B2

Pu'al und Hof'al im Hebräischen

בניין פועל והופעל

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Kurz gesagt

Pu'al ist meist das passive Gegenstück zu Pi'el, Hof'al das passive Gegenstück zu Hif'il: סִפֵּר „er erzählte“ → סֻפַּר „es wurde erzählt“, הִזְמִין „er lud ein“ → הֻזְמַן „er wurde eingeladen“. Beide Muster beugen das Verb nach Zeit, Person, Geschlecht und Zahl; anders als im Deutschen braucht man dafür kein eigenes Hilfsverb wie „werden“.

Überblick

Pu'al (פֻּעַל) und Hof'al (הֻפְעַל) gehören zu den sieben hebräischen Binyanim (Verbmustern, in die eine meist dreikonsonantige Wurzel eingesetzt wird). Sie stellen ein Geschehen aus der Sicht der Person oder Sache dar, die davon betroffen ist. Das Subjekt – also wer oder was im Satz im Mittelpunkt steht – handelt nicht selbst: In הַשִּׁיר בֻּצַּע „Das Lied wurde aufgeführt“ ist das Lied nicht der Ausführende, sondern das Ergebnis der Handlung betrifft es.

Auf B2-Niveau lohnt es sich, diese Formen nicht nur zu erkennen, sondern auch zu ihren aktiven Gegenstücken in Beziehung zu setzen. Pu'al gehört gewöhnlich zu Pi'el, Hof'al gewöhnlich zu Hif'il. „Gewöhnlich“ ist wichtig: Nicht jede Wurzel kommt in allen Binyanim vor, und die Bedeutung lässt sich nicht bei jedem Verb mechanisch aus einem anderen Muster ableiten. Gelernt wird deshalb am zuverlässigsten in Paaren wie פִּרְסֵם / פֻּרְסַם „veröffentlichte / wurde veröffentlicht“.

Im Deutschen wird das Vorgangspassiv meist mit „werden + Partizip II“ gebildet. Hebräisch packt dieselbe Information in eine einzige Verbform. Pu'al und Hof'al sind in der Alltagssprache weniger produktiv als aktive oder unpersönliche Formulierungen, aber keineswegs nur literarisch. Man begegnet ihnen regelmäßig in Nachrichten, Anweisungen, Behörden- und Geschäftssprache sowie in häufigen Alltagswörtern wie מוּזְמָן „eingeladen“.

So funktioniert es

Die Beziehung zu den aktiven Mustern

Die wichtigste Entscheidung ist nicht zunächst „Welche Endung brauche ich?“, sondern „Zu welchem aktiven Binyan gehört das Verb?“

Aktives Muster Aktive Form Passives Muster Passive Form Bedeutung
Pi'el סִפֵּר Pu'al סֻפַּר erzählte → wurde erzählt
Pi'el בִּיצֵּעַ Pu'al בֻּצַּע führte aus → wurde ausgeführt
Pi'el פִּרְסֵם Pu'al פֻּרְסַם veröffentlichte → wurde veröffentlicht
Hif'il הִזְמִין Hof'al הֻזְמַן lud ein → wurde eingeladen
Hif'il הֵכִין Hof'al הוּכַן bereitete vor → wurde vorbereitet
Hif'il הֶעֱבִיר Hof'al הוּעֲבַר übermittelte → wurde übermittelt

Die Vokalzeichen machen das Muster sichtbar, fehlen aber in normalen Texten fast immer. Dort stehen beispielsweise סופר und הוזמן. Der Zusammenhang des Satzes und die Kenntnis des Verbs helfen beim Lesen. Die voll vokalisierte Form ist vor allem beim Lernen nützlich.

Pu'al erkennen und bilden

Beim regelmäßigen dreikonsonantigen Modell hat Pu'al im einfachen Vergangenheitstamm ungefähr die Gestalt קֻטַּל: ein u-Laut nach dem ersten Wurzelkonsonanten und die für Pi'el/Pu'al typische Verstärkung des mittleren Konsonanten. Mit der Wurzel ס־פ־ר entsteht סֻפַּר (supar) „wurde erzählt“.

Zeit/Form Hebräisch mit Vokalzeichen Übliche Schreibung Funktion
Vergangenheit, 3. Person männlich Singular סֻפַּר סופר wurde erzählt
Gegenwart, männlich Singular מְסֻפָּר מסופר wird erzählt / ist erzählt
Zukunft, 3. Person männlich Singular יְסֻפַּר יסופר wird erzählt werden

Die Gegenwart beginnt regelmäßig mit מְ־, die Zukunft mit den bekannten Personenpräfixen. In unvokalisierten Texten kann besonders סופר mehrdeutig sein: Je nach Kontext kann es unter anderem supar „wurde erzählt“, sofer „zählt“ oder sofer „Schriftsteller“ heißen.

Hof'al erkennen und bilden

Hof'al trägt in der Vergangenheit typischerweise ein anlautendes הֻ־, in der Gegenwart מֻ־ und in der Zukunft den jeweiligen Personenbuchstaben mit u-Vokal. Im modernen unvokalisierten Hebräisch wird der u-Laut häufig durch ו sichtbar: הוכתב, מוכתב, יוכתב.

Zeit/Form Hebräisch mit Vokalzeichen Übliche Schreibung Funktion
Vergangenheit, 3. Person männlich Singular הֻכְתַּב הוכתב wurde diktiert
Gegenwart, männlich Singular מֻכְתָּב מוכתב wird diktiert / ist vorgegeben
Zukunft, 3. Person männlich Singular יֻכְתַּב יוכתב wird diktiert werden

Bei schwachen Wurzeln – Wurzeln, deren Buchstaben wie ו, י, ה oder נ besondere Veränderungen auslösen – weicht das sichtbare Ergebnis vom Grundmodell ab. Daher findet man etwa הוּכַן „wurde vorbereitet“ zu הֵכִין und הוּזְמַן „wurde eingeladen“ zu הִזְמִין. Solche Formen sollte man als Verbpaare lernen, nicht durch bloßes Austauschen von Vokalen erraten.

Beugung nach Zeit, Geschlecht und Zahl

Wie andere hebräische Verben werden auch Pu'al und Hof'al gebeugt. Die Endungen und Personenpräfixe sind grundsätzlich dieselben, die man aus anderen Binyanim kennt. Die folgenden Tabellen zeigen die wichtigsten Formen ohne Vokalzeichen, wie sie in echten Texten vorkommen.

Vergangenheit: סופר und הוכתב

Person Pu'al Hof'al Deutsche Entsprechung
אני סופרתי הוכתבתי ich wurde …
אתה סופרת הוכתבת du wurdest …, männlich
את סופרת הוכתבת du wurdest …, weiblich
הוא סופר הוכתב er/es wurde …
היא סופרה הוכתבה sie wurde …
אנחנו סופרנו הוכתבנו wir wurden …
אתם / אתן סופרתם / סופרתן הוכתבתם / הוכתבתן ihr wurdet …
הם / הן סופרו הוכתבו sie wurden …

Ein vollständiges Formenraster kann gelegentlich künstlich wirken, weil nicht jede Bedeutung mit jeder Person natürlich vorkommt. סופרתי ist grammatisch möglich, doch für „Mir wurde die Geschichte erzählt“ sagt man oft סִיפְּרוּ לִי אֶת הַסִּיפּוּר, wörtlich „Sie erzählten mir die Geschichte“. Das Muster zu verstehen bedeutet also nicht, jede theoretische Form gleich häufig zu verwenden.

Gegenwart: vier Formen

Die hebräische Gegenwart unterscheidet nicht nach Person, sondern nach Geschlecht und Zahl.

Geschlecht und Zahl Pu'al: מסופר Hof'al: מוכתב
männlich Singular מסופר מוכתב
weiblich Singular מסופרת מוכתבת
männlich Plural מסופרים מוכתבים
weiblich Plural מסופרות מוכתבות

Die Form stimmt mit dem Subjekt überein: הַתּוֹצָאוֹת מְפֻרְסָמוֹת „Die Ergebnisse werden veröffentlicht“ steht im weiblichen Plural, weil תוצאות weiblicher Plural ist.

Zukunft: Personenpräfixe

Person Pu'al Hof'al
אני אסופר אוכתב
אתה / היא תסופר תוכתב
את תסופרי תוכתבי
הוא יסופר יוכתב
אנחנו נסופר נוכתב
אתם / אתן תסופרו תוכתבו
הם / הן יסופרו יוכתבו

Pu'al und Hof'al besitzen im heutigen Standardhebräisch normalerweise keinen gebräuchlichen Infinitiv und keinen Imperativ. Das ist semantisch plausibel: Ein Infinitiv wie „eingeladen werden“ wird eher umschrieben, und ein direkter Befehl richtet sich normalerweise an einen Handelnden. Für eine passive Aufforderung verwendet man je nach Aussage eine andere Konstruktion, zum Beispiel נָא לְמַלֵּא אֶת הַטּוֹפֶס „Bitte das Formular ausfüllen“ statt eines passiven Imperativs.

Wer hat es getan?

Der Handelnde wird im Passiv häufig gar nicht genannt, weil er unbekannt, unwichtig oder aus dem Kontext klar ist:

  • הַפְּגִישָׁה בֻּטְּלָה. – „Das Treffen wurde abgesagt.“
  • הַמִּסְמָךְ יוּעֲבַר מָחָר. – „Das Dokument wird morgen weitergeleitet.“

Muss der Urheber ausdrücklich genannt werden, ist עַל־יְדֵי „durch“ möglich: הַדּוּחַ פֻּרְסַם עַל־יְדֵי הַמִּשְׂרָד „Der Bericht wurde vom Ministerium veröffentlicht“. In natürlicher Umgangssprache klingt ein Aktivsatz jedoch oft leichter: הַמִּשְׂרָד פִּרְסֵם אֶת הַדּוּחַ „Das Ministerium veröffentlichte den Bericht“.

Beispiele im Zusammenhang

Hebräisch Deutsch Hinweis
הַסִּיפּוּר סֻפַּר. Die Geschichte wurde erzählt. Pu'al, Vergangenheit
הַשִּׁיר בֻּצַּע יָפֶה. Das Lied wurde schön vorgetragen. Pu'al zu בִּיצֵּעַ
הַמַּאֲמָר פֻּרְסַם אֶתְמוֹל. Der Artikel wurde gestern veröffentlicht. Pu'al, häufig in Nachrichten
הַפְּגִישָׁה בֻּטְּלָה בָּרֶגַע הָאַחֲרוֹן. Das Treffen wurde im letzten Moment abgesagt. Weibliche Vergangenheitsform
הַחֶדֶר מְסֻדָּר וְנָקִי. Das Zimmer ist aufgeräumt und sauber. Gegenwartsform mit zuständlicher Bedeutung
הַתּוֹצָאוֹת יְפֻרְסְמוּ בְּיוֹם רִאשׁוֹן. Die Ergebnisse werden am Sonntag veröffentlicht. Pu'al, Zukunft Plural
הֵם הוּזְמְנוּ לַמְּסִיבָּה. Sie wurden zur Party eingeladen. Hof'al zu הִזְמִין
הָאֲרוּחָה הוּכְנָה מֵרֹאשׁ. Das Essen wurde im Voraus vorbereitet. Hof'al zu הֵכִין
הַטֶּקֶס יוּעֲבַר בְּשִׁידּוּר חַי. Die Zeremonie wird live übertragen. Hof'al, Zukunft
הַמִּסְמָכִים מוּעֲבָרִים בְּצוּרָה מְאוּבְטַחַת. Die Dokumente werden auf sicherem Weg übermittelt. Männlicher Plural in der Gegenwart
הַכְּנִיסָה מוּגְבֶּלֶת לְעוֹבְדִים בִּלְבַד. Der Zutritt ist nur Beschäftigten gestattet. Hof'al als fest gewordene Zustandsangabe
הַדּוּחַ הוּגַשׁ בַּזְּמַן. Der Bericht wurde rechtzeitig eingereicht. Hof'al zu הִגִּישׁ

Häufige Fehler

Pu'al und Hof'al vertauschen

  • Falsch: הסיפור הוספר als Passiv zu סִפֵּר.
  • Richtig: הַסִּיפּוּר סֻפַּר.
  • Warum: סִפֵּר steht im Pi'el; sein reguläres passives Gegenstück ist daher Pu'al. Hof'al gehört grundsätzlich zu Hif'il.

Das deutsche Hilfsverb wörtlich nachbauen

  • Falsch: הסיפור היה סופר אתמול für „Die Geschichte wurde gestern erzählt“.
  • Richtig: הַסִּיפּוּר סֻפַּר אֶתְמוֹל.
  • Warum: Die Vergangenheit steckt bereits in סֻפַּר. היה plus Gegenwartsform kann in anderen Zusammenhängen einen Zustand oder eine wiederholte Situation ausdrücken, ist aber nicht einfach die hebräische Entsprechung von deutschem „wurde“.

Die Form nicht an das Subjekt anpassen

  • Falsch: הארוחה הוכן.
  • Richtig: הָאֲרוּחָה הוּכְנָה.
  • Warum: ארוחה ist weiblich Singular. Das passive Verb erhält deshalb in der Vergangenheit die weibliche Endung ־ָה.

Aus jeder aktiven Form automatisch ein Passiv erzeugen

  • Falsch: Eine theoretisch gebildete Pu'al- oder Hof'al-Form verwenden, ohne zu prüfen, ob sie tatsächlich üblich ist.
  • Richtig: Häufige Paare gemeinsam lernen, etwa פִּרְסֵם / פֻּרְסַם und הִזְמִין / הוּזְמַן.
  • Warum: Das Wurzelsystem ist produktiv, aber der Wortschatz ist nicht lückenlos. Manche möglichen Formen sind selten, fachsprachlich oder ungebräuchlich.

Unvokalisierte Wörter vorschnell lesen

  • Falsch: סופר in jedem Satz als sofer „Schriftsteller“ lesen.
  • Richtig: In הַסִּיפּוּר סופר אֶתְמוֹל passt supar „wurde erzählt“.
  • Warum: Ohne Vokalzeichen können verschiedene Wörter gleich aussehen. Satzbau, Zeitangaben und Bedeutung entscheiden über die Lesart.

Hinweise zum Gebrauch

Passivsätze lenken die Aufmerksamkeit auf das Ergebnis oder die betroffene Sache. Deshalb sind Pu'al und Hof'al besonders häufig, wenn Abläufe, Entscheidungen oder Ergebnisse berichtet werden: „Der Antrag wurde genehmigt“, „Die Daten wurden übertragen“, „Die Veranstaltung wurde abgesagt“. Nachrichten und amtliche Texte verwenden solche Formen gern, weil der Handelnde unwichtig oder absichtlich nicht genannt ist.

Im lockeren Gespräch zieht Hebräisch oft ein Aktiv mit unbestimmtem Subjekt vor. Deutsches „Mir wurde gesagt, dass …“ entspricht sehr natürlich אָמְרוּ לִי שֶׁ־, wörtlich „Sie sagten mir, dass …“. Ebenso kann man statt הַחֲבִילָה הוּעֲבְרָה „Das Paket wurde weitergeleitet“ sagen הֵם הֶעֱבִירוּ אֶת הַחֲבִילָה „Sie leiteten das Paket weiter“. Wer deutsche Passivsätze Wort für Wort überträgt, klingt daher schnell unnötig amtlich.

Gegenwartsformen können zwischen Handlung und Zustand schweben. הַדֶּלֶת נְעוּלָה bedeutet klar „Die Tür ist abgeschlossen“; bei הַחֶדֶר מְסֻדָּר kann je nach Zusammenhang „Das Zimmer wird aufgeräumt“ oder häufiger „Das Zimmer ist aufgeräumt“ gemeint sein. Anders als das Deutsche markiert Hebräisch nicht immer ausdrücklich den Unterschied zwischen einem laufenden Vorgang und seinem Ergebnis.

Über die Grundlagen hinaus

Nicht jedes Passiv ist Pu'al oder Hof'al

Hebräisch hat mit Nif'al ein weiteres Muster, das häufig passiv oder zustandsverändernd ist: נִכְתַּב „wurde geschrieben“, נִפְתַּח „öffnete sich / wurde geöffnet“. Die Wahl ist lexikalisch an das Verb gebunden. Man entscheidet also nicht frei zwischen Nif'al, Pu'al und Hof'al, nur weil alle eine passive Bedeutung haben können.

Ein praktischer Vergleich:

Aktives Verb Passives Verb Beziehung
כָּתַב „schrieb“ נִכְתַּב „wurde geschrieben“ Pa'al → Nif'al
פִּרְסֵם „veröffentlichte“ פֻּרְסַם „wurde veröffentlicht“ Pi'el → Pu'al
הִכְתִּיב „diktierte“ הֻכְתַּב „wurde diktiert“ Hif'il → Hof'al

Passive Form, eigenständige Bedeutung

Manche Partizipien (Gegenwartsformen, die auch wie Eigenschaftswörter gebraucht werden) haben eine feste adjektivische oder übertragene Bedeutung entwickelt. מְקוּבָּל kann „akzeptiert“, „üblich“ oder „anerkannt“ heißen; מְסֻבָּךְ bedeutet oft schlicht „kompliziert“; מוּכָר kann „bekannt“ heißen. Bei solchen Wörtern ist die historische Verbindung zu einem aktiven Verb für die Formanalyse hilfreich, die aktuelle Bedeutung muss aber als Wortschatz gelernt werden.

Auch מוּכְתָּב zeigt diesen Übergang: Neben „wird diktiert“ kann es „vorgegeben“ oder „fremdbestimmt“ bedeuten, etwa הַכֹּל מוּכְתָּב מֵרֹאשׁ „Alles ist im Voraus festgelegt“. Das ist mehr als ein neutraler Passivsatz.

Vokalvarianten im Hof'al

In sorgfältig vokalisierten Texten begegnen beim Hof'al je nach Wurzel und grammatischer Tradition Formen mit u- oder mit kurzem o-ähnlichem Vokal. In der modernen israelischen Aussprache und besonders in unvokalisierten Texten ist dieser Unterschied für Lernende meist weniger wichtig als das sichere Erkennen der Präfixe הו־, מו־ und יו־. Bei konkreten Verben sollte die Wörterbuchaussprache maßgeblich sein.

Stil bewusst wählen

Das Passiv kann sachlich und präzise sein, aber auch Verantwortung verdecken: הוּחְלַט „es wurde beschlossen“ nennt nicht, wer entschieden hat. In einem Bericht kann das passend sein; in einer persönlichen Erzählung ist הֶחְלַטְנוּ „wir beschlossen“ oft klarer. Fortgeschrittene Sprachbeherrschung zeigt sich deshalb nicht durch möglichst viele Passivformen, sondern durch die passende Wahl zwischen Passiv, Aktiv und unpersönlichem Plural.

Lerntipps

  1. Lerne Dreiergruppen. Notiere Wurzel, aktive Form und passive Form zusammen: פ־ר־ס־ם → פִּרְסֵם → פֻּרְסַם; ז־מ־נ → הִזְמִין → הוּזְמַן. Ergänze jeweils einen echten Satz statt nur einer Übersetzung.
  2. Markiere in Nachrichtentexten die Präfixe. Suche Formen mit מו־, הו־ oder יו־ und prüfe, ob ein aktives Hif'il-Verb dazugehört. Suche anschließend typische Pu'al-Formen wie פורסם, בוטל oder בוצע. Der Kontext trainiert zugleich das Lesen ohne Vokalzeichen.
  3. Formuliere beide Perspektiven. Verwandle הַמִּשְׂרָד פִּרְסֵם אֶת הַדּוּחַ in הַדּוּחַ פֻּרְסַם עַל־יְדֵי הַמִּשְׂרָד. Frage danach, welche Version im jeweiligen Zusammenhang natürlicher ist. So übst du nicht nur Formen, sondern auch Stil.

Verwandte Themen

  • Voraussetzung: Das Wurzelsystem – erklärt, wie dieselben Wurzelkonsonanten in verschiedene Muster eingesetzt werden.
  • Zum Vergleich: Das Pi'el-Verbmuster – das aktive Muster, zu dem Pu'al gewöhnlich das Passiv bildet.
  • Zum Vergleich: Das Hif'il-Verbmuster – das aktive Muster, zu dem Hof'al gewöhnlich das Passiv bildet.
  • Weitere Passivformen: Das Nif'al-Verbmuster – zeigt ein weiteres häufiges hebräisches Passiv- und Zustandsmuster.

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Das hebräische Wurzelsystem (שורש)A1

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