee-Communities. Dazu kommen generationsbedingte Unterschiede im Wortschatz, bei Tonzusammenfällen und durch den Einfluss des Mandarin auf jüngere Sprecherinnen und Sprecher.
Formelles und bürokratisches Register (正式同官方語體) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau C2. Dabei handelt es sich um stark formelles Kantonesisch in Behörden-, Rechts- und Geschäftskontexten. Es verbindet schriftchinesische Strukturen mit kantonesischer Aussprache und orientiert sich an Nachrichtenstil sowie formellen Redekonventionen.
Kantonesische Oper und kulturelle Ausdrücke (粵劇同文化表達) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau C2. Viele Ausdrücke stammen aus der kantonesischen Oper (粵劇), aus traditioneller Kultur und aus dem Mahjong-Kontext. Zahlreiche umgangssprachliche Redewendungen gehen auf theatrale, spielbezogene und historische Situationen der kantonesischen Kultur zurück.
Kantonesischer Humor und Wortspiele (廣東話幽默同語言遊戲) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau C2. Kantonesischer Humor stützt sich stark auf tonale Wortspiele (諧音), Witze mit Gleichklängen und kulturelle Anspielungen. Wortspiele mit fast gleich klingenden Wörtern und unterschiedlichen Tönen sind zentral für kantonesische Komik und Alltagswitz.
Dialektale Phonologie und Lautwandel (方言音韻同語音變化) ist ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau C2. Dieses Konzept deckt die zentralen Formen und Verwendungen in diesem Bereich ab.
Historische Sprachschichten (語言歷史層次) sind ein wichtiges Konzept im Kantonesischen auf dem Niveau C2. Kantonesisch bewahrt altchinesische Merkmale, die im Mandarin verloren gegangen sind: Eintrittstöne (入聲 mit Auslauten -p, -t, -k), klassisches Vokabular und phonologische Unterscheidungen des Mittelchinesischen. Das Verständnis dieser Verbindungen verknüpft Kantonesisch mit klassischen Texten.
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