Indirekte Rede im Walisischen
Araith Anuniongyrchol
Dieser Artikel ist Teil des Walisisch-Grammatikbaums auf Settemila Lingue.
Kurz gesagt
In der walisischen indirekten Rede wird ein Zitat nicht einfach hinter ein unveränderliches Wort für „dass“ gesetzt. Aussagen mit einer Form von bod werden meist als bod-Satz aufgebaut, zum Beispiel ei fod e'n mynd („dass er ging“); finite Verbformen (Formen, die selbst Person und Zeit anzeigen) stehen unter anderem nach y/yr, besonders häufig als y byddai („dass … würde“). Indirekte Ja-/Nein-Fragen beginnen dagegen mit a, etwa a oeddwn i'n dod („ob ich käme“).
Überblick
Indirekte Rede — auf Walisisch araith anuniongyrchol — gibt wieder, was jemand gesagt, gefragt oder erklärt hat, ohne die ursprünglichen Worte als direktes Zitat zu wiederholen. Aus „Dw i'n flinedig“ wird beispielsweise Dwedodd Ceri ei fod e'n flinedig: „Ceri sagte, dass er müde sei.“ Der wiedergegebene Inhalt ist ein Nebensatz, also ein Satzteil, der hier als Inhalt von „sagen“ oder „fragen“ dient.
Auf B2 geht es vor allem darum, die passende Satzart zu wählen. Walisisch hat kein einziges Bindewort, das in allen Fällen dem deutschen dass entspricht. Bei vielen zusammengesetzten Verbformen verwendet man bod; bei einer flektierten Zukunft oder Bedingungsform begegnet häufig y byddai; eine Ja-/Nein-Frage verlangt a. Außerdem müssen Person, Zeit und Blickpunkt zur neuen Erzählsituation passen.
Für Deutschsprachige ist zweierlei ungewohnt. Erstens rückt das Verb im walisischen Nebensatz nicht wie im deutschen dass-Satz ans Ende. Zweitens gibt es keine direkte Entsprechung zum deutschen Konjunktiv I in „er sagte, er sei müde“. Ob man die Aussage als fremde Behauptung kennzeichnet, ergibt sich im Walisischen vor allem aus dem Redeverb und dem eingebetteten Satzbau, nicht aus einer eigenen Konjunktivform für jede Person.
So funktioniert es
1. Zuerst die Art des wiedergegebenen Satzes bestimmen
Der Inhalt entscheidet über die Konstruktion. Die folgende Übersicht ist deshalb nützlicher als die Suche nach einem einzigen Wort für „dass“.
| Inhalt | Typisches Muster | Beispiel | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| Aussage mit bod-Verbgruppe | Redeverb + persönliche bod-Form | Dwedodd hi ei fod e'n gweithio. | Sie sagte, dass er arbeite/arbeitete. |
| Aussage mit Substantiv als Subjekt | Redeverb + bod + Subjekt | Dwedodd hi fod y siop ar gau. | Sie sagte, dass das Geschäft geschlossen sei. |
| Zukunft aus vergangener Sicht | Redeverb + y byddai + Subjekt | Dwedodd hi y byddai'r trên yn hwyr. | Sie sagte, der Zug werde verspätet sein. |
| verneinte Aussage | Redeverb + na/nad + Verb | Dwedodd hi nad oedd e gartref. | Sie sagte, dass er nicht zu Hause sei. |
| Ja-/Nein-Frage | Frageverb + a + Verb | Gofynnodd hi a oedd e'n barod. | Sie fragte, ob er bereit sei. |
| Frage mit Fragewort | Frageverb + Fragewort + abhängiger Satz | Gofynnodd pryd y byddai'r trên yn cyrraedd. | Sie fragte, wann der Zug ankommen werde. |
Dweud beziehungsweise die vollständigere Wörterbuchform dywedyd bedeutet „sagen“. Im Präteritum (einer einfachen Vergangenheitsform) stehen in den Beispielen sowohl das verbreitete dwedodd als auch das vollständigere dywedodd. Gofyn heißt „fragen“, das Präteritum lautet gofynnodd.
2. Aussagen mit bod bilden
Viele walisische Aussagen bestehen aus einer Form von bod („sein“) und einer Ergänzung: mae e'n gweithio („er arbeitet“), mae hi'n sâl („sie ist krank“), maen nhw wedi gadael („sie sind gegangen“). In der indirekten Rede wird diese Hauptsatzform nicht unverändert übernommen. Bei einem Pronomen als Subjekt erscheinen persönliche Verbindungen aus einem Possessivwort (einer Form wie „mein/dein/sein“) und bod.
| Gemeinte Person | Form vor dem wiedergegebenen Inhalt | Beispielanfang |
|---|---|---|
| ich | fy mod i | Dwedodd hi fy mod i … |
| du | dy fod di | Dwedodd hi dy fod di … |
| er | ei fod e/o | Dwedodd hi ei fod e … |
| sie (Einzahl) | ei bod hi | Dwedodd hi ei bod hi … |
| wir | ein bod ni | Dwedodd hi ein bod ni … |
| ihr/Sie | eich bod chi | Dwedodd hi eich bod chi … |
| sie (Mehrzahl) | eu bod nhw | Dwedodd hi eu bod nhw … |
Die Wechsel bod → mod und bod → fod sind Mutationen, also regelmäßige Veränderungen des Wortanfangs. Am besten werden die ganzen Bausteine gelernt. Besonders wichtig ist der Unterschied zwischen ei fod e/o („dass er …“) und ei bod hi („dass sie …“).
Nach der persönlichen Form bleibt der normale Aufbau einer bod-Verbgruppe erhalten:
- Tätigkeit oder Zustand mit yn: ei fod e'n gweithio — „dass er arbeitet/arbeitete“
- abgeschlossene Handlung mit wedi: eu bod nhw wedi gadael — „dass sie gegangen sind/waren“
- Ortsangabe ohne yn: ei bod hi yma — „dass sie hier ist/war“
- Substantiv als ausdrücklich genanntes Subjekt: bod y plant yn cysgu — „dass die Kinder schlafen/schliefen“
Apostrophe zeigen häufig eine Zusammenziehung: e + yn wird zu e'n, hi + yn zu hi'n. Das ist keine besondere Kennzeichnung der indirekten Rede.
3. Person und Bezugspunkt anpassen
Beim Umbau eines Zitats verändert sich die Person danach, wer berichtet. Sagt Aled selbst Dw i'n brysur („Ich bin beschäftigt“), so heißt es aus Sicht einer anderen Person:
- direkt: Dywedodd Aled, “Dw i'n brysur.”
- indirekt: Dwedodd Aled ei fod e'n brysur.
Das ursprüngliche i („ich“) bezeichnet Aled und wird deshalb zu e („er“). Ebenso kann fy („mein“) zu ei („sein/ihr“) und yma („hier“) zu yno („dort“) werden. Solche Änderungen folgen der Bedeutung, nicht einer starren Austauschtabelle.
4. Zeitverhältnisse ausdrücken
Nach einem Redeverb in der Vergangenheit wird eine spätere Handlung oft aus diesem vergangenen Blickpunkt dargestellt. Besonders klar ist der Wechsel von Zukunft zu Konditional (einer Form für „würde“):
- direkt: Bydd hi'n dod yfory. — „Sie wird morgen kommen.“
- indirekt: Dwedodd e y byddai hi'n dod drannoeth. — „Er sagte, sie werde am folgenden Tag kommen.“
Bei bod-Sätzen ist die Verschiebung weniger mechanisch als im Deutschen. Dwedodd e ei fod e'n mynd kann im passenden Zusammenhang „Er sagte, dass er ging/gerade aufbrach“ bedeuten; die Vergangenheit des Redeverbs liefert bereits den zeitlichen Rahmen. Für eine vorher abgeschlossene Handlung schafft wedi Klarheit: Dwedodd e ei fod e wedi gorffen („Er sagte, er habe fertiggemacht“).
| Zeitbeziehung zum Sagen | Häufiges walisisches Mittel | Beispiel |
|---|---|---|
| gleichzeitig oder als Zustand dargestellt | persönliche bod-Form + yn | ei bod hi'n gweithio |
| vor dem Sagen abgeschlossen | persönliche bod-Form + wedi | ei bod hi wedi gorffen |
| nach dem Sagen erwartet | y byddai | y byddai hi'n ffonio |
| weiterhin gültig oder noch zukünftig | je nach aktuellem Blickpunkt auch Gegenwarts-/Zukunftsbezug | Mae e'n dweud y bydd hi'n dod. |
Eine Zeitenverschiebung ist also ein Mittel zur zeitlichen Einordnung, kein blind anzuwendender Automatismus. Wenn eine Aussage weiterhin gilt, kann der gegenwärtige Blickpunkt erhalten bleiben.
5. y/yr vor finiten Formen
Wenn das eingebettete Verb seine Zeit und Person selbst trägt, kann die bejahte Aussage mit y, vor einem Vokal in entsprechenden Standardformen mit yr, eingeleitet werden. Für die indirekte Rede ist das häufigste und wichtigste Muster y byddai:
- Dwedodd y byddai'n dod yfory. — „Er sagte, er werde morgen kommen.“
- Esboniodd y rheolwr y byddai'r swyddfa'n cau'n gynnar. — „Der Leiter erklärte, das Büro werde früh schließen.“
Das y ist hier keine Übersetzung des deutschen bestimmten Artikels. Es kennzeichnet die Verbindung zum übergeordneten Redeverb. Vor einer verneinten finiten Form stehen dagegen na oder nad: Dywedodd nad oedd y drws ar agor („Er sagte, die Tür sei nicht offen“). Als verlässliche Grundorientierung steht nad vor einem Vokal, etwa nad oedd, und na vor einem Konsonanten, etwa na fyddai; dabei kann der folgende Konsonant mutieren.
6. Fragen indirekt wiedergeben
Eine indirekte Frage behält ihren Fragecharakter, hat aber weder Anführungszeichen noch den Aufbau eines eigenständigen direkten Fragesatzes.
Bei einer Frage, die mit ja oder nein beantwortet werden kann, steht a im Sinn von „ob“:
- direkt: Wyt ti'n dod? — „Kommst du?“
- indirekt: Gofynnodd hi a oeddwn i'n dod. — „Sie fragte, ob ich käme.“
Bei Informationsfragen bleibt das Fragewort erhalten, zum Beispiel pwy („wer“), beth („was“), ble („wo“), pam („warum“) oder pryd („wann“):
- Gofynnodd hi ble roeddwn i'n byw. — „Sie fragte, wo ich wohnte.“
- Gofynnodd e pryd y byddai'r cyfarfod yn dechrau. — „Er fragte, wann die Besprechung beginnen werde.“
Im Deutschen kann „dass“ umgangssprachlich nach fragen auftauchen („Er fragte, dass …“), gilt dort aber bereits als unpassend; im Walisischen führt derselbe Denkfehler ebenfalls zur falschen Satzart. Nach gofyn muss zwischen a und einem echten Fragewort gewählt werden.
Beispiele im Kontext
| Walisisch | Deutsch | Hinweis |
|---|---|---|
| Dwedodd e ei fod e'n mynd. | Er sagte, dass er gehe/ging. | gleichzeitiger Vorgang mit ei fod e |
| Gofynnodd hi a oeddwn i'n dod. | Sie fragte, ob ich käme. | indirekte Ja-/Nein-Frage mit a |
| Dwedodd y byddai'n dod yfory. | Er sagte, er werde morgen kommen. | Zukunft aus vergangener Sicht |
| Dywedodd Mari ei bod hi'n flinedig. | Mari sagte, sie sei müde. | weiblicher Bezug: ei bod hi |
| Dwedodd Aled ei fod e wedi colli'r allwedd. | Aled sagte, er habe den Schlüssel verloren. | vorzeitige Handlung mit wedi |
| Dywedodd yr athro fod y plant yn gweithio'n dda. | Der Lehrer sagte, dass die Kinder gut arbeiteten. | genanntes Subjekt nach fod |
| Esboniodd hi nad oedd y siop ar agor. | Sie erklärte, dass das Geschäft nicht geöffnet sei. | verneinte Aussage mit nad oedd |
| Mae'r meddyg yn dweud bod angen gorffwys. | Der Arzt sagt, dass Ruhe nötig ist. | unpersönlicher Inhalt mit bod angen |
| Gofynnodd e ble roeddwn i'n byw. | Er fragte, wo ich wohnte. | Fragewort bleibt erhalten |
| Gofynnodd y teithwyr pryd y byddai'r trên yn cyrraedd. | Die Reisenden fragten, wann der Zug ankommen werde. | Fragewort + y byddai |
| Dwedodd y rheolwr y byddai'r swyddfa'n cau am bump. | Der Leiter sagte, das Büro werde um fünf schließen. | y byddai mit genanntem Subjekt |
| Dywedodd y tystion eu bod nhw wedi clywed sŵn. | Die Zeugen sagten, sie hätten ein Geräusch gehört. | Mehrzahl: eu bod nhw |
| Dwedodd hi wrtha i am aros y tu allan. | Sie sagte mir, ich solle draußen warten. | wiedergegebene Aufforderung |
Häufige Fehler
Einen deutschen dass-Satz Wort für Wort nachbauen
- Falsch: Dwedodd e mae e'n flinedig.
- Richtig: Dwedodd e ei fod e'n flinedig.
- Warum: Die unabhängige Hauptsatzform mae e wird nach dweud nicht einfach angehängt. Für diesen persönlichen bod-Satz braucht man ei fod e.
ei fod und ei bod verwechseln
- Falsch: Dywedodd Mari ei fod hi'n flinedig.
- Richtig: Dywedodd Mari ei bod hi'n flinedig.
- Warum: Ei fod e/o gehört zum männlichen Bezug, ei bod hi zum weiblichen. Das nachgestellte Pronomen macht den Unterschied zusätzlich sichtbar.
Eine indirekte Frage mit bod einleiten
- Falsch: Gofynnodd hi bod oeddwn i'n dod.
- Richtig: Gofynnodd hi a oeddwn i'n dod.
- Warum: Eine Ja-/Nein-Frage verlangt hier a („ob“). Bod leitet in diesem Muster eine Aussage, keine Frage ein.
Die ursprüngliche Person unverändert lassen
- Falsch: Aled sagt Dw i'n barod; später: Dwedodd Aled fy mod i'n barod.
- Richtig: Dwedodd Aled ei fod e'n barod.
- Warum: Das ursprüngliche „ich“ bezeichnet Aled. Aus Sicht der berichtenden Person wird daraus „er“; entsprechend wechselt auch der persönliche bod-Baustein.
Jede Zukunft unverändert übernehmen
- Unpassend bei vergangenem Blickpunkt: Dwedodd e y bydd hi'n dod drannoeth.
- Passend: Dwedodd e y byddai hi'n dod drannoeth.
- Warum: Liegt das Sagen in der Vergangenheit und war das Kommen damals noch zukünftig, drückt byddai diesen Blickpunkt klar aus. Ist die Ankunft zum Zeitpunkt des Berichts weiterhin zukünftig, kann dagegen eine Zukunftsform inhaltlich sinnvoll bleiben.
Zeit- und Ortswörter automatisch beibehalten
- Unklar in einer späteren Erzählung: Dwedodd hi y byddai hi yma yfory.
- Klarer: Dwedodd hi y byddai hi yno drannoeth.
- Warum: Yma („hier“) und yfory („morgen“) beziehen sich auf Ort und Tag des Sprechens. In einem späteren Bericht können yno („dort“) und drannoeth („am folgenden Tag“) nötig sein. Findet der Bericht noch am selben Ort und Tag statt, darf die ursprüngliche Angabe bleiben.
Hinweise zum Gebrauch
In gesprochener Sprache unterscheiden sich Formen je nach Region. Für „er“ sind im Süden häufig e/fe, im Norden o/fo zu hören. Daher kommen sowohl ei fod e als auch ei fod o vor. Ebenso stehen das kürzere dwedodd und das vollständigere dywedodd nebeneinander. Für das eigene Sprechen ist eine konsequente regionale oder kursübliche Variante hilfreicher als ein zufälliges Mischen.
Die vollständigen Muster fy mod i, ei fod e, ei bod hi, eu bod nhw sind in der Alltagssprache deutlich und natürlich. In knapperem, formellerem Schriftwalisisch kann das wiederholte Pronomen fehlen, wenn die Person aus dem Zusammenhang hervorgeht: Dywedodd ei fod yn barod. Bei mehrdeutigen Bezügen ist die ausdrückliche Nennung jedoch oft verständlicher.
Auch das Deutsche bietet mehrere Übersetzungsmöglichkeiten. Dwedodd hi ei bod hi'n sâl kann je nach Stil als „Sie sagte, dass sie krank sei“, „Sie sagte, sie sei krank“ oder in lockerer Sprache „Sie sagte, dass sie krank war“ erscheinen. Daraus darf man nicht schließen, dass das walisische bod-Muster selbst einem bestimmten deutschen Konjunktiv oder einer bestimmten deutschen Zeitform entspricht. Entscheidend ist das Zeitverhältnis im gesamten Zusammenhang.
Zeitwörter werden nur dann angepasst, wenn sich der Bezugspunkt tatsächlich verschiebt. Häufige Möglichkeiten sind yfory („morgen“) → drannoeth oder y diwrnod wedyn („am folgenden Tag“), ddoe („gestern“) → y diwrnod cynt („am Vortag“), yma („hier“) → yno („dort“) und nawr („jetzt“) → bryd hynny („damals/zu diesem Zeitpunkt“).
Über die Grundlagen hinaus: komplexere Berichte
Aufforderungen und Bitten
Eine Aufforderung wird nicht wie eine Tatsachenaussage mit bod wiedergegeben. Nach dweud wrth rywun („jemandem sagen“) ist am + Verbalsubstantiv verbreitet; ein Verbalsubstantiv ist die Grundform, die im Walisischen viele Aufgaben des deutschen Infinitivs übernimmt.
- direkt: Arhosa y tu allan! — „Warte draußen!“
- indirekt: Dwedodd hi wrtha i am aros y tu allan. — „Sie sagte mir, ich solle draußen warten.“
Bei einer Bitte kann auch gofyn i rywun + Verbalsubstantiv stehen:
- Gofynnodd hi i mi gau'r ffenest. — „Sie bat mich, das Fenster zu schließen.“
Damit wird der Unterschied zwischen Information und gewünschter Handlung sichtbar: Dwedodd hi fod y ffenest ar gau berichtet eine Tatsache; gofynnodd hi i mi gau'r ffenest berichtet eine Bitte.
Mehrere Ebenen und verbundene Inhalte
Längere Berichte können verschiedene Konstruktionen verbinden:
Esboniodd y rheolwr fod y system wedi methu ac y byddai'r tîm yn rhoi cynnig arall arni.
„Der Leiter erklärte, das System sei ausgefallen und das Team werde einen weiteren Versuch unternehmen.“ Der erste Inhalt verwendet fod ... wedi für das bereits eingetretene Ereignis; der zweite verwendet y byddai für das, was danach geschehen sollte. Bei solchen Sätzen hilft es, jede Ebene einzeln zu markieren: Wer berichtet? Was war schon geschehen? Was war damals noch zukünftig?
Auch eine Frage kann in einen weiteren Bericht eingebettet sein: Dwedodd hi nad oedd hi'n gwybod a fyddai e'n dod — „Sie sagte, sie wisse nicht, ob er kommen werde.“ Hier leitet nad oedd die verneinte Aussage „sie wusste nicht“ ein; a fyddai kennzeichnet innerhalb dieser Aussage die Ja-/Nein-Frage „ob er kommen würde“.
Distanz zur Aussage
Anders als der deutsche Konjunktiv I markiert der walisische Satzbau nicht automatisch, ob die berichtende Person die Aussage glaubt. Dywedodd y gweinidog y byddai'r cynllun yn gweithio gibt zunächst nur die Behauptung wieder. Zweifel oder Zustimmung werden durch Wortwahl und Zusammenhang ausgedrückt, etwa durch „behaupten“, „bestätigen“ oder einen anschließenden Kommentar. Beim Lesen journalistischer Texte sollte man deshalb zwischen grammatischer indirekter Rede und der Haltung der Verfasserin oder des Verfassers unterscheiden.
Übungstipps
- Baue Zitate in zwei Schritten um. Unterstreiche zuerst Person, Zeit- und Ortswörter. Entscheide dann, ob der Inhalt eine Aussage mit bod, eine finite Zukunft mit y byddai oder eine Frage mit a beziehungsweise einem Fragewort ist.
- Lerne die persönlichen Formen rhythmisch. Sprich fy mod i, dy fod di, ei fod e, ei bod hi, ein bod ni, eich bod chi, eu bod nhw mit demselben Ende, etwa yn barod. So werden Mutation und Person zu einem abrufbaren Baustein.
- Zeichne eine kleine Zeitlinie. Markiere den Zeitpunkt des Sagens und den Zeitpunkt des berichteten Ereignisses. Formuliere anschließend einen gleichzeitigen Satz mit yn, einen vorzeitigen mit wedi und einen nachzeitigen mit y byddai.
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