A1

Familienmitglieder auf Rumänisch

Familia

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Kurz gesagt

Die wichtigsten Familienwörter sind mamă „Mutter“, tată „Vater“, frate „Bruder“, soră „Schwester“, bunic/bunică „Großvater/Großmutter“ und soț/soție „Ehemann/Ehefrau“. Mit einem Possessivbegleiter steht das Familienwort gewöhnlich bestimmt und der Possessivbegleiter folgt ihm: mama mea „meine Mutter“, tatăl meu „mein Vater“. Seine Form richtet sich nach dem Familienwort, nicht nach der Person, der jemand angehört.

Überblick

Über Familie spricht man schon auf Niveau A1: Man stellt Personen vor, sagt, welche Geschwister man hat, und erzählt, wo Angehörige wohnen oder was sie beruflich machen. Dafür braucht man nicht nur einzelne Vokabeln. Auch Geschlecht, Plural und die rumänische Stellung von Wörtern wie mein oder dein gehören von Anfang an dazu.

Ein Substantiv ist ein Wort für eine Person, Sache oder einen Begriff. Rumänische Substantive haben ein grammatisches Geschlecht. Bei Personen stimmt es in diesem Wortfeld meist mit dem natürlichen Geschlecht überein: un frate ist ein Bruder, o soră eine Schwester. Wie im Deutschen gibt es aber verschiedene Singular- und Pluralformen, die man am besten zusammen lernt: frate – frați, soră – surori.

Für Deutschsprachige fällt besonders die Wortstellung auf. Deutsch setzt „mein“ vor das Familienwort, Rumänisch meist danach: „meine Schwester“ heißt sora mea. Zugleich trägt das Substantiv normalerweise den bestimmten Artikel, der im Rumänischen ans Wortende angefügt wird. Deshalb lautet die Form nicht einfach soră mea, sondern sora mea.

So funktioniert es

Der grundlegende Wortschatz

Die folgende Tabelle zeigt die unbestimmte Singularform und den Plural. Un steht bei männlichen, o bei weiblichen Personenwörtern.

Verwandtschaft Singular Plural
Mutter o mamă mame
Vater un tată tați
Elternteil / Eltern un părinte părinți
Bruder un frate frați
Schwester o soră surori
Sohn un fiu fii
Tochter o fiică fiice
Kind / Kinder un copil copii
Großvater un bunic bunici
Großmutter o bunică bunici
Ehemann un soț soți
Ehefrau o soție soții
Onkel un unchi unchi
Tante o mătușă mătuși
Cousin un văr veri
Cousine o verișoară verișoare

Einige Plurale brauchen besondere Aufmerksamkeit. Copii mit zwei i bedeutet „Kinder“; fii bedeutet „Söhne“. Bei soții können die beiden i ebenfalls leicht übersehen werden. Bunici kann je nach Zusammenhang „Großväter“ oder eine gemischte Gruppe von Großeltern bezeichnen. Nur Großmütter heißen bestimmt bunicile.

Das allgemeine Wort für „Familie“ ist familie. Mit bestimmtem Artikel wird daraus familia: Familia mea locuiește în Brașov – „Meine Familie wohnt in Brașov.“

Unbestimmt: sagen, wen man hat

Nach a avea „haben“ verwendet man beim ersten Erwähnen meist den unbestimmten Artikel:

  • Am un frate. – „Ich habe einen Bruder.“
  • Ai o soră? – „Hast du eine Schwester?“
  • Avem doi copii. – „Wir haben zwei Kinder.“

Für „einen/eine“ gibt es zwei Formen: un vor männlichen und o vor weiblichen Wörtern. Auch das Zahlwort „zwei“ unterscheidet sich: doi frați, aber două surori. Bei mehreren Personen ohne genaue Zahl steht oft niște: Au niște veri în România – „Sie haben einige Cousins in Rumänien.“

Bestimmt: von einer bekannten Person sprechen

Der bestimmte Artikel entspricht ungefähr deutschem „der/die“, steht im Rumänischen aber gewöhnlich am Ende des Substantivs. Das nennt man einen nachgestellten Artikel, also einen Artikel, der an das Wort angehängt wird.

Grundform Bestimmte Form Bedeutung
mamă mama die Mutter
tată tatăl der Vater
frate fratele der Bruder
soră sora die Schwester
bunic bunicul der Großvater
bunică bunica die Großmutter
soț soțul der Ehemann
soție soția die Ehefrau

Diese Formen stehen auch dann, wenn die deutsche Übersetzung keinen sichtbaren bestimmten Artikel hat: mama mea heißt wörtlich etwa „die Mutter meine“, idiomatisch aber „meine Mutter“.

Mein, dein, unser: Possessivformen

Ein Possessivbegleiter zeigt Zugehörigkeit an, etwa „mein“, „dein“ oder „unser“. Die rumänischen Formen passen sich in Geschlecht und Zahl an das an, was besessen wird. Bei meu/mea/mei/mele sieht das so aus:

Geschlecht und Zahl Form Beispiel Bedeutung
männlich, Singular meu tatăl meu mein Vater
weiblich, Singular mea mama mea meine Mutter
männlich, Plural mei frații mei meine Brüder
weiblich, Plural mele surorile mele meine Schwestern

Dasselbe Grundmuster gilt für „dein“, „unser“ und „euer“:

Zugehörigkeit männlich Singular weiblich Singular männlich Plural weiblich Plural
mein meu mea mei mele
dein tău ta tăi tale
unser nostru noastră noștri noastre
euer vostru voastră voștri voastre

Man sagt daher fratele nostru „unser Bruder“, aber sora noastră „unsere Schwester“. Die Form richtet sich nicht danach, ob die besitzende Person männlich oder weiblich ist. Eine Frau und ein Mann sagen beide tatăl meu, wenn sie „mein Vater“ meinen.

Sein, ihr und deren

Für eine dritte Person sind lui, ei und lor am Anfang besonders praktisch. Diese Formen ändern sich nicht:

  • fratele lui – sein Bruder
  • sora lui – seine Schwester
  • fratele ei – ihr Bruder
  • sora ei – ihre Schwester
  • copiii lor – ihre Kinder

Hier bezeichnen lui und ei die besitzende Person: lui „von ihm“, ei „von ihr“. Das ist sogar eindeutiger als das deutsche „ihr“, das je nach Zusammenhang mehrere Bedeutungen haben kann. Lor bedeutet „von ihnen“.

Personen vorstellen und Beziehungen ausdrücken

Für einfache Vorstellungen verwendet man oft a fi „sein“:

  • Ea este mama mea. – „Sie ist meine Mutter.“
  • Acesta este fratele meu. – „Das ist mein Bruder.“
  • Ei sunt bunicii mei. – „Sie sind meine Großeltern.“

Um eine Beziehung zwischen zwei genannten Personen auszudrücken, dient häufig lui oder Mariei „von Maria“:

  • Andrei este fratele Mariei. – „Andrei ist Marias Bruder.“
  • Ioana este fiica lui Dan. – „Ioana ist Dans Tochter.“

Die Form Mariei ist ein Genitiv, also eine Form, die Zugehörigkeit ausdrückt. Für das A1-Niveau genügt es zunächst, häufige Verbindungen wie mama lui Andrei oder sora Mariei als ganze Wortgruppen zu erkennen.

Beispiele im Zusammenhang

Rumänisch Deutsch Hinweis
Mama mea este profesoară. Meine Mutter ist Lehrerin. mea passt zu mama.
Am un frate și o soră. Ich habe einen Bruder und eine Schwester. un männlich, o weiblich
Bunicii mei locuiesc la țară. Meine Großeltern wohnen auf dem Land. bunicii bezeichnet hier eine gemischte Gruppe.
Soția lui este doctoriță. Seine Frau ist Ärztin. lui bedeutet „von ihm“.
Familia noastră este mare. Unsere Familie ist groß. noastră ist weiblich Singular.
Tatăl meu lucrează în București. Mein Vater arbeitet in Bukarest. bestimmtes tatăl vor meu
Ai frați sau surori? Hast du Brüder oder Schwestern? natürliche Frage nach Geschwistern
Nu am frați, dar am o verișoară. Ich habe keine Brüder, aber eine Cousine. frați ist der Plural von frate.
Sora mea are doi copii. Meine Schwester hat zwei Kinder. doi steht bei copii.
Fiica lor se numește Ana. Ihre Tochter heißt Ana. lor bedeutet „von ihnen“.
Unchiul meu și mătușa mea vin mâine. Mein Onkel und meine Tante kommen morgen. meu und mea passen sich getrennt an.
Ea este bunica mea din partea mamei. Sie ist meine Großmutter mütterlicherseits. wörtlich „von der Seite der Mutter“
Părinții mei sunt acasă. Meine Eltern sind zu Hause. părinții ist der bestimmte Plural.
Andrei este soțul Mariei. Andrei ist Marias Ehemann. Zugehörigkeit mit dem Namen Mariei

Häufige Fehler

Den Possessivbegleiter wie im Deutschen voranstellen

  • Falsch: mea soră
  • Richtig: sora mea
  • Warum: Im neutralen Grundmuster folgt die Possessivform dem Familienwort. Das Substantiv steht dabei gewöhnlich bestimmt.

Den bestimmten Artikel vor „mein“ vergessen

  • Falsch: mamă mea, tată meu
  • Richtig: mama mea, tatăl meu
  • Warum: Bei dieser Verbindung trägt das Familienwort normalerweise den angehängten bestimmten Artikel: -a bei mama, -l bei tatăl.

Die Possessivform an die besitzende Person anpassen

  • Falsch: mama meu
  • Richtig: mama mea
  • Warum: Mea richtet sich nach dem weiblichen Singularwort mama. Das Geschlecht der sprechenden Person spielt keine Rolle.

lui und ei verwechseln

  • Falsch: soția ei, wenn „seine Frau“ gemeint ist
  • Richtig: soția lui
  • Warum: Lui verweist auf einen männlichen Besitzer, ei auf eine weibliche Besitzerin. Das Geschlecht von soția verändert diese Form nicht.

Den Plural aus dem Deutschen erraten

  • Falsch: frates, sorăs
  • Richtig: frați, surori
  • Warum: Rumänische Plurale werden nicht mit einem einheitlichen -s gebildet. Lerne deshalb jedes Familienwort mit seinem Plural.

copii und copiii gleich schreiben

  • Falsch: Copii mei sunt acasă.
  • Richtig: Copiii mei sunt acasă.
  • Warum: Copii ist der unbestimmte Plural „Kinder“. Copiii mit drei i ist die bestimmte Form „die Kinder“ und wird vor mei gebraucht.

Gebrauchshinweise

Mamă und tată sind die neutralen Wörter für Mutter und Vater. Als direkte Anrede hört man häufig mamă! und tată!, etwa Mamă, unde ești? – „Mama, wo bist du?“ Liebevolle Formen sind mami und tati. Sie entsprechen ungefähr „Mami“ und „Papi“ und gehören vor allem in die Familie, nicht in eine sachliche Personenbeschreibung.

Soț und soție bezeichnen verheiratete Partner. Für einen unverheirateten Partner oder eine unverheiratete Partnerin verwendet man je nach Zusammenhang iubit „fester Freund/Partner“ und iubită „feste Freundin/Partnerin“. Das allgemeinere partener/parteneră ist ebenfalls möglich. Man sollte soț/soție daher nicht automatisch für jedes deutsche „Partner/Partnerin“ einsetzen.

Die Frage Ai frați sau surori? bedeutet „Hast du Brüder oder Schwestern?“ Anders als das deutsche Sammelwort „Geschwister“ nennt das Rumänische dabei gewöhnlich beide Gruppen. Frați allein bedeutet zunächst „Brüder“, surori „Schwestern“.

Rumänisch unterscheidet in der Alltagssprache nicht regelmäßig durch einzelne Grundwörter zwischen mütterlichen und väterlichen Großeltern. Man ergänzt din partea mamei „mütterlicherseits“ oder din partea tatălui „väterlicherseits“: bunicul din partea tatălui.

Über die Grundlagen hinaus

Die folgenden Formen muss man auf A1 noch nicht aktiv beherrschen. Sie erklären aber Wendungen, die in Gesprächen und Texten häufig vorkommen.

Wenn der Besitz nicht direkt als bestimmte Verbindung wie fratele meu erscheint, stehen oft die Formen al, a, ai, ale vor dem Possessivwort. Sie richten sich wiederum nach der bezeichneten Person oder Sache:

  • un frate al meu – „ein Bruder von mir“
  • o soră a mea – „eine Schwester von mir“
  • doi veri ai mei – „zwei Cousins von mir“
  • două mătuși ale mele – „zwei Tanten von mir“

Der Unterschied ist ähnlich wie zwischen „mein Bruder“ und „ein Bruder von mir“. Fratele meu bezeichnet den bestimmten Bruder im Zusammenhang; un frate al meu stellt eine Person als eines meiner Geschwister vor.

Daneben gibt es său, sa, săi, sale für „sein/ihr“. Diese Formen stimmen mit dem Familienwort überein: tatăl său, mama sa, părinții săi. Sie kommen häufiger in geschriebenen oder etwas formelleren Texten vor. Im Alltag sind tatăl lui und mama ei oft leichter und eindeutiger, weil sie das Geschlecht der besitzenden Person sichtbar machen.

In vertrauter Umgangssprache begegnen außerdem feste verkürzte Verbindungen wie maică-mea „meine Mutter“, taică-meu „mein Vater“ und frate-meu „mein Bruder“. Sie sind ganz normal in informellen Gesprächen, aber für neutrale eigene Sätze sind mama mea, tatăl meu und fratele meu zunächst die sicherere Wahl.

Schließlich können Familienwörter auch übertragen gebraucht werden. Frate! kann unter Freunden ungefähr „Bruder!“ oder „Mann!“ bedeuten. Solche Anreden hängen stark von Beziehung, Alter und Situation ab und eignen sich nicht als allgemeine höfliche Anrede.

Übungstipps

  1. Lerne in Vierergruppen. Notiere Grundform, Plural, bestimmte Form und Verbindung mit „mein“: soră – surori – sora – sora mea. So übst du Wortschatz und Grammatik gemeinsam.
  2. Zeichne einen kleinen Stammbaum. Beschreibe jede Person mit einem kurzen rumänischen Satz: Ea este mătușa mea. Are doi copii. Erfundenen Namen und Familien sind völlig ausreichend.
  3. Wechsle gezielt die Zugehörigkeit. Bilde aus fratele meu nacheinander fratele tău, fratele lui, fratele ei und fratele nostru. Wiederhole dasselbe mit einem weiblichen Wort wie sora und höre auf die wechselnden Endungen.

Verwandte Themen

  • Voraussetzung: Subjektpronomen — hilft dabei, Personen mit eu, tu, el, ea, noi, voi, ei und ele zu benennen und Sätze über Familienmitglieder zu bilden.

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