C1

Wortbildung im Ungarischen

Szóképzés

Dieser Artikel ist Teil des Ungarisch-Grammatikbaums auf Settemila Lingue.

In Kürze

Ungarisch bildet viele neue Wörter, indem es an einen Wortstamm ein Ableitungssuffix (képző) anhängt: szép „schön“ wird zu szépség „Schönheit“, olvas „lesen“ zu olvasás „Lesen“. Die Form des Suffixes richtet sich meist nach der Vokalharmonie; Bedeutung und Stammform sind jedoch nicht immer vollständig vorhersehbar. Besonders produktiv sind -ság/-ség, -ás/-és, -ó/-ő, die Varianten von -tlan/-tlen sowie -ható/-hető.

Überblick

Wortbildung (szóképzés) bedeutet, dass aus einem vorhandenen Wort ein neues Wort mit einer neuen lexikalischen Bedeutung entsteht. Dabei kann sich auch die Wortart ändern: Aus dem Adjektiv (Eigenschaftswort) szép „schön“ entsteht das Substantiv (Hauptwort) szépség „Schönheit“; aus dem Verb (Tätigkeitswort) olvas „lesen“ entsteht olvasó „Leser, lesend“. Das ist etwas anderes als eine reine Beugungsendung: In szépségekben „in den Schönheiten“ bildet -ség zuerst ein neues Wort, während -ek den Plural und -ben den Kasus (hier: die Bedeutung „in“) markieren.

Auf C1-Niveau hilft dieses System nicht nur beim eigenen Schreiben. Wer die Bausteine erkennt, kann unbekannte Wörter in Zeitungen, Fachtexten und Gesprächen oft erschließen. Die deutschen Entsprechungen -heit/-keit, -ung, -er, -los und -bar bieten eine gute erste Orientierung. Sie sind aber keine festen Übersetzungsformeln: Ungarische Ableitungen können eine weitere oder engere Bedeutung haben und werden nicht immer dort verwendet, wo im Deutschen ein entsprechend gebautes Wort steht.

Die wichtigste Grundlage ist die Vokalharmonie (magánhangzó-harmónia): Viele Suffixe besitzen eine hintervokalische und eine vordervokalische Form. Deshalb heißt es etwa szabadság mit -ság, aber szépség mit -ség. Bei längeren oder entlehnten Wörtern und bei einzelnen fest gewordenen Bildungen muss die konkrete Form zusammen mit dem Wort gelernt werden.

So funktioniert es

Ableitung vor Beugung

Ein ungarisches Wort kann mehrere Bausteine tragen. Die Ableitung steht näher am Stamm als Plural-, Besitz- und Kasusendungen:

Aufbau Ergebnis Bedeutung
szép + -ség szépség Schönheit
szép + -ség + -ek szépségek Schönheiten
szép + -ség + -ek + -ben szépségekben in den Schönheiten
olvas + -hat + -atlan + -ság olvashatatlanság Unlesbarkeit

Die Grenzen in der letzten Zeile dienen der Erklärung; im normalen Text wird das Wort zusammengeschrieben. Beim Anfügen können Bindevokale, Lautanpassungen oder Stammvarianten auftreten. Man sollte daher nicht nur das Suffix, sondern auch einige typische vollständige Wörter lernen.

-ság/-ség: Eigenschaft, Zustand oder abstrakter Begriff

-ság/-ség bildet häufig ein abstraktes Substantiv, also ein Hauptwort für eine Eigenschaft, einen Zustand oder einen allgemeinen Begriff. Es tritt besonders oft an Adjektive, gelegentlich auch an andere Wortstämme.

Ausgangswort Ableitung Bedeutung
szép „schön“ szépség Schönheit
szabad „frei“ szabadság Freiheit
egész „ganz, gesund“ egészség Gesundheit
barát „Freund“ barátság Freundschaft
felelős „verantwortlich“ felelősség Verantwortung

Als grobe deutsche Entsprechung eignen sich -heit, -keit, -schaft oder ein eigenständiges Substantiv. Welche Bedeutung sich eingebürgert hat, muss trotzdem am einzelnen Wort geprüft werden. Egészség bedeutet beispielsweise nicht einfach „Ganzheit“, sondern meist „Gesundheit“.

Auch der Stamm kann sich verändern oder ein zusätzlicher Laut kann erscheinen: jó „gut“ → jóság „Güte, Gütegrad“, friss „frisch“ → frissesség „Frische“. Solche Formen sind keine sichere Grundlage für spontanes Raten; Wörterbuchkontrolle bleibt bei weniger geläufigen Ableitungen sinnvoll.

-ás/-és: Handlung, Vorgang oder Ergebnis

Mit -ás/-és entstehen aus Verben sogenannte Verbalnomen, also Substantive, die eine Handlung oder einen Vorgang benennen. Im Deutschen entsprechen ihnen oft ein substantivierter Infinitiv wie „das Lesen“ oder ein Wort auf -ung.

Verb Verbalnomen Typische Bedeutung
olvas „lesen“ olvasás Lesen, Lektüre
tanul „lernen“ tanulás Lernen
ír „schreiben“ írás Schreiben, Schrift, Text
kér „bitten, fragen“ kérés Bitte, Ersuchen
dönt „entscheiden“ döntés Entscheidung
épít „bauen“ építés Bau, Bauen

Die Ableitung kann den Vorgang, das Ergebnis oder einen fest gewordenen Begriff bezeichnen. Írás kann je nach Zusammenhang „das Schreiben“, „Schrift“ oder „Text“ bedeuten. Kérés ist nicht nur der Vorgang des Bittens, sondern sehr häufig eine konkrete Bitte. Der Kontext entscheidet.

Ein Verbalnomen kann dieselben Ergänzungen bei sich haben, die inhaltlich zum Verb gehören. Diese werden jedoch in eine substantivische Konstruktion eingebaut: könyvet olvas „ein Buch lesen“ steht neben a könyv olvasása „das Lesen des Buches“. Die Form olvasása enthält zusätzlich das Besitzsuffix der dritten Person und bedeutet wörtlich etwa „sein/ihr Lesen“ beziehungsweise in dieser Konstruktion „das Lesen von …“.

-ó/-ő: handelnde Person und Partizip

-ó/-ő bildet häufig eine Bezeichnung für eine handelnde Person, ein Gerät oder eine Funktion. Zugleich bildet es ein Partizip, also eine Verbform, die wie ein Adjektiv ein Substantiv näher beschreibt. Daher reicht die deutsche Endung -er als Vergleich nicht aus.

Verb Form auf -ó/-ő Verwendung
tanít „unterrichten“ tanító Lehrkraft, Lehrer/in
olvas „lesen“ olvasó Leser/in; lesend
kutat „forschen“ kutató Forscher/in; forschend
vezet „führen, fahren“ vezető Leiter/in, Fahrer/in; führend
mos „waschen“ mosó waschend; Bestandteil von Gerätebezeichnungen

Als Substantiv kann die Form eine feste Berufs- oder Personenbezeichnung sein: kutató „Forscher/in“. Als Attribut (eine nähere Bestimmung vor einem Substantiv) behält sie verbale Eigenschaften: a könyvet olvasó diák „der Schüler, der das Buch liest“. Könyvet steht dabei im Akkusativ, also in der Form für das direkt betroffene Objekt der Handlung.

Ob eine Form eine Person, ein Gerät oder nur eine laufende Handlung bezeichnet, ergibt sich aus Wortschatz und Kontext. Für Geräte entstehen oft Zusammensetzungen wie mosógép „Waschmaschine“; mosó allein ist nicht in jedem Zusammenhang die natürliche Gerätebezeichnung.

-tlan/-tlen und seine längeren Varianten: „ohne“

Das privative Suffix bezeichnet das Fehlen einer Sache oder Eigenschaft. „Privativ“ bedeutet hier schlicht: Etwas ist nicht vorhanden. In Lehrübersichten wird es oft als -tlan/-tlen angegeben; tatsächlich begegnet eine ganze Formenreihe: -tlan/-tlen, -atlan/-etlen, -talan/-telen. Welche Variante ein Wort verlangt, hängt nicht nur von der Vokalharmonie, sondern auch von der Stammform und der fest gewordenen Wortbildung ab.

Ausgangswort Ableitung Bedeutung
só „Salz“ sótlan salzlos, ungesalzen
íz „Geschmack“ íztelen geschmacklos
ablak „Fenster“ ablaktalan fensterlos
boldog „glücklich“ boldogtalan unglücklich
értelem „Sinn, Verstand“ értelmetlen sinnlos
lehet „möglich sein“ lehetetlen unmöglich

Im Deutschen stehen dafür oft -los, un- oder ein eigenständiges Adjektiv. Die Bedeutung kann sich verselbstständigen: íztelen kann sowohl wörtlich „ohne Geschmack“ als auch übertragen „taktlos, geschmacklos“ heißen. Nicht jede denkbare Kombination ist idiomatisch; die produktive Regel ersetzt kein Wörterbuch.

-ható/-hető: Möglichkeit oder Eignung

-ható/-hető bildet Adjektive mit der Bedeutung „kann … werden“, „lässt sich …“ oder „ist zum … geeignet“. Die Form lässt sich als Verbindung von -hat/-het (Möglichkeit) und -ó/-ő verstehen:

Verb Ableitung Natürliche deutsche Wiedergabe
olvas „lesen“ olvasható lesbar, kann gelesen werden
használ „benutzen“ használható verwendbar, brauchbar
ért „verstehen“ érthető verständlich, nachvollziehbar
elér „erreichen“ elérhető erreichbar, verfügbar
megold „lösen“ megoldható lösbar

Die Endung ähnelt dem deutschen -bar, deckt sich aber nicht in jedem Fall damit. Érthető kann nicht nur „verständlich“ heißen, sondern im Gespräch auch „nachvollziehbar“. Elérhető bezeichnet je nach Kontext eine erreichbare Person, ein verfügbares Produkt oder ein erreichbares Ziel.

Die verneinte Bildung lautet häufig auf -hatatlan/-hetetlen: olvashatatlan „unlesbar“, érthetetlen „unverständlich“, megoldhatatlan „unlösbar“. Sie beschreibt oft eine allgemeine oder als charakteristisch dargestellte Unmöglichkeit. Eine bloße situative Verneinung mit nem kann vorsichtiger sein: A fájl most nem olvasható bedeutet „Die Datei kann momentan nicht gelesen werden“, ohne zu behaupten, sie sei grundsätzlich unlesbar.

Beispiele im Zusammenhang

Ungarisch Deutsch Hinweis
A szépség nem minden. Schönheit ist nicht alles. Abstraktes Substantiv mit -ség
A szabadság nagy felelősséggel jár. Freiheit bringt große Verantwortung mit sich. Zwei Bildungen auf -ság/-ség
Az olvasás segít kikapcsolódni. Lesen hilft beim Abschalten. Handlung als Substantiv
A döntés előtt mindenkit meghallgattak. Vor der Entscheidung hörte man alle an. dönt → döntés
Ez az írás a város történetéről szól. Dieser Text handelt von der Geschichte der Stadt. írás bedeutet hier „Text“
A tanító új feladatot adott a gyerekeknek. Die Lehrkraft gab den Kindern eine neue Aufgabe. Fest gewordene Personenbezeichnung
A kutató bemutatta az eredményeket. Die Forscherin beziehungsweise der Forscher stellte die Ergebnisse vor. Ungarisch markiert hier kein Geschlecht
A könyvet olvasó diák nem hallotta a kérdést. Der Schüler, der das Buch las, hörte die Frage nicht. -ó als Partizip mit Objekt
Ez a kézírás alig olvasható. Diese Handschrift ist kaum lesbar. Möglichkeit mit -ható
A javított változat már használható. Die überarbeitete Version ist jetzt brauchbar. Ergebnis einer möglichen Nutzung
Az ügyfélszolgálat telefonon is elérhető. Der Kundendienst ist auch telefonisch erreichbar. elérhető im Sinn von „erreichbar“
A pince teljesen ablaktalan. Der Keller ist völlig fensterlos. Längere Variante -talan
A leves sótlan, de egyébként finom. Die Suppe ist ungesalzen, aber sonst lecker. Kurze Variante -tlan
A magyarázata számomra érthetetlen volt. Seine beziehungsweise ihre Erklärung war für mich unverständlich. Verneinte Möglichkeitsbildung
A késés oka továbbra is ismeretlen. Der Grund für die Verspätung ist weiterhin unbekannt. Lexikalisierte Bildung auf -etlen

Häufige Fehler

1. Die Vokalharmonie ignorieren

  • Falsch: szépság
  • Richtig: szépség
  • Warum: Szép enthält vordere Vokale und verlangt hier die vordervokalische Form -ség. Umgekehrt heißt es szabadság, nicht szabadség.

2. Für jede Bedeutung dasselbe Suffix verwenden

  • Falsch: olvasság für „das Lesen“
  • Richtig: olvasás
  • Warum: -ság/-ség bezeichnet typischerweise eine Eigenschaft oder einen abstrakten Zustand; Handlungen und Vorgänge werden häufig mit -ás/-és substantiviert.

3. -ó/-ő mit -ható/-hető verwechseln

  • Falsch: olvasó könyv, wenn „lesbares Buch“ gemeint ist
  • Richtig: olvasható könyv
  • Warum: Olvasó bedeutet „lesend“ oder „Leser/in“. Olvasható bedeutet „kann gelesen werden“. Olvasó könyv würde ohne besonderen Fantasiekontext wie ein „lesendes Buch“ wirken.

4. -tlan/-tlen mechanisch direkt anhängen

  • Falsch: ablaktlen
  • Richtig: ablaktalan
  • Warum: Das Suffix besitzt mehrere Varianten. Vokalharmonie allein genügt nicht, um zwischen -tlan, -atlan und -talan zu wählen; die vollständige Ableitung sollte mitgelernt werden.

5. Beugungsendungen an die falsche Stelle setzen

  • Falsch: szépben-ség für „in der Schönheit“
  • Richtig: szépségben
  • Warum: Zuerst entsteht mit -ség das neue Wort szépség. Danach folgt der Inessiv -ben, also die Endung mit der Bedeutung „in“.

6. Deutsche Großschreibung übernehmen

  • Falsch: Az Olvasás fontos.
  • Richtig: Az olvasás fontos.
  • Warum: Ungarische Substantive werden nicht allein wegen ihrer Wortart großgeschrieben. Großschreibung steht vor allem am Satzanfang und bei Eigennamen.

Hinweise zum Gebrauch

Ableitungen sind unterschiedlich stark lexikalisiert, also als eigenständige Wörter mit einer festen Bedeutung im Wortschatz verankert. Vezető kann „Leiter/in“, „Fahrer/in“ oder „führend“ bedeuten; die Form lässt sich nicht auf eine einzige deutsche Übersetzung reduzieren. Ebenso ist elérhetőség je nach Zusammenhang „Erreichbarkeit“, „Verfügbarkeit“ oder im Plural elérhetőségek sogar „Kontaktdaten“.

Formen auf -ás/-és sind in Verwaltung, Wissenschaft und Nachrichten sehr häufig, weil sie ganze Handlungen als Substantive behandeln können. Ein übermäßiger Nominalstil wirkt jedoch auch im Ungarischen schwer. Im Alltag ist ein Verb oft direkter. Aus A kérelem benyújtása után… „nach Einreichung des Antrags …“ kann in einem persönlichen Gespräch eine einfachere verbale Formulierung werden.

Personenbezeichnungen auf -ó/-ő sind grammatisch nicht nach Geschlecht getrennt. A kutató kann eine Forscherin oder einen Forscher meinen. Das unterscheidet sich vom Deutschen, wo häufig zwischen „Forscher“ und „Forscherin“ gewählt wird. Erst der weitere Kontext oder ein zusätzliches Wort macht das Geschlecht sichtbar, wenn es überhaupt wichtig ist.

Bei Neubildungen sollte man zwischen einer verständlichen und einer tatsächlich üblichen Form unterscheiden. Ungarisch erlaubt produktive Ableitungen, doch Muttersprachler verwenden für einen Begriff möglicherweise ein anderes, bereits etabliertes Wort. Gerade bei Fachsprache lohnt sich deshalb die Suche nach Belegen in zuverlässigen Wörterbüchern oder Fachtexten.

Über die Grundregeln hinaus

Mehrere Ableitungsschritte können kombiniert werden. Dadurch entstehen lange Wörter, deren Aufbau trotzdem durchschaubar bleibt:

Wort Vereinfachte Zerlegung Bedeutung
olvashatatlanság olvas + hat + atlan + ság Unlesbarkeit
megbízhatatlanság meg + bíz + hat + atlan + ság Unzuverlässigkeit
elérhetőség el + ér + het + ő + ség Erreichbarkeit, Verfügbarkeit
felelőtlenség felelős + tlen + ség Verantwortungslosigkeit

Diese Zerlegungen sind Lernhilfen, keine vollständige historische Analyse. Bei der realen Wortbildung greifen Lautanpassung, Stammform und fest gewordener Gebrauch ineinander. Besonders felelőtlenség zeigt, dass sichtbare Segmente beim Zusammenfügen nicht immer unverändert nebeneinanderstehen.

Formen auf -ó/-ő können umfangreiche Angaben vor dem Bezugswort tragen: a tegnap benyújtott kérelmeket vizsgáló bizottság bedeutet „der Ausschuss, der die gestern eingereichten Anträge prüft“. Das Partizip vizsgáló behält das Objekt kérelmeket. Solche verdichteten Gruppen sind in gehobenen und fachsprachlichen Texten häufig. Für Lernende ist es hilfreich, zuerst das letzte Substantiv (bizottság) zu finden und dann die davorstehenden Bestimmungen schrittweise aufzulösen.

Auch die Grenze zwischen Ableitung und Zusammensetzung ist wichtig. In mosógép „Waschmaschine“ wird zunächst mosó aus mos gebildet und anschließend mit gép „Maschine“ zusammengesetzt. Wortbildungssuffixe und Komposita können also in einem einzigen Wort zusammenwirken. Das erklärt viele lange ungarische Fach- und Alltagswörter besser als die Vorstellung, es handle sich nur um eine Kette von Endungen.

Schließlich ist -ható/-hető nicht bloß eine passive Umschreibung. Es kann objektive Möglichkeit, praktische Eignung oder Verfügbarkeit ausdrücken: A terv megvalósítható „Der Plan ist umsetzbar“, A jegy online is megvásárolható „Die Fahrkarte kann auch online gekauft werden“. Wer ins Deutsche übersetzt, sollte deshalb je nach Kontext zwischen -bar, „lässt sich“, „kann … werden“ und einem eigenständigen Adjektiv wählen.

Tipps zum Üben

  1. Wortfamilien statt Einzelwörter lernen: Notiere zu einem Stamm mehrere verwandte Formen, etwa olvas → olvasás → olvasó → olvasható → olvashatatlan. Ergänze zu jeder Form einen kurzen Beispielsatz.
  2. Bausteine rückwärts erkennen: Markiere in langen Wörtern zuerst Plural- und Kasusendungen, dann die Ableitungssuffixe. Bei olvashatatlanságban führt der Weg über -ban, -ság, -atlan und -hat zurück zu olvas.
  3. Deutsche Entsprechungen variieren: Übersetze -ás/-és nicht automatisch mit -ung und -ható/-hető nicht immer mit -bar. Formuliere denselben Satz einmal mit einem deutschen Substantiv und einmal mit einem Verb; so trainierst du die tatsächliche Bedeutung statt einer Endungsgleichung.

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