Fortgeschrittene Relativsätze im Hebräischen
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Dieser Artikel ist Teil des Hebräisch-Grammatikbaums auf Settemila Lingue.
Kurz gesagt
Das unveränderliche ש־ leitet die meisten hebräischen Relativsätze ein. Steht das Bezugswort nach einer Präposition, nimmt der Relativsatz es häufig durch ein passendes Pronomen wieder auf: האיש שדיברתי איתו „der Mann, mit dem ich gesprochen habe“. אשר ist die formellere Alternative; מי ש־ bedeutet „wer/wer auch immer“, מה ש־ „was/das, was“.
Überblick
Ein Relativsatz beschreibt eine Person, eine Sache oder einen bereits genannten Inhalt näher: „der Mann, mit dem ich gesprochen habe“ oder „das, was du gesagt hast“. Das beschriebene Wort heißt Bezugswort. Im Deutschen zeigen Formen wie der, die, das, dem oder dessen zugleich Geschlecht und grammatische Rolle. Im modernen Hebräisch übernimmt meist nur die unveränderliche Vorsilbe ש־ diese Verbindung. Sie wird direkt an das folgende Wort geschrieben.
Auf B2-Niveau reicht das einfache Muster האיש שגר פה „der Mann, der hier wohnt“ nicht mehr aus. Wichtig wird nun, wie Hebräisch Beziehungen ausdrückt, für die das Deutsche ein Relativpronomen mit Präposition oder Fall verwendet: „mit dem“, „in der“, „deren“. Dabei erscheint im hebräischen Relativsatz oft ein wiederaufnehmendes Pronomen – ein Pronomen, das noch einmal auf das Bezugswort verweist.
Außerdem begegnen dir אשר in formellen Texten sowie die Relativausdrücke מי ש־ und מה ש־, die kein ausdrücklich genanntes Bezugswort brauchen. Diese Formen sind in Nachrichten, Sachtexten, Anleitungen und anspruchsvolleren Gesprächen sehr häufig.
Bildung und Funktionsweise
Das Grundmuster mit ש־
Das neutrale Grundmuster lautet:
Bezugswort + ש־ + Relativsatz
ש־ verändert sich weder nach Geschlecht noch nach Zahl. Die Information, ob das Bezugswort männlich, weiblich, Singular oder Plural ist, steckt also nicht im Relativwort. Das unterscheidet Hebräisch deutlich vom Deutschen.
| Hebräisch | Deutsch | Erklärung |
|---|---|---|
| האיש שגר פה | der Mann, der hier wohnt | Das Bezugswort ist das Subjekt des Relativsatzes. |
| האישה שגרה פה | die Frau, die hier wohnt | Das Verb steht passend zum weiblichen Subjekt. |
| האנשים שגרים פה | die Menschen, die hier wohnen | ש־ bleibt unverändert; nur das Verb zeigt den Plural. |
Ein Subjekt ist die Person oder Sache, die handelt oder über die etwas ausgesagt wird. Ist das Bezugswort Subjekt des Relativsatzes, folgt nach ש־ normalerweise kein zusätzliches Personalpronomen. Man sagt also האישה שגרה פה, nicht etwa eine Konstruktion nach dem Muster „die Frau, sie wohnt hier“.
Eine Lücke bei direkten Objekten
Ein direktes Objekt ist die Person oder Sache, auf die eine Handlung unmittelbar gerichtet ist: Wen oder was habe ich gesehen? Im neutralen, sorgfältigen Hebräisch bleibt an dieser Stelle meist eine Lücke:
- זה הספר שקראתי. – Das ist das Buch, das ich gelesen habe.
- האיש שפגשנו אתמול התקשר. – Der Mann, den wir gestern getroffen haben, hat angerufen.
Obwohl das Bezugswort bestimmt ist, steht in der Lücke kein את. את muss ein tatsächlich ausgesprochenes bestimmtes Objekt einleiten; vor einer leeren Stelle kann es nicht allein stehen. Ein wiederaufnehmendes Objektpronomen wie אותו kommt besonders in spontaner Umgangssprache vor, wirkt in einfachen Sätzen aber oft schwerfällig. Für neutrales Hebräisch ist הספר שקראתי die sichere Form.
Präposition plus wiederaufnehmendes Pronomen
Nach einer Präposition – etwa „mit“, „in“, „über“ oder „von“ – kann Hebräisch die Beziehung nicht einfach durch ש־ ausdrücken. Im Relativsatz erscheint deshalb die Präposition mit einem Pronomen, dessen Geschlecht und Zahl zum Bezugswort passen:
Bezugswort + ש־ + Satz + Präposition mit Pronomen
| Hebräisch | Deutsch | Wiederaufnahme |
|---|---|---|
| האיש שדיברתי איתו | der Mann, mit dem ich gesprochen habe | איתו = mit ihm |
| האישה שדיברתי איתה | die Frau, mit der ich gesprochen habe | איתה = mit ihr |
| העיר שגדלתי בה | die Stadt, in der ich aufgewachsen bin | בה = in ihr |
| הספר שדיברנו עליו | das Buch, über das wir gesprochen haben | עליו = über es/ihn |
| האנשים שעבדתי איתם | die Menschen, mit denen ich gearbeitet habe | איתם = mit ihnen |
Das Pronomen steht dort, wo auch in einem selbstständigen Satz die Präpositionalgruppe stehen würde: דיברתי איתו „ich sprach mit ihm“ wird zu האיש שדיברתי איתו. Für deutschsprachige Lernende klingt die wörtliche Struktur zunächst wie „der Mann, den ich mit ihm gesprochen habe“. Im Hebräischen ist diese Wiederaufnahme jedoch keine unnötige Verdopplung, sondern die normale Art, die Präposition mit dem Bezugswort zu verbinden.
Präposition und Pronomen können auch direkt nach ש־ stehen. Dann werden sie zusammengeschrieben:
- הספר שעליו דיברנו – das Buch, über das wir gesprochen haben
- האדם שאליו שלחתי את המכתב – die Person, an die ich den Brief geschickt habe
- החברה שממנה קיבלתי תשובה – die Firma, von der ich eine Antwort erhielt
Beide Wortstellungen sind möglich. Die Stellung direkt nach ש־ wirkt häufig kompakter und in geschriebenen Texten etwas gehobener; die Stellung später im Satz folgt oft stärker dem Rhythmus gesprochener Sprache.
Besitz ausdrücken: „dessen“ und „deren“
Hebräisch besitzt kein einzelnes Relativwort, das genau dem deutschen dessen oder deren entspricht. Stattdessen steht im Relativsatz ein Besitz-Ausdruck, der auf das Bezugswort zurückweist:
- האיש שאחותו רופאה – der Mann, dessen Schwester Ärztin ist
- האישה שהבן שלה לומד בחיפה – die Frau, deren Sohn in Haifa studiert
- החברה שהמשרדים שלה בתל אביב – die Firma, deren Büros in Tel Aviv sind
In אחותו zeigt die Endung ־ו „seine“ an. Die getrennte Form שלו/שלה/שלהם/שלהן ist in der Alltagssprache besonders produktiv. Entscheidend ist: Der Besitz-Ausdruck richtet sich nach dem Besitzer, also nach dem Bezugswort, nicht nach dem besessenen Gegenstand.
אשר: die formelle Variante
אשר ist ebenfalls unveränderlich und wird als eigenes Wort geschrieben. Es entspricht in vielen Relativsätzen dem alltäglichen ש־, gehört aber vor allem zur formellen Schriftsprache, zu Verwaltung, Nachrichten, Verträgen und feierlichem Stil.
- הבית אשר בניתי – das Haus, das ich gebaut habe
- הבקשה אשר הוגשה אתמול – der Antrag, der gestern eingereicht wurde
- האדם אשר אליו פניתי – die Person, an die ich mich wandte
אשר macht einen Satz nicht automatisch genauer. In einer gewöhnlichen Unterhaltung klingt es meist unnötig förmlich. Auch bei אשר kann eine Präposition mit einem wiederaufnehmenden Pronomen nötig sein: האיש אשר דיברתי איתו.
מי ש־: „wer“ oder „wer auch immer“
מי ש־ bezeichnet eine Person, ohne vorher ein Substantiv wie „der Mann“ oder „die Person“ zu nennen. Die Konstruktion kann je nach Zusammenhang „wer“, „wer auch immer“ oder „jeder, der“ bedeuten:
- מי שרוצה יבוא. – Wer möchte, soll kommen.
- מי שסיים יכול ללכת. – Wer fertig ist, kann gehen.
- כל מי שנרשם יקבל הודעה. – Alle, die sich angemeldet haben, erhalten eine Nachricht.
מי wird getrennt geschrieben; ש־ hängt am folgenden Wort. Das Verb steht oft in der grammatisch männlichen Singularform, wenn die Person nicht näher bestimmt ist. Bezieht sich der Satz erkennbar auf eine weibliche Person oder eine konkrete Gruppe, kann die Form dem tatsächlichen Bezug angepasst werden.
מה ש־: „was“ und „das, was“
מה ש־ bezieht sich auf eine Sache, einen Inhalt oder einen ganzen Sachverhalt, ohne dass davor ein konkretes Substantiv stehen muss:
- עשה מה שאתה רוצה. – Tu, was du willst.
- לא הבנתי מה שאמרת. – Ich habe nicht verstanden, was du gesagt hast.
- זה מה שחיפשתי. – Das ist, was ich gesucht habe.
Je nach Zusammenhang bedeutet מה ש־ „was“, „das, was“ oder mit כל „alles, was“: כל מה שאני יודע „alles, was ich weiß“. Es bedeutet also nicht automatisch „was auch immer“; diese stärkere Bedeutung entsteht durch Kontext oder durch כל.
Beispiele im Kontext
| Hebräisch | Deutsch | Hinweis |
|---|---|---|
| האיש שדיברתי איתו גר בירושלים. | Der Mann, mit dem ich gesprochen habe, wohnt in Jerusalem. | Präposition mit männlichem Pronomen |
| המורה שדיברנו איתה הסבירה הכול. | Die Lehrerin, mit der wir gesprochen haben, hat alles erklärt. | איתה verweist auf המורה. |
| זאת העיר שגדלתי בה. | Das ist die Stadt, in der ich aufgewachsen bin. | Ortsbeziehung mit בה |
| האנשים שעבדתי איתם היו נחמדים. | Die Menschen, mit denen ich gearbeitet habe, waren nett. | Wiederaufnahme im Plural |
| הילדה שנתתי לה את הספר כבר קראה אותו. | Das Mädchen, dem ich das Buch gegeben habe, hat es schon gelesen. | לה gibt den Empfänger wieder. |
| זה הנושא שעליו רציתי לדבר. | Das ist das Thema, über das ich sprechen wollte. | Präposition direkt nach ש־ |
| החברה שממנה קיבלנו את ההצעה נמצאת בחיפה. | Die Firma, von der wir das Angebot erhielten, befindet sich in Haifa. | ממנה = von ihr |
| פגשתי אישה שהבת שלה לומדת גרמנית. | Ich traf eine Frau, deren Tochter Deutsch lernt. | Besitz mit שלה |
| זה הסרט שראינו בשבוע שעבר. | Das ist der Film, den wir letzte Woche gesehen haben. | Direkte Objektstelle bleibt leer. |
| ההחלטה אשר התקבלה תפורסם מחר. | Die Entscheidung, die getroffen wurde, wird morgen veröffentlicht. | Formeller Stil mit אשר |
| מי שרוצה לשאול שאלה יכול לכתוב לי. | Wer eine Frage stellen möchte, kann mir schreiben. | Person ohne genanntes Bezugswort |
| כל מי שהגיע בזמן קיבל מקום. | Alle, die pünktlich kamen, bekamen einen Platz. | כל מי ש־ = alle, die |
| תבחר מה שאתה אוהב. | Wähle, was dir gefällt. | Sache oder Möglichkeit ohne Bezugswort |
| כל מה שלמדנו היום חשוב למבחן. | Alles, was wir heute gelernt haben, ist für die Prüfung wichtig. | כל מה ש־ = alles, was |
| מה שהפתיע אותי היה המחיר. | Was mich überrascht hat, war der Preis. | Der ganze Relativausdruck ist das Subjekt. |
Häufige Fehler
Die Präposition weglassen
- Falsch: האיש שדיברתי
- Richtig: האיש שדיברתי איתו
- Warum: לדבר עם bedeutet „mit jemandem sprechen“. Die Präposition עם muss erhalten bleiben und erscheint hier in der gebeugten Form איתו.
Das wiederaufnehmende Pronomen nicht anpassen
- Falsch: האישה שדיברתי איתו
- Richtig: האישה שדיברתי איתה
- Warum: Das Pronomen verweist auf האישה und muss deshalb weiblich Singular sein. ש־ selbst zeigt dieses Geschlecht nicht.
Vor einer Objektlücke את stehen lassen
- Falsch: הספר שאת קראתי
- Richtig: הספר שקראתי
- Warum: את darf nicht allein eine leere Objektstelle markieren. Achtung: Die Zeichenfolge שאת kann in einem anderen Satz korrekt sein, wenn את „du“ zu einer Frau bedeutet, etwa הספר שאת קוראת „das Buch, das du liest“.
Ein zusätzliches Subjektpronomen einsetzen
- Falsch: האישה שהיא גרה פה in der neutralen Bedeutung „die Frau, die hier wohnt“
- Richtig: האישה שגרה פה
- Warum: Ist das Bezugswort selbst das Subjekt, genügt normalerweise die Lücke nach ש־. האישה שהיא... ist nur in besonderen Strukturen sinnvoll, etwa wenn היא Teil eines Nominalsatzes ist: האישה שהיא המנהלת „die Frau, die die Leiterin ist“.
מי ש־ und מה ש־ vertauschen
- Falsch: מה שרוצה יכול לבוא für „Wer möchte, kann kommen“
- Richtig: מי שרוצה יכול לבוא
- Warum: מי ש־ steht für Personen, מה ש־ für Sachen, Inhalte oder Sachverhalte.
Das deutsche Komma automatisch übernehmen
- Falsch: הספר, שקניתי אתמול, מעניין als neutraler einschränkender Relativsatz
- Richtig: הספר שקניתי אתמול מעניין
- Warum: Im Deutschen wird ein Relativsatz immer mit Kommas abgetrennt. Im Hebräischen steht bei einem notwendigen, näher bestimmenden Relativsatz normalerweise kein Komma. Ein echter parenthetischer Zusatz kann dagegen auch im Hebräischen durch Kommas abgesetzt werden.
Gebrauchshinweise
ש־ ist im modernen gesprochenen und in den meisten geschriebenen Registern die normale Wahl. Es steht in Gesprächen, persönlichen Nachrichten, journalistischen Texten und neutraler Sachprosa. אשר begegnet dir eher dort, wo Sprache offiziell, juristisch, administrativ oder bewusst gehoben wirkt. Ein Text kann beide Formen enthalten; der Wechsel ist dann oft eine Stilfrage, keine Bedeutungsänderung.
Die Position der Präpositionalgruppe ist ebenfalls stilistisch beweglich. הספר שדיברנו עליו ist sehr natürlich und gesprächsnah. הספר שעליו דיברנו ist kompakter und schriftsprachlicher. Mit אשר wird הספר אשר עליו דיברנו noch formeller. Beim Sprechen solltest du vor allem darauf achten, die benötigte Präposition überhaupt zu behalten.
Wiederaufnehmende direkte Objektpronomen wie in הספר שקראתי אותו sind in spontaner Sprache zu hören. Sie können durch Planung während des Sprechens, Betonung oder komplexe Satzstrukturen begünstigt werden. In einem kurzen neutralen Relativsatz ist die Variante ohne Pronomen – הספר שקראתי – meist eleganter. Nach Präpositionen und bei Besitzbeziehungen ist die Wiederaufnahme dagegen zentral und sollte nicht nach diesem Muster gestrichen werden.
Hebräisch setzt einen bestimmten Artikel nur am Bezugswort: הספר שקראתי. Vor dem Relativsatz kommt kein zweites ה־. Ob der Relativsatz Gegenwart, Vergangenheit oder Zukunft enthält, richtet sich nach der gemeinten Zeit; ש־ verändert daran nichts.
Über die Grundlagen hinaus
Relativsatz oder Inhaltssatz?
ש־ leitet nicht nur Relativsätze ein. In אני יודע שאתה צודק „ich weiß, dass du recht hast“ folgt ein Inhaltssatz – ein Satz, der sagt, was ich weiß. Es gibt kein Bezugswort, das der Nebensatz beschreibt. In האיש שאתה מכיר „der Mann, den du kennst“ beschreibt der Satz dagegen האיש; deshalb ist er ein Relativsatz.
Diese Unterscheidung hilft besonders bei שאתה. Die Form besteht aus ש־ + אתה und kann je nach Umgebung „dass du“ oder innerhalb eines Relativsatzes „den/das du …“ einleiten. Die Funktion ergibt sich aus dem übergeordneten Satz, nicht aus der Buchstabenfolge allein.
Freie Relativsätze als vollständige Satzglieder
Konstruktionen mit מי ש־ und מה ש־ heißen auch freie Relativsätze: Sie enthalten ihr Bezugswort gewissermaßen schon selbst und können als Ganzes Subjekt oder Objekt sein.
- מי שעובד קשה מצליח. – Wer hart arbeitet, hat Erfolg. Der ganze Ausdruck ist Subjekt.
- אני זוכר מה שסיפרת לי. – Ich erinnere mich an das, was du mir erzählt hast. Der ganze Ausdruck ergänzt das Verb.
- ניתן פרס למי שינצח. – Der Preis wird demjenigen gegeben, der gewinnt. Vor dem ganzen Ausdruck steht die Präposition ל־.
Auch את kann vor dem gesamten Ausdruck stehen, wenn dieser ein bestimmtes direktes Objekt ist: קיבלתי את מה שביקשתי „Ich bekam das, worum ich gebeten hatte“. Das widerspricht nicht der Regel zur Objektlücke: Hier gehört את zum vollständigen Ausdruck מה שביקשתי, nicht zu einer leeren Stelle innerhalb des Relativsatzes.
Genauer Bezug verhindert Missverständnisse
Bei langen Sätzen kann ein wiederaufnehmendes Pronomen deutlich machen, worauf sich der Relativsatz bezieht. Seine Form liefert Hinweise auf Geschlecht und Zahl, die ש־ selbst nicht trägt. Trotzdem sollte das Bezugswort möglichst nah am Relativsatz stehen. Wenn mehrere männliche oder weibliche Wörter als Bezug infrage kommen, hilft oft nur eine klarere Satzstellung oder die Wiederholung des Substantivs.
Bei nicht notwendigen Zusatzinformationen sind in sorgfältiger Schriftsprache Kommas möglich, ähnlich wie bei einem Einschub: דנה, שגרה עכשיו בחיפה, תגיע מחר „Dana, die jetzt in Haifa wohnt, kommt morgen“. Anders als im Deutschen ist das Komma also nicht bloß ein automatisches Signal für jeden Relativsatz, sondern kann den Unterschied zwischen notwendiger Bestimmung und zusätzlicher Information sichtbar machen.
Übungstipps
- Baue aus zwei Sätzen einen Relativsatz. Beginne mit Paaren wie דיברתי עם האיש und האיש גר פה. Ersetze dann עם האיש durch איתו: האיש שדיברתי איתו גר פה. Übe dasselbe mit בה, עליו, לה und ממנה.
- Markiere beim Lesen drei Dinge: das Bezugswort, ש־/אשר und das wiederaufnehmende Pronomen. Prüfe anschließend, ob Geschlecht und Zahl zusammenpassen. So erkennst du auch lange Relativsätze schneller.
- Trainiere die vier Kontraste in eigenen Beispielen: alltägliches ש־ gegen formelles אשר, Person מי ש־ gegen Sache מה ש־, Objektlücke gegen Präposition mit Pronomen. Je zwei selbst geschriebene Sätze pro Muster reichen für eine kurze, gezielte Wiederholung.
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