Piacere im Italienischen: mögen und gefallen
Il Verbo Piacere
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concept: it-a1-piacere lang: it ui: de title: Piacere im Italienischen: mögen und gefallen description: >- Lerne, wie italienisch piacere mit mi piace und mi piacciono funktioniert: Satzbau, Pronomen, Singular und Plural mit vielen Beispielen. generation: article: version: native-ui-reference-v3.1 model: openai-codex/gpt-5.6-sol at: 2026-07-22T13:17:20Z reviews: spell-check: status: flagged at: 2026-07-22T13:17:19Z score: 0.0025 score-english: 0 score-coverage: 0.0025 suspects: ["Pluralisches", "Pluralpaare", "Schlafengehen", "pluralische", "schriftsprachlich"] criteria: v7 language-mixing: status: clean at: 2026-07-22T00:00:00Z criteria: v2
Kurz gesagt
Bei piacere ist die Person nicht das Subjekt: Mi piace la pizza heißt wörtlich „Die Pizza gefällt mir“. Deshalb richtet sich das Verb nach dem, was gefällt: piace vor allem bei einer Sache oder Tätigkeit, piacciono bei mehreren Dingen. Die Person steht als indirektes Objekt (die Person, der etwas gefällt) davor: mi, ti, gli, le, ci, vi.
Überblick
Das italienische piacere lässt sich je nach Satz mit „gefallen“, „mögen“ oder „gern tun“ wiedergeben. Für deutschsprachige Lernende ist die Konstruktion weniger fremd, als sie zunächst wirkt: Mi piace il caffè folgt genau derselben Logik wie „Der Kaffee gefällt mir“. In einer natürlichen deutschen Übersetzung sagt man aber oft einfach „Ich mag Kaffee“.
Der entscheidende Unterschied zeigt sich beim Verb. Im deutschen Satz „Ich mag die Bücher“ richtet sich „mag“ nach „ich“. Im italienischen Mi piacciono i libri sind dagegen i libri das Subjekt (die Sache, über die etwas ausgesagt wird). Weil i libri im Plural steht, braucht man piacciono. Mi bedeutet hier „mir“ und bezeichnet die Person, die die Vorliebe empfindet.
Diese Struktur gehört zum Niveau A1, weil man damit sofort über Essen, Musik, Freizeit und Reisen sprechen kann. Für den Anfang genügen zwei Fragen: Wem gefällt etwas? Daraus folgt das Pronomen. Was gefällt? Daraus folgt piace oder piacciono. Spätere Zeiten und feinere stilistische Varianten stehen getrennt im Abschnitt für Fortgeschrittene.
Wie es funktioniert
Die Grundstruktur
Die häufigste Reihenfolge lautet:
indirektes Objektpronomen + piace/piacciono + das, was gefällt
- Mi piace la pizza. — Ich mag Pizza.
- Ti piacciono i film. — Du magst Filme.
- Ci piace viaggiare. — Wir reisen gern.
Ein indirektes Objektpronomen ist ein kurzes Wort wie „mir“, „dir“ oder „uns“. Es nennt hier die Person, der etwas gefällt. Das Subjekt steht häufig nach dem Verb, obwohl im Deutschen das Subjekt meist früher kommt.
Die Person: mi, ti, gli, le, ci, vi
| Person | Kurzes Pronomen | Deutsche Entsprechung | Beispiel |
|---|---|---|---|
| mir | mi | mir | Mi piace Roma. |
| dir, vertraut | ti | dir | Ti piace Roma? |
| ihm | gli | ihm | Gli piace Roma. |
| ihr | le | ihr | Le piace Roma. |
| Ihnen, höflich | Le | Ihnen | Le piace Roma? |
| uns | ci | uns | Ci piace Roma. |
| euch | vi | euch | Vi piace Roma? |
| ihnen | gli oder a loro | ihnen | Gli piace Roma. / A loro piace Roma. |
Die höfliche Form Le wird wie die dritte Person Singular behandelt. In sorgfältiger Schreibung steht sie oft groß, damit sie von le („ihr“) unterschieden werden kann. Im modernen Italienisch ist gli für „ihnen“ sehr verbreitet; a loro ist eindeutig und eignet sich gut, wenn Missverständnisse möglich wären.
Die Sache: piace oder piacciono?
Nicht die Zahl der Personen, sondern das, was gefällt, bestimmt die Form des Verbs.
| Was gefällt? | Verbform | Beispiel | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| ein Substantiv im Singular | piace | Mi piace questo libro. | Ich mag dieses Buch. |
| ein nicht zählbarer Begriff im Singular | piace | Mi piace la musica. | Ich mag Musik. |
| eine Tätigkeit im Infinitiv | piace | Mi piace cucinare. | Ich koche gern. |
| ein ganzer Sachverhalt | piace | Mi piace come lavori. | Mir gefällt, wie du arbeitest. |
| ein Substantiv im Plural | piacciono | Mi piacciono questi libri. | Ich mag diese Bücher. |
Ein Substantiv ist ein Wort für eine Person, Sache oder Vorstellung, etwa film, pizza oder musica. Der Infinitiv ist die Grundform eines Verbs, etwa leggere „lesen“ oder viaggiare „reisen“. Eine Tätigkeit als Ganzes wird grammatisch wie eine einzelne Idee behandelt, daher heißt es piace leggere und nicht piacciono leggere.
Bei zwei eng verbundenen Infinitiven ist der Singular ebenfalls sehr üblich: Mi piace leggere e scrivere. Wer erst beginnt, kann sich zuverlässig an diese Form halten. Wenn mehrere Tätigkeiten ausdrücklich als getrennte Punkte aufgezählt und hervorgehoben werden, ist in anspruchsvollerer Sprache auch eine pluralische Auffassung möglich; für die A1-Konstruktion ist sie nicht nötig.
So findet man die richtige Form
Bei A Giulia piacciono i musei hilft eine kurze Umstellung ins Deutsche:
- Was gefällt? — i musei, also mehrere Museen.
- Wem gefallen sie? — Giulia.
- Deshalb steht piacciono und die Person wird mit a Giulia ausgedrückt.
Das deutsche Verb „gefallen“ ist hier die bessere Denkstütze als „mögen“. Wer zuerst „Giulia mag …“ denkt, macht leicht Giulia zum italienischen Subjekt und wählt die falsche Verbform.
Namen, betonte Personen und Gegensätze
Statt eines kurzen Pronomens kann a + Person stehen:
- A Paolo piace il jazz. — Paolo mag Jazz.
- A mia sorella piacciono i gialli. — Meine Schwester mag Krimis.
- A loro non piace il caldo. — Sie mögen die Hitze nicht.
Für einen deutlichen Gegensatz verwendet man betonte Formen:
- A me piace, ma a lui no. — Mir gefällt es, ihm aber nicht.
- A noi piacciono le città grandi; a loro piace la campagna. — Wir mögen große Städte; sie mögen das Land.
Die umgangssprachliche Kombination A me mi piace hört man sehr häufig. Dabei nennt a me und mi dieselbe Person doppelt. In neutraler, sorgfältiger Standardsprache genügt normalerweise A me piace oder Mi piace. Als Anfänger ist es sinnvoll, eine dieser beiden klaren Formen zu verwenden.
Verneinung, Fragen und Stärke
Non steht vor dem Pronomen:
- Non mi piace il freddo. — Ich mag die Kälte nicht.
- Non gli piacciono le feste rumorose. — Er mag laute Feiern nicht.
Eine Entscheidungsfrage braucht keine besondere Wortstellung. In der gesprochenen Sprache macht die Stimme die Frage erkennbar, in der Schrift das Fragezeichen:
- Ti piace questo ristorante? — Gefällt dir dieses Restaurant?
- Vi piacciono le olive? — Mögt ihr Oliven?
Häufige Abstufungen sind:
- Mi piace molto. — Es gefällt mir sehr gut.
- Mi piace abbastanza. — Es gefällt mir ganz gut.
- Mi piace un po'. — Es gefällt mir ein wenig.
- Non mi piace per niente. — Es gefällt mir überhaupt nicht.
Molto bleibt hier unverändert, weil es das Verb näher bestimmt; es richtet sich nicht nach dem Subjekt.
Beispiele im Zusammenhang
| Italienisch | Deutsch | Hinweis |
|---|---|---|
| Mi piace la pizza. | Ich mag Pizza. | Eine Sache: piace. |
| Ti piacciono i film? | Magst du Filme? | Pluralisches Subjekt: piacciono. |
| Gli piace viaggiare. | Er reist gern. | Ein Infinitiv gilt als eine Tätigkeit. |
| Non ci piace il freddo. | Wir mögen die Kälte nicht. | non steht vor ci. |
| Le piace questo vino? | Schmeckt Ihnen dieser Wein? | Höfliches Le. |
| Vi piacciono le città italiane? | Gefallen euch italienische Städte? | vi bezeichnet mehrere angesprochene Personen. |
| A Marta piace la musica classica. | Marta mag klassische Musik. | Der Name steht mit a. |
| A loro non piacciono i ristoranti affollati. | Sie mögen keine vollen Restaurants. | a loro ist eindeutig. |
| Mi piace leggere prima di dormire. | Ich lese vor dem Schlafengehen gern. | Eine Tätigkeit mit Infinitiv. |
| Ci piace cucinare insieme. | Wir kochen gern zusammen. | Mehrere Personen ändern piace nicht. |
| Ti piace questa canzone o preferisci l'altra? | Gefällt dir dieses Lied, oder bevorzugst du das andere? | Natürliche Frage nach einer Vorliebe. |
| Mi piacciono molto i tuoi amici. | Ich mag deine Freunde sehr. | molto bleibt unverändert. |
| A me piace il mare, ma a Luca piace la montagna. | Ich mag das Meer, Luca dagegen die Berge. | Betonte Gegenüberstellung. |
| Questi pantaloni non mi piacciono. | Diese Hose gefällt mir nicht. | Italienisch behandelt pantaloni als Plural. |
| Che cosa ti piace fare nel fine settimana? | Was machst du am Wochenende gern? | Nach fare kann eine Tätigkeit als Antwort folgen. |
Häufige Fehler
Die Person zum Subjekt machen
- Falsch: Io piace la pizza.
- Richtig: Mi piace la pizza.
- Warum: Nicht „ich“ ist das grammatische Subjekt, sondern la pizza. Mi entspricht „mir“.
Piace bei einem Plural verwenden
- Falsch: Mi piace i film italiani.
- Richtig: Mi piacciono i film italiani.
- Warum: I film steht im Plural. Das Verb muss deshalb ebenfalls im Plural stehen.
Piacciono wegen mehrerer Personen wählen
- Falsch: Ci piacciono viaggiare.
- Richtig: Ci piace viaggiare.
- Warum: Ci bedeutet zwar „uns“, bestimmt aber nicht die Verbform. Das Subjekt ist die einzelne Tätigkeit viaggiare.
Das Pronomen nach deutschem Muster wählen
- Falsch: Lo piace il caffè.
- Richtig: Gli piace il caffè.
- Warum: Gemeint ist „Der Kaffee gefällt ihm“. Dafür braucht man ein indirektes Pronomen: gli, nicht lo. Lo bedeutet in anderen Konstruktionen „ihn“ oder „es“ als direktes Objekt (die Person oder Sache, auf die eine Handlung unmittelbar gerichtet ist).
Den Artikel weglassen
- Unnatürlich als allgemeine Aussage: Mi piace pizza.
- Richtig: Mi piace la pizza.
- Warum: Bei allgemeinen Vorlieben steht im Italienischen normalerweise der bestimmte Artikel. Deutsch sagt oft „Ich mag Pizza“ ohne Artikel, Italienisch dagegen la pizza, il jazz, i cani.
Non an die falsche Stelle setzen
- Falsch: Mi non piace il tè.
- Richtig: Non mi piace il tè.
- Warum: Die Verneinung non steht vor der Gruppe aus Pronomen und Verb.
Hinweise zum Gebrauch
Im Deutschen wechseln wir je nach Zusammenhang zwischen „mögen“, „gefallen“, „gern“ und bei Speisen sogar „schmecken“. Italienisch kann all diese Bedeutungen oft mit piacere ausdrücken: Mi piace la pasta kann „Ich mag Pasta“ heißen; bei einem gerade probierten Gericht passt auf Deutsch auch „Die Pasta schmeckt mir“. Man sollte daher nicht jedes Wort einzeln übersetzen, sondern die gesamte Situation beachten.
Bei allgemeinen Kategorien verwendet Italienisch häufiger einen Artikel als Deutsch: Mi piace il caffè, Mi piacciono i cani. Geht es um einen konkreten Gegenstand, stehen passende Begleiter wie questo oder quella: Ti piace questa giacca? Der Unterschied zwischen piace und piacciono bleibt derselbe.
Gli piace kann ohne Kontext „ihm gefällt“ und im modernen Gebrauch auch „ihnen gefällt“ bedeuten. Wenn die Person wichtig ist, schaffen a Marco, a Giulia oder a loro Klarheit. Das traditionelle nachgestellte piace loro kommt vor, wirkt im heutigen Alltag jedoch eher formell oder schriftsprachlich.
Für eine höfliche Frage verwendet man Le: Le piace Firenze? Die Großschreibung ist eine höfliche und klärende Konvention, wird aber nicht in jedem informellen Text konsequent eingehalten. Beim Sprechen hört man natürlich keinen Großbuchstaben; der Zusammenhang entscheidet.
Über die Grundlagen hinaus
Die folgenden Formen muss man auf A1 noch nicht aktiv beherrschen. Sie zeigen aber, warum piacere mehr ist als nur die feste Wahl zwischen mi piace und mi piacciono.
Piacere in anderen Personen
Piacere ist ein vollständiges Verb. Seine Formen im Präsens sind piaccio, piaci, piace, piacciamo, piacete, piacciono. In der Grundkonstruktion erscheinen meist die dritten Personen, weil Dinge oder Tätigkeiten gefallen. Menschen können aber ebenfalls Subjekt sein:
- Ti piaccio? — Gefalle ich dir?
- Mi piaci molto. — Du gefällst mir sehr.
- Vi piacciamo? — Gefallen wir euch?
Hier sieht man besonders klar, dass die Person vor dem Verb die empfindende Person bezeichnet und die Verbendung zum Subjekt passt.
Vergangenheit
In zusammengesetzten Vergangenheitsformen wird piacere mit essere gebildet. Das Partizip (die Verbform, die zusammen mit einem Hilfsverb die Vergangenheit bildet) richtet sich nach dem Subjekt:
- Mi è piaciuto il film. — Der Film hat mir gefallen.
- Mi è piaciuta la mostra. — Die Ausstellung hat mir gefallen.
- Mi sono piaciuti i film. — Die Filme haben mir gefallen.
- Mi sono piaciute le fotografie. — Die Fotos haben mir gefallen.
Geschlecht und Zahl erkennt man an piaciuto, piaciuta, piaciuti, piaciute. Auch hier bleibt die Grundlogik unverändert: Nicht mi, sondern das, was gefallen hat, steuert die Form.
Wünsche, Höflichkeit und Pronomen am Infinitiv
Mi piacerebbe bedeutet „ich würde gern“ oder „mir würde gefallen“ und klingt oft höflicher als eine direkte Forderung:
- Mi piacerebbe visitare Napoli. — Ich würde gern Neapel besuchen.
- Ti piacerebbe venire con noi? — Würdest du gern mitkommen?
Wenn piacere als Infinitiv von einem anderen Verb abhängt, kann das Pronomen angehängt werden:
- Questo libro potrebbe piacerti. — Dieses Buch könnte dir gefallen.
- La sorpresa dovrebbe piacergli. — Die Überraschung dürfte ihm gefallen.
Formen wie piacerti und piacergli sind keine neuen Personen des Verbs; sie bestehen aus piacere plus dem angehängten Pronomen.
Vorangestelltes Subjekt und stilistische Betonung
Das, was gefällt, kann vorangestellt werden, besonders wenn es schon Gesprächsthema ist oder betont werden soll:
- La pizza mi piace, ma la pasta la preferisco. — Pizza mag ich, aber Nudeln sind mir lieber.
- Questi colori non mi piacciono. — Diese Farben gefallen mir nicht.
Die Verbform ändert sich dadurch nicht. Entscheidend ist weiterhin Singular oder Plural des Subjekts, nicht dessen Position im Satz.
Übungstipps
- Denke zuerst mit „gefallen“. Formuliere bei jedem neuen Satz kurz „X gefällt mir/dir/uns“. So erkennst du das Subjekt und wählst sicher zwischen piace und piacciono.
- Bilde Gegensatzpaare. Schreibe fünf Paare wie Mi piace il tè, ma non mi piace il caffè und danach fünf Pluralpaare wie Mi piacciono i gatti, ma non mi piacciono i cani. Dadurch prägt sich die Übereinstimmung ein.
- Frage nach echten Vorlieben. Übe mit Ti piace …?, Ti piacciono …? und Che cosa ti piace fare?. Antworte nicht nur mit sì oder no, sondern mit einem vollständigen Satz und einer Begründung.
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