B1

Der Kausativ im Koreanischen (사동)

사동

Dieser Artikel ist Teil des Koreanisch-Grammatikbaums auf Settemila Lingue.

Kurz gesagt

Mit dem koreanischen Kausativ 사동 drückt man aus, dass jemand eine Handlung veranlasst, ermöglicht oder bewirkt: 아이를 재웠어요 bedeutet „Ich brachte das Kind zum Schlafen“. Häufig stehen dafür entweder ein Kausativsuffix wie -이/히/리/기/우/추 oder die frei verwendbare Form -게 하다 zur Verfügung. Welche Form natürlich klingt und ob eher „zwingen“, „veranlassen“, „lassen“ oder „bewirken“ gemeint ist, hängt vom Verb und vom Zusammenhang ab.

Überblick

Ein Kausativ beschreibt nicht nur, wer selbst handelt, sondern auch, wer dafür sorgt, dass eine andere Person oder Sache handelt oder ihren Zustand ändert. Im Satz 아이가 자요 („Das Kind schläft“) ist das Kind selbst das Subjekt. In 부모가 아이를 재워요 („Die Eltern bringen das Kind zum Schlafen“) kommt eine veranlassende Person hinzu: Die Eltern bewirken das Schlafen.

Im Deutschen entspricht dem oft eine Konstruktion mit „lassen“, manchmal aber auch ein eigenes Verb: 먹이다 heißt je nach Zusammenhang „füttern“ oder „zu essen geben“, 알리다 „mitteilen“ und 재우다 „zum Schlafen bringen“. Eine Wort-für-Wort-Übersetzung mit „machen“ klingt daher häufig unnatürlich. Entscheidend ist, welche Situation beschrieben wird.

Der Kausativ gehört im Koreanischen zum wichtigen Stoff der Stufe B1. Die Grundidee ist gut überschaubar, doch die Suffixformen müssen größtenteils zusammen mit dem jeweiligen Verb gelernt werden. Außerdem überschneiden sich einige Formen äußerlich mit dem Passiv. Deshalb lohnt es sich, nicht nur Endungen, sondern ganze Satzmuster einzuprägen.

So funktioniert es

Die Rollen im Satz

Bei einer Kausativkonstruktion sind meist drei Rollen zu unterscheiden:

  • der Veranlasser: die Person oder Sache, die etwas bewirkt; sie ist gewöhnlich das Subjekt, also der Satzteil mit 이/가 oder 은/는;
  • der Veranlasste: die Person oder Sache, die die ausgelöste Handlung ausführt oder eine Veränderung erfährt;
  • bei einem transitiven Grundverb das direkte Objekt: die Person oder Sache, auf die sich diese Handlung richtet.

„Transitiv“ bedeutet hier: Das Verb hat ein direktes Objekt, also jemanden oder etwas, das unmittelbar von der Handlung betroffen ist. 책을 읽다 („ein Buch lesen“) ist transitiv; 자다 („schlafen“) hat dagegen kein solches Objekt.

Ausgangssatz Kausativsatz Veränderung
아이가 자요. 부모가 아이를 재워요. Die Eltern werden zum Veranlasser; das Kind wird mit 을/를 markiert.
학생이 책을 읽어요. 선생님이 학생에게 책을 읽게 해요. Der Schüler steht mit 에게, weil 책을 bereits das direkte Objekt ist.
동생이 웃어요. 그 이야기가 동생을 웃겨요. Eine Geschichte kann als Ursache das Lachen bewirken.

Nach einem intransitiven Grundverb wie 자다 oder 웃다 steht der Veranlasste sehr häufig mit 을/를: 아이를 자게 하다, 친구를 웃게 하다. Besonders bei -게 하다 kann auch 에게/한테 vorkommen, wenn die Person eher als selbstständig Handelnder aufgefasst wird: 학생들에게 운동하게 했어요 („Ich ließ/veranlasste die Schüler, Sport zu treiben“).

Hat das Grundverb bereits ein direktes Objekt, wird der Veranlasste normalerweise mit 에게/한테 markiert: 학생에게 책을 읽게 했어요. 에게 ist neutral, 한테 eher gesprochensprachlich. In formellen Texten oder gegenüber einer respektierten Person begegnet auch . Diese Verteilung verhindert zugleich eine schwer verständliche Folge von zwei Satzteilen mit 을/를.

Kurze Kausativformen mit Suffix

An bestimmte Verbstämme tritt eines der Suffixe -이-, -히-, -리-, -기-, -우- oder -추-. Man spricht auch von einem morphologischen Kausativ, also einer Kausativform, die direkt im Verb gebildet wird. Eine vollständig zuverlässige Regel dafür, welches Suffix zu welchem Verb gehört, gibt es für Lernende nicht. Die Paare sollten daher wie Vokabeln gelernt werden.

Suffix Grundverb Kausativverb Typische deutsche Bedeutung
-이- 먹다 먹이다 füttern, zu essen geben
-이- 죽다 죽이다 töten
-히- 앉다 앉히다 hinsetzen, Platz nehmen lassen
-히- 입다 입히다 jemanden anziehen
-리- 울다 울리다 zum Weinen bringen; klingeln lassen
-리- 알다 알리다 wissen lassen, mitteilen
-기- 웃다 웃기다 zum Lachen bringen, lustig sein
-기- 신다 신기다 jemandem Schuhe oder Socken anziehen
-우- 자다 재우다 zum Schlafen bringen
-우- 깨다 깨우다 wecken
-우- 서다 세우다 aufstellen, anhalten lassen
-추- 낮다 낮추다 senken, niedriger machen

Die Tabelle zeigt häufige Wortpaare, aber keine Schablone, mit der jedes beliebige Verb umgeformt werden kann. Manche Kausativverben haben außerdem eine eigene, feste Wörterbuchbedeutung entwickelt. 알리다 wird meist einfach als „informieren/mitteilen“ verstanden; 웃기다 kann auch „komisch, lächerlich sein“ bedeuten. Solche Wörter sollte man als eigenständigen Wortschatz beherrschen.

Kurze Kausativformen wirken oft kompakt und bezeichnen eine unmittelbare oder fest etablierte Verursachung. So ist 아기에게 우유를 먹였어요 die normale Formulierung für „Ich gab dem Baby Milch zu trinken“. 먹게 했어요 wäre grammatisch möglich, stellt aber deutlicher heraus, dass man jemanden dazu brachte oder ihn anwies zu essen.

Die produktive Form -게 하다

-게 하다 lässt sich mit sehr vielen Handlungsverben und beschreibenden Verben verbinden. Ein beschreibendes Verb bezeichnet eine Eigenschaft oder einen Zustand, zum Beispiel 밝다 („hell sein“). Man nimmt den Verbstamm, fügt -게 an und konjugiert nur 하다:

Form Beispiel Bedeutung
Stamm + -게 하다 읽게 하다 lesen lassen / zum Lesen veranlassen
Vergangenheit 읽게 했어요 ließ lesen / veranlasste zum Lesen
Zukunft/Absicht 읽게 할 거예요 wird lesen lassen / zum Lesen veranlassen
mit beschreibendem Verb 밝게 하다 hell machen
höflich-formell 읽게 했습니다 ließ lesen / veranlasste zum Lesen

Das Grundverb vor -게 verändert seine Zeitform nicht; Vergangenheit, Zukunft, Höflichkeit und Satzmodus werden am abschließenden 하다 ausgedrückt. Deshalb heißt es 공부하게 했어요, nicht etwa eine Vergangenheitsform von 공부하다 vor -게.

-게 하다 deckt ein breites Bedeutungsspektrum ab:

  • Anweisung oder Zwang: 학생들에게 교실을 청소하게 했어요. – Man wies die Schüler an, das Klassenzimmer zu putzen.
  • Erlaubnis oder Ermöglichung: 아이들이 밖에서 놀게 했어요. – Man ließ die Kinder draußen spielen.
  • Wirkung oder Ursache: 그 소식이 모두를 놀라게 했어요. – Die Nachricht überraschte alle.

Die Form allein sagt also nicht sicher, ob jemand gezwungen wurde. Verben, Situation und weitere Ausdrücke liefern diese Information. Das ähnelt dem deutschen „lassen“: Auch „Sie ließ ihn gehen“ kann je nach Zusammenhang Erlaubnis oder Veranlassung ausdrücken.

Kurze Form oder -게 하다?

Wo beide Formen möglich sind, sind sie nicht immer vollkommen austauschbar.

Kurze Form Form mit -게 하다 Typischer Unterschied
아이를 재웠어요. 아이를 자게 했어요. 재우다 ist die gewöhnliche kompakte Form für „zum Schlafen bringen“; die lange Form hebt das Veranlassen hervor.
아기에게 밥을 먹였어요. 아기에게 밥을 먹게 했어요. Die kurze Form passt besonders zum Füttern; die lange kann nach Aufforderung, Regel oder bewusster Entscheidung klingen.
친구를 웃겼어요. 친구를 웃게 했어요. 웃기다 ist oft „zum Lachen bringen“; die lange Form beschreibt die bewirkte Handlung transparenter.
모두에게 소식을 알렸어요. 모두가 소식을 알게 했어요. 알리다 heißt „mitteilen“; die lange Form bedeutet eher „dafür sorgen, dass alle davon erfahren“.

Als sichere Lernstrategie gilt: Häufige kurze Verben als feste Paare lernen und bei einem Verb ohne geläufige Kausativform -게 하다 verwenden. Eine erfundene Suffixform kann unverständlich sein oder bereits eine ganz andere Bedeutung haben.

Beispiele im Zusammenhang

Koreanisch Deutsch Hinweis
아이를 재웠어요. Ich brachte das Kind zum Schlafen. Häufige kurze Form von 자다
엄마가 아기에게 우유를 먹였어요. Die Mutter gab dem Baby Milch zu trinken. 아기에게 ist der Veranlasste, 우유를 das Objekt.
이 영화를 보고 정말 많이 웃었어요. 감독이 관객을 잘 웃겼어요. Bei diesem Film habe ich wirklich viel gelacht. Der Regisseur brachte das Publikum gut zum Lachen. 웃기다 bezeichnet die verursachte Reaktion.
선생님이 학생들에게 매일 일기를 쓰게 했어요. Die Lehrerin ließ die Schüler jeden Tag Tagebuch schreiben. Transitives Grundverb mit 학생들에게
부모님은 제가 혼자 여행하게 해 주셨어요. Meine Eltern erlaubten mir, allein zu reisen. -게 해 주다 stellt die gewährte Möglichkeit positiv dar.
그 소식이 모두를 놀라게 했어요. Die Nachricht überraschte alle. Eine Sache ist der Auslöser.
간호사가 환자를 의자에 앉혔어요. Die Pflegekraft setzte den Patienten auf einen Stuhl. 앉다 → 앉히다
출발하기 전에 아이들을 깨웠어요. Vor der Abfahrt weckte ich die Kinder. 깨다 → 깨우다
회사가 가격을 낮췄어요. Das Unternehmen senkte den Preis. 낮다 → 낮추다
중요한 변경 사항을 고객에게 알렸습니다. Wir haben die Kunden über wichtige Änderungen informiert. Formelles Register mit 알리다
코치가 선수들을 한 시간 더 뛰게 했어요. Der Trainer ließ die Sportler noch eine Stunde laufen. Der Zusammenhang deutet auf eine Anweisung.
비가 우리를 안에 머물게 했어요. Der Regen zwang uns, drinnen zu bleiben. Keine Person muss der Veranlasser sein.
아이가 직접 옷을 고르게 했어요. Ich ließ das Kind die Kleidung selbst auswählen. 직접 betont den eigenen Handlungsspielraum.
동생에게 방을 청소시키지 않았어요. Ich ließ meinen jüngeren Bruder das Zimmer nicht putzen. Verneinter Kausativ mit 시키다
직원들이 충분히 쉬게 해 주세요. Bitte sorgen Sie dafür, dass die Beschäftigten genug ausruhen können. Bitte mit -게 해 주세요

Häufige Fehler

1. Das Suffix frei erfinden

  • Falsch: 아이를 자기었어요.
  • Richtig: 아이를 재웠어요. / 아이를 자게 했어요.
  • Warum: Die kurzen Formen folgen keinem frei anwendbaren Bauplan. Zu 자다 gehört 재우다; ansonsten ist 자게 하다 die transparente Alternative.

2. Zwei direkte Objekte unbedacht nebeneinanderstellen

  • Ungünstig: 선생님이 학생을 책을 읽게 했어요.
  • Natürlich: 선생님이 학생에게 책을 읽게 했어요.
  • Warum: 책을 ist bereits das direkte Objekt von „lesen“. Der lesende Schüler wird deshalb normalerweise mit 에게/한테 markiert.

3. -게 하다 immer mit „zwingen“ übersetzen

  • Missverständlich: 아이들이 밖에서 놀게 했어요. = „Ich zwang die Kinder, draußen zu spielen.“
  • Je nach Zusammenhang richtig: „Ich ließ die Kinder draußen spielen“ oder „Ich sorgte dafür, dass die Kinder draußen spielten.“
  • Warum: -게 하다 nennt zunächst nur die Veranlassung. Ob Zwang, Erlaubnis oder Ursache gemeint ist, ergibt sich aus der Situation.

4. Die Zeitform am Grundverb markieren

  • Falsch: 공부했게 했어요.
  • Richtig: 공부하게 했어요.
  • Warum: Vor -게 steht der Stamm 공부하-. Die Vergangenheit steckt im abschließenden 했어요.

5. Kausativ und Passiv nur anhand des Suffixes bestimmen

  • Zu kurz gedacht: 읽히다 müsse immer „gelesen werden“ bedeuten.
  • Richtig: 이 책은 많이 읽혀요 heißt „Dieses Buch wird viel gelesen“, aber 선생님이 학생에게 책을 읽혔어요 kann „Die Lehrerin ließ den Schüler das Buch lesen“ bedeuten.
  • Warum: -이/히/리/기 kommen sowohl in Passiv- als auch in Kausativformen vor. Satzrollen und Zusammenhang entscheiden.

6. Deutsche Wortstellung übernehmen

  • Falsch gedacht: Nach dem Muster „Ich lasse ihn das Buch lesen“ müssten die Verben früh im Satz stehen.
  • Richtig: 저는 그에게 그 책을 읽게 했어요.
  • Warum: Im Koreanischen steht der gesamte Verbkomplex normalerweise am Satzende. Die Partikeln zeigen, wer veranlasst wird und was gelesen wird.

Hinweise zum Gebrauch

Kurze Kausativverben sind im Alltag sehr häufig, wenn sie eine etablierte Handlung benennen: 아이를 깨우다 („ein Kind wecken“), 신발을 신기다 („jemandem Schuhe anziehen“) oder 차를 세우다 („ein Auto anhalten/abstellen“). Die lange Form -게 하다 ist besonders nützlich, wenn die ausgelöste Handlung genauer ausgebaut wird: 아이들이 자기 전에 이를 닦게 했어요 („Ich ließ die Kinder vor dem Schlafengehen die Zähne putzen“).

Mit -게 해 주다 kann man hervorheben, dass man jemandem etwas ermöglicht oder erlaubt und damit einen Gefallen tut: 부모님이 유학하게 해 주셨어요 („Meine Eltern ermöglichten mir ein Auslandsstudium“). Das Hilfsverb 주다 stellt die Handlung aus der Sicht des Begünstigten dar. Eine höfliche Bitte lautet -게 해 주세요: 제가 먼저 말하게 해 주세요 („Bitte lassen Sie mich zuerst sprechen“).

Im Gespräch ist 한테 als Markierung einer Person sehr geläufig; 에게 wirkt neutral und passt auch in Schrifttexten. zeigt Respekt: 할아버지께 먼저 드시게 했어요 ist grammatisch möglich, doch Aussagen darüber, eine ranghöhere Person zu etwas „gebracht“ zu haben, können sozial heikel klingen. Je nach Situation sind Formulierungen mit „bitten“ oder „Gelegenheit geben“ höflicher als ein nackter Kausativ.

Auch 시키다 begegnet häufig. Nach manchen Nomen bildet es Verben wie 공부시키다 („zum Lernen anhalten“), 청소시키다 („putzen lassen“) oder 일시키다 („arbeiten lassen“). Es klingt oft direkter und kann eine Anweisung oder auferlegte Aufgabe betonen. Man sollte 시키다 jedoch nicht beliebig an jedes Verb hängen; -게 하다 ist die allgemeinere grammatische Konstruktion.

Über die Grundlagen hinaus

Mehrdeutigkeit und lexikalisierte Bedeutungen

Suffixformen können sich von ihrer ursprünglichen Grundbedeutung entfernen. 보이다 kann je nach Aufbau „zeigen“, „sichtbar sein/aussehen“ oder eine Passivbedeutung von 보다 tragen. 울리다 bedeutet nicht nur „jemanden zum Weinen bringen“, sondern auch „klingen, ertönen lassen“, etwa in 종을 울리다 („eine Glocke läuten“). Das Wörterbuch und typische Wortverbindungen sind hier verlässlicher als eine rein formale Zerlegung.

Manchmal konkurrieren ein eigenes transitives Verb, eine Suffixform und -게 하다. Die Varianten lenken die Aufmerksamkeit unterschiedlich: auf das Ergebnis, auf eine gewöhnliche Handlung oder ausdrücklich auf den Vorgang des Veranlassens. Starre Behauptungen wie „die kurze Form ist immer direkt, die lange immer indirekt“ greifen zu kurz. Sie beschreiben höchstens eine häufige Tendenz.

Reichweite der Verneinung

Bei negativen Sätzen muss klar sein, was verneint wird:

  • 민수에게 청소하게 하지 않았어요. – Ich veranlasste Minsu nicht zum Putzen.
  • 민수가 밖에 나가지 못하게 했어요. – Ich verhinderte, dass Minsu hinausging.
  • 아이에게 그 음식을 먹이지 않았어요. – Ich gab dem Kind dieses Essen nicht / fütterte es nicht damit.

Im ersten und dritten Satz wird die Veranlassung verneint. Im zweiten steht die Unmöglichkeit innerhalb der ausgelösten Situation; idiomatisch ergibt sich die Bedeutung „am Hinausgehen hindern“. Gerade bei , und -지 않다 sollte man deshalb nicht nur einzelne Wörter, sondern den ganzen Bedeutungsbereich prüfen.

-도록 하다 als verwandte Form

-도록 하다 kann ebenfalls bedeuten, dafür zu sorgen, dass etwas geschieht. Es kommt oft bei Anweisungen, organisatorischen Vorgaben oder vorsichtig formulierten Aufforderungen vor: 내일까지 제출하도록 하세요 („Sorgen Sie bitte dafür, dass es bis morgen eingereicht wird“ / „Reichen Sie es bitte bis morgen ein“). Diese Form überschneidet sich mit -게 하다, setzt aber häufig stärker auf Ziel, Regel oder geplantes Ergebnis. Für den Kern des Kausativs reicht zunächst -게 하다; -도록 하다 sollte später als eigenes Gebrauchsmuster gelernt werden.

Übungstipps

  1. Lerne Wortpaare statt Endungslisten. Schreibe Karten wie 자다 → 재우다, 앉다 → 앉히다 und 알다 → 알리다, jeweils mit einem ganzen Beispielsatz. So prägen sich Bedeutung, Partikeln und unregelmäßige Stammänderungen gemeinsam ein.
  2. Baue jeden Satz in zwei Schritten um. Beginne mit 학생이 책을 읽어요 und ergänze dann einen Veranlasser: 선생님이 학생에게 책을 읽게 해요. Markiere dabei Veranlasser, Veranlassten und Objekt in drei verschiedenen Farben.
  3. Vergleiche natürliche deutsche Übersetzungen. Übersetze denselben koreanischen Satz versuchsweise mit „lassen“, „veranlassen“, „erlauben“ und einem eigenen Verb wie „wecken“ oder „füttern“. Wähle anschließend die Variante, die zur Situation passt, statt 하다 automatisch mit „machen“ wiederzugeben.

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