Türkische Verbalsubstantive und Infinitive
İsim-Fiiller
Dieser Artikel ist Teil des Türkisch-Grammatikbaums auf Settemila Lingue.
Kurz gesagt
Türkische İsim-Fiiller machen aus einer Handlung etwas, das im Satz wie ein Substantiv (ein Hauptwort) behandelt werden kann. Die wichtigsten Endungen sind -mak/-mek für die allgemeine Infinitivform, -ma/-me für eine Handlung oder einen Vorgang und -ış/-iş/-uş/-üş besonders für die Art, den Ablauf oder das Ergebnis einer Handlung: yüzmek „schwimmen“, okuma „Lesen“ und gülüş „Art zu lächeln; Lächeln“.
Überblick
Ein Verb bezeichnet normalerweise eine Handlung: yüzüyor heißt „er oder sie schwimmt“. Mit einem İsim-Fiil, also einem Verbalsubstantiv (einer aus einem Verb gebildeten substantivischen Form), kann dieselbe Handlung Subjekt, Objekt oder Ergänzung werden. So ist yüzmek in Yüzmek sağlıklıdır „Schwimmen ist gesund“ das Subjekt; in Yüzmek istiyorum „Ich möchte schwimmen“ ergänzt es das Verb istemek „wollen“.
Das Deutsche verwendet dafür oft den Infinitiv oder einen substantivierten Infinitiv: „schwimmen“, „das Schwimmen“, „beim Schwimmen“. Türkisch setzt dagegen Endungen direkt an den Verbstamm und kann anschließend weitere Endungen für Besitz oder Fall anhängen. Ein Fall zeigt hier, welche Rolle die Form im Satz hat, etwa als bestimmtes Objekt oder als Ausgangspunkt. Artikel und grammatisches Geschlecht gibt es dabei nicht.
Die Grundidee wird auf A2 wichtig: Verbstamm + passende İsim-Fiil-Endung. Für den Anfang genügt meist die Unterscheidung zwischen -mak/-mek als allgemeinem Infinitiv und -ma/-me als handlicher substantivischer Form. Die Endung -(y)ış/-(y)iş/-(y)uş/-(y)üş ist weniger frei verwendbar und wird am besten zusammen mit häufigen Wörtern gelernt. Spätere Abschnitte zeigen, wie diese Formen auch ganze Nebensätze tragen können.
Bildung und Funktion
Der Verbstamm
In Wörterbüchern stehen türkische Verben gewöhnlich mit -mak oder -mek. Entfernt man diese Endung, erhält man den Verbstamm, also den Teil mit der Grundbedeutung:
| Wörterbuchform | Verbstamm | Bedeutung |
|---|---|---|
| yüzmek | yüz- | schwimmen |
| okumak | oku- | lesen |
| gelmek | gel- | kommen |
| çalışmak | çalış- | arbeiten |
Alle drei İsim-Fiil-Endungen folgen der Vokalharmonie. Vereinfacht gesagt richtet sich der Vokal der Endung nach dem letzten Vokal des Stamms.
-mak/-mek: der allgemeine Infinitiv
Nach a, ı, o, u steht -mak, nach e, i, ö, ü steht -mek:
| Letzter Stammvokal | Endung | Beispiel | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| a, ı, o, u | -mak | yazmak, okumak | schreiben, lesen |
| e, i, ö, ü | -mek | gelmek, görmek | kommen, sehen |
Diese Form nennt die Handlung allgemein. Sie kann allein als Stichwort stehen, Subjekt sein oder bestimmte Verben ergänzen:
- Türkçe öğrenmek zaman alır. — Türkisch zu lernen braucht Zeit.
- Erken kalkmak zor. — Früh aufzustehen ist schwierig.
- Seni görmek istiyorum. — Ich möchte dich sehen.
Nach istemek „wollen“ steht für eine Handlung mit demselben Handelnden sehr häufig der bloße Infinitiv: Gitmek istiyorum „Ich möchte gehen“. Das Deutsche verwendet ebenfalls „gehen“, aber nicht jede deutsche Konstruktion lässt sich auf diese Weise übertragen.
Mit einigen Postpositionen (Wörtern, die ähnlich wie deutsche Präpositionen eine Beziehung ausdrücken, aber nach ihrer Ergänzung stehen) bleibt -mak/-mek gut sichtbar:
- -mak/-mek için: Zweck — öğrenmek için „um zu lernen“
- -mak/-mek üzere: unmittelbar bevorstehende oder beabsichtigte Handlung — çıkmak üzere „im Begriff zu gehen“
- -mak/-mek yerine: Ersatz oder Alternative — beklemek yerine „anstatt zu warten“
- -maktan/-mekten: Ablativ, also Ausgangspunkt oder Grund bei passenden Verben — uçmaktan korkmak „Angst vor dem Fliegen haben“
Vor einer vokalisch beginnenden Fallendung erscheint in gewöhnlichen Konstruktionen nicht einfach eine Form wie gelmeki. Für bestimmte Objekte und Richtungsformen wird praktisch die kürzere Form auf -ma/-me verwendet: gelmeyi, gelmeye.
-ma/-me: Handlung als Substantiv
-ma/-me folgt der zweifachen Vokalharmonie:
| Letzter Stammvokal | Endung | Beispiel | Ungefähre deutsche Entsprechung |
|---|---|---|---|
| a, ı, o, u | -ma | okuma, başlama | Lesen, Beginn/Anfangen |
| e, i, ö, ü | -me | yüzme, bekleme | Schwimmen, Warten |
Diese Form bezeichnet die Handlung oft als Vorgang, Tätigkeit oder abgegrenzten Sachverhalt. Sie lässt sich besonders leicht mit Fallendungen verbinden:
| Funktion | Aufbau | Beispiel | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| unbestimmt/allgemein | Stamm + ma/me | Düzenli okuma yararlıdır. | Regelmäßiges Lesen ist nützlich. |
| bestimmtes Objekt | Stamm + ma/me + yı/yi | Kitap okumayı seviyorum. | Ich lese gern Bücher. |
| Richtung/Ziel | Stamm + ma/me + ya/ye | Erken kalkmaya alıştım. | Ich habe mich ans frühe Aufstehen gewöhnt. |
| Ort/Zeitpunkt | Stamm + ma/me + da/de | Karar vermede zorlanıyor. | Er/Sie hat Schwierigkeiten beim Entscheiden. |
| Ausgang/Grund | Stamm + ma/me + Besitz + dan/den | Onun geç gelmesinden sıkıldım. | Ich habe sein/ihr Zuspätkommen satt. |
Das y in okumayı und kalkmaya ist ein Bindekonsonant: Es trennt zwei Vokale. Welche Fallform ein Verb verlangt, muss häufig mitgelernt werden. Beispielsweise verlangt sevmek bei einem bestimmten Objekt den Akkusativ (die Form für das direkte, bestimmte Objekt): yüzmeyi seviyorum. Alışmak „sich gewöhnen“ verlangt dagegen den Dativ, also die Zielform: yüzmeye alışıyorum.
-ma/-me kann außerdem eine Possessivendung tragen. Diese Endung zeigt dann, wer die Handlung ausführt:
| Form | Wörtliche Gliederung | Bedeutung |
|---|---|---|
| gelmem | komm + Handlung + mein | mein Kommen / dass ich komme |
| gelmen | komm + Handlung + dein | dein Kommen / dass du kommst |
| gelmesi | komm + Handlung + sein/ihr | sein/ihr Kommen / dass er oder sie kommt |
| gelmemiz | komm + Handlung + unser | unser Kommen / dass wir kommen |
| gelmeniz | komm + Handlung + euer/Ihr | euer/Ihr Kommen / dass ihr/Sie kommt/kommen |
| gelmeleri | komm + Handlung + ihr | ihr Kommen / dass sie kommen |
Für A2 reicht es, häufige Formen wie gitmeyi, yüzmeye und okuma yazma sicher zu erkennen. Formen wie gelmemiz werden wichtig, sobald man komplexere Sätze bildet.
-(y)ış/-(y)iş/-(y)uş/-(y)üş: Art, Verlauf oder Ergebnis
Diese Endung hat vier Vokale:
| Letzter Stammvokal | Endung | Beispiel | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| a, ı | -ış | bakış | Blick; Art zu schauen |
| e, i | -iş | geliş | Kommen, Ankunft; Entwicklung |
| o, u | -uş | duruş | Haltung; Art zu stehen |
| ö, ü | -üş | gülüş | Lächeln; Art zu lächeln |
Endet der Stamm auf einen Vokal, tritt y dazwischen: anla-y-ış → anlayış „Verständnis“, oku-y-uş → okuyuş „Art zu lesen“. Bei manchen Stämmen treten die üblichen Lautveränderungen auf, etwa git- → gidiş „Gang, Abfahrt“.
Diese Bildung ist nicht bei jedem Verb gleich produktiv. Viele Formen sind feste Wörter mit eigener Bedeutung: alışveriş „Einkauf“, görüş „Ansicht; Gespräch“, çıkış „Ausgang“, davranış „Verhalten“. Deshalb sollte man eine Form auf -ış/-iş/-uş/-üş nicht automatisch bilden, nur weil im Deutschen „das …“ möglich ist. Das Wörterbuch und echte Beispiele zeigen, welche Bedeutung üblich ist.
Die drei Formen im Vergleich
| Form | Kernfunktion | Beispiel | Deutsche Wiedergabe |
|---|---|---|---|
| -mak/-mek | Handlung allgemein, Infinitiv | Yürümek sağlıklı. | Gehen ist gesund. |
| -ma/-me | Tätigkeit oder Sachverhalt; gut mit Fällen und Besitz kombinierbar | Yürümeyi seviyorum. | Ich gehe gern. |
| -(y)ış/-(y)iş/-(y)uş/-(y)üş | Art, Verlauf, Ergebnis oder festes Nomen | Yürüyüşü hızlı. | Sein/Ihr Gang ist schnell. |
Der Unterschied ist also nicht einfach „drei gleichbedeutende Infinitive“. In yürümek steht die Handlung als allgemeine Idee im Vordergrund, in yürüme die Tätigkeit oder der Sachverhalt und in yürüyüş häufig die konkrete Art des Gehens oder das lexikalisierte Wort „Spaziergang“.
Beispiele im Kontext
| Türkisch | Deutsch | Hinweis |
|---|---|---|
| Yüzmek istiyorum. | Ich möchte schwimmen. | -mek nach istemek |
| Sabah erken kalkmak zor. | Morgens früh aufzustehen ist schwer. | Infinitiv als Subjekt |
| Türkçe öğrenmek için her gün çalışıyorum. | Ich lerne jeden Tag, um Türkisch zu lernen. | Zweck mit için |
| Uçmaktan korkuyor musun? | Hast du Angst vorm Fliegen? | -mekten nach korkmak |
| Kitap okumayı seviyorum. | Ich lese gern Bücher. | -mayı als bestimmtes Objekt |
| Erken yatmaya çalışıyorum. | Ich versuche, früh ins Bett zu gehen. | -maya nach çalışmak |
| Okuma yazma biliyor. | Er/Sie kann lesen und schreiben. | Feste Verbindung okuma yazma |
| Senin gelmeni bekliyorum. | Ich warte darauf, dass du kommst. | Handlung mit eigenem Ausführenden |
| Onun gülüşü çok güzel. | Sein/Ihr Lächeln ist sehr schön. | -üş bezeichnet die Art bzw. das Ergebnis |
| Bu davranışı doğru bulmuyorum. | Ich halte dieses Verhalten nicht für richtig. | davranış ist ein festes Substantiv |
| Acil çıkış nerede? | Wo ist der Notausgang? | çıkış hat eine konkrete Nomenbedeutung |
| Konuşma tarzı çok sakin. | Seine/Ihre Art zu sprechen ist sehr ruhig. | konuşma bestimmt tarzı näher |
| Beklemek yerine yürüyelim. | Anstatt zu warten, lass uns zu Fuß gehen. | Alternative mit yerine |
| Toplantı başlamak üzere. | Die Besprechung beginnt gleich. | üzere kündigt etwas unmittelbar Bevorstehendes an |
Die feste Wendung okuma yazma bilmek bedeutet „lesen und schreiben können“ beziehungsweise „alphabetisiert sein“. Sie ist kein gewöhnliches deutsches Muster mit zwei Infinitiven, sondern eine türkische Verbindung zweier Formen auf -ma.
Auch gelişigüzel „wahllos, planlos, irgendwie“ geht historisch auf gelişi güzel zurück. In der heutigen Standardschreibung steht das Wort zusammengeschrieben. Die ältere Gliederung macht jedoch sichtbar, wie geliş-i ursprünglich „sein Kommen / die Art seines Kommens“ ausdrückt.
Häufige Fehler
1. Immer -mak/-mek verwenden
- Falsch: Kitap okumak seviyorum.
- Richtig: Kitap okumayı seviyorum.
- Warum: Sevmek hat hier ein bestimmtes direktes Objekt. Die Handlung erhält deshalb -ma/-me plus Akkusativ: okuma-y-ı.
2. Den von einem Verb verlangten Fall erraten
- Falsch: Erken kalkmayı alışıyorum.
- Richtig: Erken kalkmaya alışıyorum.
- Warum: Alışmak „sich gewöhnen“ verlangt den Dativ -(y)a/-(y)e. Am besten wird die Verbindung als Einheit gelernt: bir şeye alışmak „sich an etwas gewöhnen“.
3. Die Vokalharmonie übergehen
- Falsch: yüzmak, okumek, görış
- Richtig: yüzmek, okumak, görüş
- Warum: -mak/-mek und -ma/-me haben zwei Varianten; die Endung auf -ış/-iş/-uş/-üş hat vier. Entscheidend ist der letzte Vokal des Stamms.
4. -ış/-iş/-uş/-üş wie eine frei einsetzbare Infinitivendung behandeln
- Falsch: Für jedes Verb spontan eine Form auf -ış/-iş/-uş/-üş bilden und damit nur „das Tun“ meinen.
- Richtig: Für die allgemeine Handlung zunächst -mak/-mek oder -ma/-me wählen und Formen wie bakış, gülüş, davranış als Wortschatz lernen.
- Warum: Viele dieser Formen sind lexikalisiert, haben also eine feste, teils besondere Wörterbuchbedeutung.
5. Den Bindekonsonanten y vergessen
- Falsch: okumaı seviyorum, yüzmee gidiyorum
- Richtig: okumayı seviyorum, yüzmeye gidiyorum
- Warum: Treffen nach -ma/-me zwei Vokale aufeinander, verbindet y die Bestandteile: okuma-y-ı, yüzme-y-e.
6. Deutsche Großschreibung übertragen
- Falsch: Yüzmek mitten im Satz nur deshalb großschreiben, weil die deutsche Übersetzung „Schwimmen“ lautet.
- Richtig: Her gün yüzmek sağlıklıdır.
- Warum: Türkisch schreibt solche Formen nicht automatisch groß. Großschreibung richtet sich wie sonst nach Satzanfang und Eigennamen.
Hinweise zum Gebrauch
Im Deutschen kann dieselbe Handlung je nach Satz als „schwimmen“, „das Schwimmen“, „beim Schwimmen“ oder „zum Schwimmen“ erscheinen. Türkisch verteilt diese Funktionen auf die İsim-Fiil-Endung, Fallendungen und Postpositionen. Eine einzelne deutsche Entsprechung für jede türkische Form gibt es daher nicht. Entscheidend ist die Aufgabe im türkischen Satz.
Die Form auf -mak/-mek wirkt besonders natürlich, wenn eine Handlung allgemein benannt wird oder direkt vor istemek, için, üzere und yerine steht. -ma/-me ist dagegen besonders häufig, wenn die Handlung ein bestimmtes Objekt ist, eine Fallendung braucht oder einem Handelnden zugeordnet wird. Im tatsächlichen Sprachgebrauch überschneiden sich die Bedeutungsbereiche teilweise; feste Verbverbindungen entscheiden oft über die Form.
Achtung: -ma/-me sieht genauso aus wie die Verneinungsendung. Gelme! bedeutet je nach Zusammenhang „Komm nicht!“, während gelme auch „das Kommen“ heißen kann. Stellung im Satz, Betonung und weitere Endungen lösen die Mehrdeutigkeit normalerweise sofort auf.
Über die Grundlagen hinaus
Die folgenden Muster müssen auf A2 noch nicht aktiv beherrscht werden. Sie erklären aber Formen, die in Gesprächen und Texten häufig vorkommen.
Ganze Sachverhalte mit einem eigenen Handelnden
Mit -ma/-me + Possessivendung kann Türkisch ausdrücken, wer eine Handlung ausführt. Der Handelnde steht dann häufig im Genitiv (der Form, die Zugehörigkeit kennzeichnet):
- benim gelmem — dass ich komme / mein Kommen
- senin gelmen — dass du kommst / dein Kommen
- Ayşe'nin gelmesi — dass Ayşe kommt / Ayşes Kommen
Die gesamte Wortgruppe kann wiederum einen Fall erhalten:
- Ayşe'nin gelmesini bekliyoruz. — Wir warten darauf, dass Ayşe kommt.
- Geç kalmana üzüldüm. — Es tat mir leid, dass du zu spät gekommen bist.
- Burada sigara içmenize izin verilmiyor. — Es ist Ihnen nicht erlaubt, hier zu rauchen.
Im Deutschen braucht man dafür oft einen Nebensatz mit „dass“. Türkisch packt dagegen Handlung, handelnde Person und Satzrolle in eine Kette von Endungen. Bei gelmesini lautet die Struktur vereinfacht: gel-me-si-ni „komm–Handlung–sein/ihr–bestimmtes Objekt“.
Verneinte Verbalsubstantive
Soll die Handlung selbst verneint werden, steht zuerst die Verneinung -ma/-me und danach die substantivierende Endung -ma/-me. Dadurch entstehen scheinbare Doppelungen:
- gelmek — kommen
- gelmemek — nicht kommen
- gelmem — mein Kommen
- gelmemem — mein Nichtkommen / dass ich nicht komme
Ein Satz wie Gelmemeni anlamıyorum bedeutet „Ich verstehe nicht, warum du nicht kommst“ beziehungsweise wörtlicher „Ich verstehe dein Nichtkommen nicht“. Solche Formen werden am besten von rechts nach links zerlegt: Zuerst die Fallendung erkennen, dann die Possessivendung und schließlich Handlung und Verneinung.
Bedeutungsentwicklung bei Formen auf -ış/-iş/-uş/-üş
Viele Bildungen haben sich von der bloßen „Art des Tuns“ entfernt. Görüş kann „Ansicht“ oder „Besprechung“ bedeuten, giriş „Eingang“ oder „Eintritt“, çıkış „Ausgang“, „Abfahrt“ oder „Lösung eines Problems“. Der Satz entscheidet über die konkrete Lesart. Diese Wörter sind grammatisch mit Verben verwandt, sollten aber wie eigenständige Substantive gelernt werden.
Übungstipps
- Dreierreihen bilden: Nimm täglich fünf Verben und bilde die sinnvollen Formen, etwa bakmak – bakma – bakış oder gülmek – gülme – gülüş. Prüfe bei der dritten Form im Wörterbuch, ob sie gebräuchlich ist und was sie tatsächlich bedeutet.
- Verb und Fall gemeinsam lernen: Notiere nicht nur alışmak, sondern bir şeye alışmak; nicht nur korkmak, sondern bir şeyden korkmak. Setze anschließend eine Handlung ein: erken kalkmaya alışmak, uçmaktan korkmak.
- Endungsketten markieren: Zerlege längere Wörter mit Strichen: oku-ma-y-ı, gel-me-si-ni, gel-me-me-n. So wird sichtbar, welche Endung die Handlung bildet, wer handelt und welche Rolle die Form im Satz hat.
Verwandte Konzepte
- Voraussetzung: Das Şimdiki Zaman im Türkischen — festigt Verbstämme, Vokalharmonie und die Bildung türkischer Verbformen.